---
title: "Bitcoin-Dominanz: Was der BTC.D-Wert bedeutet und was er über die Altcoin-Saison verrät"
description: "Die Bitcoin-Dominanz ist der Anteil von Bitcoin am Wert aller Kryptowährungen. Hier stehen die Formel, warum Anbieter verschiedene Werte zeigen, die Extremwerte von 2017 bis Oktober 2026, der Zusammenhang mit der Altcoin-Saison und die typischen Denkfehler."
author: "Blockblatt Redaktion"
published: "2026-11-01T18:35:15.946Z"
updated: "2026-11-01T18:35:15.979Z"
category: "Märkte"
language: "de"
content_type: "editorial"
canonical: "https://blockblatt.com/ratgeber/bitcoin-dominanz-bedeutung"
tags: ["Bitcoin", "Bitcoin-Dominanz", "BTC.D", "Altcoin-Saison", "Marktdaten", "Altcoins"]
---

# Bitcoin-Dominanz: Was der BTC.D-Wert bedeutet und was er über die Altcoin-Saison verrät

> Redaktioneller Inhalt von Blockblatt.

Die Bitcoin-Dominanz ist der Anteil von Bitcoin am Wert aller Kryptowährungen. Hier stehen die Formel, warum Anbieter verschiedene Werte zeigen, die Extremwerte von 2017 bis Oktober 2026, der Zusammenhang mit der Altcoin-Saison und die typischen Denkfehler.

Die Bitcoin-Dominanz ist der Anteil von Bitcoin am gesamten Börsenwert aller Kryptowährungen. Die Bedeutung der Zahl ist schnell erklärt: Liegt sie bei 60 Prozent, steckt von jedem Dollar, der rechnerisch im Kryptomarkt gebunden ist, 60 Cent in Bitcoin und 40 Cent in allen anderen Coins und Tokens zusammen. Mitte Oktober 2026 lag der Wert je nach Anbieter knapp unter oder knapp über 60 Prozent, nahe am Jahreshoch. Was die Zahl dir sagt, ist weniger der Stand an sich als die Richtung: Steigt die Dominanz, fließt Geld eher in Bitcoin oder fallen die Altcoins schneller; sinkt sie, holen die anderen Coins auf. Hier steht, wie der Wert berechnet wird, warum CoinGecko, CoinMarketCap und TradingView nicht dieselbe Zahl zeigen, welche Extremwerte es seit 2017 gab, was steigende und fallende Dominanz in früheren Zyklen bedeutete und wo die Kennzahl in die Irre führt.

**Bitcoin-Dominanz auf einen Blick**

- **Formel:** Marktkapitalisierung Bitcoin geteilt durch Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen, mal 100
- **Kürzel bei TradingView:** BTC.D (Stablecoins sind im Gesamtmarkt enthalten)
- **Stand Mitte Oktober 2026:** rund 60,4 Prozent bei TradingView, rund 59,9 Prozent bei CoinMarketCap (13. Oktober 2026)
- **Stand 23. Oktober 2026:** rund 60,1 Prozent bei CoinMarketCap (rund 1,63 von 2,72 Billionen USD)
- **Jahreshoch 2026 (bis Ende Oktober):** rund 60,6 Prozent am 5. Mai 2026 laut Marktbericht
- **Historisches Tief:** rund 33 Prozent Anfang Januar 2018 (je nach Anbieter 31 bis 37 Prozent)
- **Hoch im letzten Zyklus:** rund 64 Prozent zwischen April und Juli 2025, höchster Stand seit Anfang 2021
- **Altcoin Season Index:** 53 am 23. Oktober 2026 (Blockchaincenter), Altcoin-Saison erst ab 75
- **Typische Abweichung zwischen Anbietern:** 1 bis 3 Prozentpunkte am selben Tag

## Was die Bitcoin-Dominanz misst

Die Rechnung hat zwei Teile. Oben steht die Marktkapitalisierung von Bitcoin, also der aktuelle Kurs mal die Zahl der umlaufenden Bitcoin. Unten steht die Marktkapitalisierung des gesamten Kryptomarkts, also die Summe dieser Werte für alle Coins und Tokens, die ein Datenanbieter erfasst. Das Ergebnis mal 100 ist die Dominanz in Prozent. Ein Beispiel mit den Zahlen von CoinMarketCap vom 23. Oktober 2026: Bitcoin war rund 1,63 Billionen US-Dollar wert, der ganze Markt rund 2,72 Billionen. 1,63 geteilt durch 2,72 ergibt knapp 0,60, also rund 60 Prozent.

Wichtig für das Verständnis: Die Dominanz ist ein Verhältnis, kein Preis. Sie kann steigen, obwohl Bitcoin fällt, und sie kann sinken, obwohl Bitcoin steigt. Genau das passierte im Oktober 2026. Laut einem Marktbericht kletterte die Dominanz in diesem Monat zurück über 60 Prozent, nicht weil Bitcoin stark war, sondern weil die Altcoins schneller fielen. Bitcoin selbst rutschte im Monatsverlauf von rund 83.600 Dollar zum Monatsanfang auf rund 80.800 Dollar am 27. Oktober 2026. Wer nur auf die Dominanz schaut, liest daraus Stärke. Wer beide Zahlen nebeneinanderlegt, sieht einen Markt, in dem alles gefallen ist, Bitcoin nur weniger.

Damit sind die vier möglichen Lagen klar. Bitcoin steigt und die Dominanz steigt: Geld fließt vor allem in Bitcoin, die Altcoins kommen nicht mit. Bitcoin steigt und die Dominanz fällt: Die Altcoins steigen noch stärker, das ist das Bild einer Altcoin-Saison. Bitcoin fällt und die Dominanz steigt: Anleger ziehen sich aus den riskanteren Coins zurück, Bitcoin gilt als relativ sicherer Hafen innerhalb des Marktes. Bitcoin fällt und die Dominanz fällt: Die Altcoins halten sich besser als Bitcoin, was selten und meist kurz ist, oder Stablecoins wachsen stark und drücken den Anteil, ohne dass irgendein Coin besser läuft.

**Vier Lagen: Bitcoin-Kurs und Dominanz zusammen gelesen**

|  | Bitcoin-Kurs | Dominanz | Was meist dahintersteckt |
|---|---|---|---|
| Bitcoin führt | steigt | steigt | Neues Geld geht vor allem in Bitcoin, etwa über ETFs; Altcoins hinken hinterher |
| Altcoins führen | steigt | fällt | Gewinne werden in Altcoins umgeschichtet, typisches Bild einer Altcoin-Saison |
| Flucht in Bitcoin | fällt | steigt | Risikoabbau: Altcoins fallen stärker als Bitcoin, wie im Oktober 2026 |
| Breiter Rückzug | fällt | fällt | Selten; oft wachsen Stablecoins, weil Anleger in Dollar-Token parken |

## Warum CoinGecko, CoinMarketCap und TradingView verschiedene Werte zeigen

Wer zwei Seiten nebeneinander öffnet, sieht fast nie dieselbe Zahl. Am 13. Oktober 2026 zeigte TradingView rund 60,4 Prozent, CoinMarketCap rund 59,9 Prozent. Das ist kein Messfehler, sondern liegt am Nenner. Die Bitcoin-Marktkapitalisierung ist bei allen Anbietern fast gleich, weil Kurs und Umlaufmenge gut bekannt sind. Der Gesamtmarkt dagegen ist eine Summe aus Tausenden Positionen, und jeder Anbieter entscheidet selbst, welche er mitzählt.

Der größte einzelne Faktor sind Stablecoins. Tether, USD Coin und ähnliche Token sind an den Dollar gebunden und machen einen großen Teil des Gesamtmarkts aus. Der Standardwert BTC.D bei TradingView zählt sie in den Gesamtmarkt hinein. Genau deshalb gibt es dort eine ganze Reihe selbst gebauter Indikatoren, die Bitcoins Anteil ohne Stablecoins berechnen, etwa indem sie USDT und USDC oder alle Stablecoins aus dem Nenner herausnehmen. Der Wert ohne Stablecoins liegt immer höher als der mit, weil der Nenner kleiner wird.

Ein Rechenbeispiel mit runden, angenommenen Zahlen zeigt den Effekt: Bitcoin ist 1,6 Billionen Dollar wert, der Gesamtmarkt 2,7 Billionen, davon seien 0,3 Billionen Stablecoins. Mit Stablecoins liegt die Dominanz bei 1,6 geteilt durch 2,7, also bei rund 59 Prozent. Ohne Stablecoins sind es 1,6 geteilt durch 2,4, also rund 67 Prozent. Acht Prozentpunkte Unterschied, ohne dass sich an Bitcoin oder einem einzigen Altcoin etwas geändert hat. Wenn in einem Abschwung viele Anleger ihre Coins in Stablecoins tauschen, wächst deren Anteil, und die Standard-Dominanz kann fallen, obwohl kein Altcoin besser läuft als Bitcoin.

Dazu kommen kleinere Unterschiede. CoinGecko und CoinMarketCap erfassen nicht dieselbe Liste von Tokens, sie rechnen bei manchen Projekten mit unterschiedlichen Umlaufmengen, und sie gehen verschieden mit verpackten Token wie Wrapped Bitcoin oder Liquid-Staking-Token wie stETH um, die streng genommen nur einen anderen Vermögenswert abbilden. TradingView baut seine Gesamtmarkt-Reihen aus eigenen Daten auf. Eine Glossar-Auswertung beziffert die üblichen Abweichungen zwischen den Plattformen auf ein bis drei Prozentpunkte. Bei historischen Extremwerten kann der Unterschied größer sein, weil die Datenbasis früher dünner war.

Die praktische Regel lautet deshalb: Bleib bei einem Anbieter, wenn du die Entwicklung verfolgst. Ein Sprung von 59,9 auf 60,4 Prozent kann ein echter Anstieg sein oder einfach der Wechsel von CoinMarketCap zu TradingView. Und wenn du Werte aus Artikeln vergleichst, frag immer, von welcher Seite sie stammen. Die Marktübersicht bei Blockblatt unter Marktdaten zeigt die Dominanz laufend aus einer festen Quelle; dort siehst du den aktuellen Wert und den Verlauf, ohne dass dir der Anbieterwechsel einen Trend vortäuscht.

**Welche Dominanz-Variante wofür taugt**

|  | Was im Gesamtmarkt steckt | Typische Wirkung | Wofür sinnvoll |
|---|---|---|---|
| TradingView BTC.D | Alle erfassten Coins inklusive Stablecoins | Standardwert in Charts und Analysen | Charttechnik, Vergleich mit TOTAL-Reihen |
| CoinMarketCap | Eigene Token-Liste inklusive Stablecoins | Meist wenige Zehntel unter TradingView | Schneller Blick, Altcoin Season Index von CMC |
| CoinGecko | Eigene, sehr breite Token-Liste | Kann wegen der Breite etwas abweichen | Langer historischer Verlauf |
| Dominanz ohne Stablecoins | Gesamtmarkt minus USDT, USDC oder alle Stablecoins | Liegt mehrere Punkte höher | Frage, ob Bitcoin gegen echte Altcoins gewinnt |

## Die Extremwerte: von über 90 auf rund 33 Prozent und zurück

In den ersten Jahren war die Bitcoin-Dominanz kaum eine Kennzahl, weil es neben Bitcoin wenig gab. Werte über 90 Prozent waren die Regel. Laut einer Auswertung lag der Anteil noch im Februar 2017 über 95 Prozent. Dann kam das Jahr der ICOs. Projekte sammelten Geld über eigene Token ein, fast alle auf Ethereum, und der Kurs von Ether stieg um ein Vielfaches. Innerhalb von knapp einem Jahr fiel die Dominanz auf ihr bis heute gültiges Tief: Anfang Januar 2018 lag sie, je nach Quelle, zwischen rund 31 und 37 Prozent. Decrypt nennt 33 Prozent am 8. Januar 2018, eine andere Auswertung 31,1 Prozent am 16. Januar 2018.

Dieses Tief fiel fast auf den Tag mit dem Ende der Blase zusammen. Bitcoin hatte seinen Höchststand im Dezember 2017 bei knapp 20.000 Dollar erreicht, viele Altcoins legten im Januar 2018 noch einmal zu, dann brach der Markt ein. Im Bärenmarkt 2018 erholte sich die Dominanz stetig, weil die Altcoins prozentual noch viel tiefer fielen als Bitcoin. Bis 2019 und 2020 stieg sie wieder auf Werte um 70 Prozent; laut einer Auswertung lag sie zu Beginn des Jahres 2021 bei 69,5 Prozent.

Das Jahr 2021 wiederholte das Muster in kleinerer Form. Bitcoin stieg zuerst, im April 2021 rutschte die Dominanz laut einem Bericht von CoinDesk erstmals seit 2018 unter 50 Prozent, auf rund 48 Prozent, weil Ether stark zulegte. In der Altcoin-Welle des Frühjahrs und im Herbst 2021 fiel der Anteil auf Werte um 40 Prozent; eine Auswertung nennt 38,2 Prozent zum Jahresende. Der Höchststand von Bitcoin lag im November 2021 bei rund 69.000 Dollar. Danach folgte der Bärenmarkt 2022, in dem die Dominanz wieder anzog.

Der Zyklus 2023 bis 2025 sah anders aus. Mit den Bitcoin-Spot-ETFs in den USA, die im Januar 2024 an den Start gingen, kam ein Käufer dazu, der nur Bitcoin kauft. Die Dominanz stieg über weite Strecken des Zyklus und erreichte im Frühjahr und Sommer 2025 rund 64 Prozent, den höchsten Stand seit Anfang 2021. Cointelegraph nannte Mitte Juli 2025 einen Wert von 63,82 Prozent; einzelne Quellen sprechen von mehr als 65 Prozent im Mai 2025. Im August 2025 kippte das Bild kurz: Ether stieg über 4.700 Dollar, die Bitcoin-Dominanz fiel laut FXStreet unter 60 Prozent und lag Ende August laut Bitget bei rund 58 Prozent, während der Ether-Anteil mit 14,65 Prozent sein Jahreshoch erreichte. Eine breite Altcoin-Saison wie 2017 oder 2021 wurde daraus nicht.

Seit dem Bitcoin-Höchststand von rund 126.300 Dollar am 6. Oktober 2025 läuft ein Abschwung, und die Dominanz pendelte 2026 in einem engen Band zwischen etwa 57 und 61 Prozent. Laut einem Marktbericht lag das Jahreshoch bei rund 60,6 Prozent am 5. Mai 2026. Im Oktober 2026 stand der Wert wieder knapp darunter, getrieben von Altcoins, die schneller fielen als Bitcoin.

**Wendepunkte der Bitcoin-Dominanz (Werte gerundet, je nach Anbieter abweichend)**

|  | Zeitpunkt | Dominanz | Was am Markt geschah |
|---|---|---|---|
| Frühphase | bis Februar 2017 | über 90 Prozent | Kaum relevante Altcoins |
| ICO-Blase | Anfang Januar 2018 | rund 31 bis 37 Prozent, meist 33 genannt | Bitcoin hatte im Dezember 2017 bei knapp 20.000 USD den Höchststand erreicht |
| Nach dem Bärenmarkt | Anfang 2021 | rund 69,5 Prozent | Bitcoin führte den neuen Anstieg an |
| Erste Altcoin-Welle 2021 | April 2021 | rund 48 Prozent | Ether-Rally, erstmals seit 2018 unter 50 Prozent |
| Spätphase 2021 | Herbst bis Ende 2021 | um 40 Prozent, Jahresende rund 38 Prozent | Bitcoin-Hoch bei rund 69.000 USD im November 2021 |
| ETF-Zyklus | April bis Juli 2025 | rund 64 Prozent | Höchster Stand seit Anfang 2021 |
| Ether-Sommer | Ende August 2025 | rund 58 Prozent | Ether über 4.700 USD, Ether-Anteil 14,65 Prozent |
| Abschwung | 5\. Mai 2026 | rund 60,6 Prozent | Jahreshoch 2026 laut Marktbericht |
| Aktuell | 23\. Oktober 2026 | rund 60,1 Prozent (CoinMarketCap) | Altcoins fallen schneller als Bitcoin |

## Was steigende und fallende Dominanz in früheren Zyklen bedeutete

Aus den Zyklen bis 2021 hat sich ein Ablauf herausgebildet, den viele Händler als Rotation beschreiben. Am Anfang eines Aufschwungs steigt Bitcoin zuerst, weil neues Geld dort am leichtesten hineinkommt und Bitcoin als der verlässlichste Wert gilt. Die Dominanz steigt. Dann zieht Ether nach, die Dominanz flacht ab. Danach folgen große Altcoins, schließlich kleine und spekulative Tokens. In dieser letzten Phase fällt die Dominanz am schnellsten, und genau dann ist der Markt meist schon sehr überhitzt. 2018 markierte das Dominanz-Tief fast exakt den Gipfel der Blase, 2021 lag die Spätphase der Altcoin-Welle in der Nähe des Bitcoin-Höchststands.

Im Abschwung lief es umgekehrt. Wenn die Preise fallen, verlieren kleine Coins prozentual meist viel mehr als Bitcoin, weil sie weniger liquide sind und ihre Käufer schneller aussteigen. Die Dominanz steigt deshalb in Bärenmärkten fast immer. 2018 und 2022 zeigte sich das deutlich, und 2026 sieht man dasselbe in milderer Form: Der Anteil stieg im Oktober zurück über 60 Prozent, während Bitcoin selbst rund ein Drittel unter seinem Höchststand vom Oktober 2025 lag.

Der letzte Zyklus hat dieses Schema allerdings verbogen. Zwischen 2023 und 2025 stieg die Dominanz fast durchgehend, auch als Bitcoin neue Höchststände erreichte. Die klassische Spätphase mit einem tiefen Fall der Dominanz blieb aus; der kurze Rückgang auf rund 58 Prozent im August 2025 war das Äußerste. Dafür gibt es mehrere Erklärungen, die sich nicht ausschließen. Erstens kaufen ETFs und börsennotierte Unternehmen mit Bitcoin-Strategie nur Bitcoin, nicht die breite Masse der Altcoins. Zweitens gibt es heute Zehntausende Tokens; das Geld der Spekulanten verteilt sich auf viel mehr Projekte, und keiner der großen Altcoins zieht den Gesamtmarkt so mit wie Ether 2017. Drittens hat das stark gewachsene Stablecoin-Segment die Standard-Dominanz verändert, weil es im Nenner steckt. Was früher als Signal funktionierte, ist deshalb heute eine Hypothese, die du an jedem Zyklus neu prüfen musst.

## Bitcoin-Dominanz und Altcoin-Saison

Altcoin-Saison heißt eine Phase, in der die Mehrheit der großen Altcoins deutlich besser läuft als Bitcoin. Die verbreitetste Messlatte stammt von Blockchaincenter: Der Altcoin Season Index prüft, wie viele der 50 größten Coins in den vergangenen 90 Tagen besser abgeschnitten haben als Bitcoin. Stablecoins und Token, die nur einen anderen Vermögenswert abbilden, etwa Wrapped Bitcoin oder stETH, bleiben laut Beschreibungen des Index außen vor. Haben mindestens 75 Prozent der Coins Bitcoin geschlagen, steht der Index bei 75 oder höher, und es herrscht Altcoin-Saison. Unter 25 spricht man von Bitcoin-Saison, dazwischen von einem gemischten Markt. CoinMarketCap führt einen eigenen Index mit derselben 75-Prozent-Schwelle, aber mit den 100 größten Coins als Basis; die beiden Werte sind nicht austauschbar.

Dominanz und Altcoin Season Index messen Verwandtes, aber nicht dasselbe. Die Dominanz ist nach Marktwert gewichtet. Ein starker Anstieg von Ether allein kann sie um mehrere Punkte drücken, auch wenn die anderen 49 Coins schwach sind. Der Altcoin Season Index zählt dagegen Köpfe: Jeder der 50 Coins zählt gleich, egal wie groß er ist. Eine echte, breite Altcoin-Saison erkennst du daran, dass beide Zahlen in dieselbe Richtung zeigen: Die Dominanz fällt deutlich, und der Index steigt über 75.

2026 zeigten beide Werte in die andere Richtung. Laut mehreren Berichten stand der Blockchaincenter-Index über weite Strecken des Jahres in den 20ern und 30ern, Mitte 2026 bei 35. Am 23. Oktober 2026 lag er bei 53, also im neutralen Bereich. Das klingt nach einer Verbesserung, ist aber mit Vorsicht zu lesen: Wenn alles fällt, reicht es, dass ein Altcoin etwas weniger verliert als Bitcoin, um im Index als Gewinner zu zählen. Eine Altcoin-Saison im Sinne steigender Altcoin-Kurse war das nicht. Den aktuellen Indexwert zeigt Blockblatt auf der Kryptomarkt-Seite unter Marktdaten neben der Dominanz.

## So liest du die Bitcoin-Dominanz richtig

**Fünf Schritte, um BTC.D sinnvoll zu lesen**

1. Quelle festlegen: Nimm einen Anbieter und bleib dabei. Notiere, ob dessen Wert Stablecoins enthält. Vergleiche nie den CoinMarketCap-Wert von heute mit dem TradingView-Wert von letzter Woche.
2. Richtung statt Stand: Ein einzelner Wert von 60 Prozent sagt wenig. Wichtig ist, ob die Dominanz über Wochen steigt oder fällt und wie schnell. Bewegungen von wenigen Zehnteln an einem Tag sind meist Rauschen.
3. Bitcoin-Kurs danebenlegen: Erst die Kombination aus Kurs und Dominanz zeigt, welche der vier Lagen herrscht. Steigende Dominanz bei fallendem Kurs ist Risikoabbau, nicht Stärke.
4. Stablecoins herausrechnen: Prüfe die Dominanz ohne Stablecoins oder den Anteil von Tether am Gesamtmarkt. Fällt nur die Standard-Dominanz, während die bereinigte stabil bleibt, parken Anleger in Dollar-Token, statt Altcoins zu kaufen.
5. Mit einem zweiten Maß bestätigen: Schau auf das Kursverhältnis von Ether zu Bitcoin und auf den Altcoin Season Index. Nur wenn mehrere Maße dasselbe sagen, ist eine Rotation in Altcoins wahrscheinlich.

Wer Charts liest, arbeitet bei TradingView oft mit den Reihen TOTAL, TOTAL2 und TOTAL3. TOTAL ist der gesamte Kryptomarkt, TOTAL2 der Markt ohne Bitcoin, TOTAL3 der Markt ohne Bitcoin und Ether. Steigt TOTAL3 schneller als TOTAL, gewinnen die kleineren Altcoins tatsächlich an Wert, und nicht nur relativ zu Bitcoin. Das ist eine gute Gegenprobe zur Dominanz, weil du dort absolute Beträge siehst und nicht nur Anteile. Ein TradingView-Nutzer berichtete allerdings auch von fehlerhaften Kerzen in der TOTAL2-Reihe, die sich auf BTC.D auswirkten. Ein auffälliger Ausreißer an einem einzelnen Tag sollte dich deshalb eher misstrauisch machen als zum Handeln bringen.

Die Dominanz fließt übrigens auch in andere Kennzahlen ein. Der Fear and Greed Index von alternative.me gewichtet sie mit zehn Prozent: Steigende Dominanz wertet er als Zeichen von Angst, weil Anleger in den vermeintlich sichereren Wert flüchten, fallende als Zeichen von Gier. Wenn du beide Kennzahlen gleichzeitig beobachtest, zählst du dieselbe Information teilweise doppelt.

## Typische Denkfehler bei der Dominanz

Erster Denkfehler: Hohe Dominanz bedeutet, dass Bitcoin gut läuft. Das stimmt nur, wenn auch der Kurs steigt. 2026 lag die Dominanz die meiste Zeit nahe 60 Prozent, während Bitcoin vom Höchststand bei rund 126.300 Dollar im Oktober 2025 zeitweise um mehr als die Hälfte fiel, im Februar 2026 auf rund 60.000 Dollar. Hohe Dominanz hieß in diesem Jahr vor allem, dass Altcoins noch schlechter liefen.

Zweiter Denkfehler: Fallende Dominanz kündigt eine Altcoin-Saison an. Manchmal tut sie das, manchmal wachsen nur die Stablecoins, und manchmal steigt nur Ether, während der Rest stagniert. Im August 2025 fiel die Dominanz auf rund 58 Prozent, getragen fast allein von Ether; der Altcoin Season Index erreichte die 75er-Marke nicht. Wer damals breit in kleine Altcoins umschichtete, profitierte nicht von dem, was die Dominanz scheinbar versprach.

Dritter Denkfehler: Die Dominanz von 2018 ist mit der von 2026 vergleichbar. Der Gesamtmarkt besteht heute aus einer ganz anderen Mischung. 2018 gab es keine Stablecoins in nennenswerter Größe, keine Liquid-Staking-Token, keine tokenisierten Wertpapiere. Ein Wert von 40 Prozent hätte heute eine andere Bedeutung als damals, weil ein Teil des Nenners aus Dollar-Token besteht, die mit Spekulation auf Altcoins nichts zu tun haben. Historische Schwellen wie das Tief von rund 33 Prozent taugen deshalb nicht als Kursziel für die Zukunft.

Vierter Denkfehler: Marktkapitalisierung ist echtes Geld. Die Marktkapitalisierung vieler kleiner Tokens ist eine Hochrechnung: Kurs mal Umlaufmenge, auch wenn kaum jemand zu diesem Kurs handeln könnte. Wenn ein neuer Token mit kleinem frei handelbarem Anteil und hoher Bewertung gelistet wird, wächst der Gesamtmarkt auf dem Papier, und die Dominanz von Bitcoin sinkt, ohne dass irgendjemand Bitcoin verkauft hätte. Je mehr solche Tokens ein Anbieter mitzählt, desto stärker ist dieser Effekt.

Fünfter Denkfehler: Die Dominanz ist ein Kaufsignal. Sie beschreibt die Verteilung des Marktwerts, nicht, ob Kurse steigen oder fallen werden. Sie taugt als Teil eines Gesamtbilds, zusammen mit dem Bitcoin-Kurs, dem Altcoin Season Index, dem Stimmungsindex und den Zuflüssen in ETFs. Als alleiniger Grund für eine Kauf- oder Verkaufsentscheidung ist sie zu grob. Dieser Text ist keine Anlageberatung, sondern erklärt, wie die Kennzahl entsteht und wie du sie einordnest.

## Was die Dominanz Ende Oktober 2026 erzählt

Stand Ende Oktober 2026 erzählt die Kennzahl die Geschichte eines Marktes im Rückzug. Die Dominanz liegt bei rund 60 Prozent und damit nahe am Hoch des Jahres, der Altcoin Season Index ist neutral, Bitcoin notiert rund ein Drittel unter seinem Höchststand vom Oktober 2025. Das Geld, das noch im Markt ist, konzentriert sich auf Bitcoin. Das passt zum Muster früherer Abschwünge, in denen die Dominanz ebenfalls stieg, bis ein neuer Aufschwung begann.

Ob die nächste Aufwärtsphase wieder mit einer starken Altcoin-Saison endet, ist offen. Der letzte Zyklus spricht eher dagegen: Mit ETFs und Unternehmen, die nur Bitcoin kaufen, hat Bitcoin eine Käuferschicht, die die Altcoins nicht haben. Dagegen spricht, dass jede Generation von Anlegern neue Spekulationsobjekte sucht und dass Ether 2025 gezeigt hat, dass auch heute noch schnelle Umschichtungen möglich sind. Die Dominanz wird dir nicht vorhersagen, welches Szenario eintritt. Sie zeigt dir aber früh und zuverlässig, welches gerade läuft, wenn du sie konsequent aus einer Quelle und zusammen mit dem Kurs liest.

## Häufige Fragen zur Bitcoin-Dominanz

### Was bedeutet Bitcoin-Dominanz einfach erklärt?

Sie ist der Anteil von Bitcoin am Börsenwert aller Kryptowährungen zusammen. Bei 60 Prozent entfallen 60 von 100 Dollar Marktwert auf Bitcoin, der Rest auf alle anderen Coins und Tokens. Mitte Oktober 2026 lag der Wert je nach Anbieter bei rund 60 Prozent.

### Wie wird die Bitcoin-Dominanz berechnet?

Marktkapitalisierung von Bitcoin geteilt durch die Marktkapitalisierung des gesamten Kryptomarkts, mal 100. Mit den Zahlen von CoinMarketCap vom 23. Oktober 2026: 1,63 Billionen geteilt durch 2,72 Billionen US-Dollar ergibt rund 60 Prozent.

### Was ist BTC.D?

BTC.D ist das Kürzel, unter dem TradingView die Bitcoin-Dominanz als Chart führt. Der Standardwert enthält Stablecoins im Gesamtmarkt. Für einen Wert ohne Stablecoins gibt es auf TradingView eigene, von Nutzern gebaute Indikatoren.

### Warum zeigen CoinGecko, CoinMarketCap und TradingView unterschiedliche Werte?

Weil jeder Anbieter den Gesamtmarkt anders zusammensetzt: andere Token-Listen, andere Umlaufmengen, ein anderer Umgang mit Stablecoins und verpackten Token. Die Abweichung liegt meist bei ein bis drei Prozentpunkten. Am 13. Oktober 2026 zeigte TradingView rund 60,4 Prozent, CoinMarketCap rund 59,9 Prozent.

### Was war die niedrigste Bitcoin-Dominanz?

Das Tief lag Anfang Januar 2018, am Ende der ICO-Blase. Je nach Anbieter werden Werte zwischen rund 31 und 37 Prozent genannt, am häufigsten etwa 33 Prozent. Ein vergleichbar tiefer Stand wurde seitdem nicht mehr erreicht; 2021 lag der Tiefpunkt um 40 Prozent.

### Bedeutet fallende Dominanz automatisch Altcoin-Saison?

Nein. Die Dominanz kann auch fallen, weil Stablecoins wachsen oder weil nur Ether stark steigt. Eine breite Altcoin-Saison liegt erst vor, wenn zusätzlich der Altcoin Season Index über 75 steigt, also mindestens drei Viertel der großen Coins Bitcoin über 90 Tage geschlagen haben.

### Warum steigt die Dominanz in Bärenmärkten?

Kleinere Coins verlieren in Abschwüngen prozentual meist deutlich mehr als Bitcoin, weil sie weniger liquide sind und ihre Käufer schneller aussteigen. Der Anteil von Bitcoin wächst dadurch, auch wenn sein Kurs fällt. 2026 war das wieder zu sehen.

### Wo sehe ich die aktuelle Bitcoin-Dominanz?

Bei TradingView unter BTC.D, bei CoinMarketCap und CoinGecko in den globalen Marktdaten. Bei Blockblatt zeigt die Kryptomarkt-Seite unter Marktdaten die Dominanz laufend zusammen mit dem Altcoin-Saison-Wert.

### Ist eine hohe Bitcoin-Dominanz gut oder schlecht?

Weder noch. Sie beschreibt, wie sich der Marktwert verteilt. Zusammen mit einem steigenden Bitcoin-Kurs zeigt sie, dass neues Geld vor allem in Bitcoin fließt; zusammen mit einem fallenden Kurs zeigt sie, dass Anleger Risiko abbauen. Als alleiniges Kauf- oder Verkaufssignal taugt sie nicht.

## Quellen

- [CoinGecko: Bitcoin Dominance Chart](https://www.coingecko.com/en/charts/bitcoin-dominance)
- [Capmad: In October 2026, Bitcoin dominance climbs back above 60%](https://www.capmad.com/post/in-october-2026-bitcoin-dominance-climbs-back-above-60-and-reclaims-its-role-as-market-anchor)
- [Decrypt: Bitcoin dominance up 100% since its all-time low](https://decrypt.co/7912/bitcoin-dominance-up-100-since-its-all-time-low)
- [Bitcoin.com: What is Bitcoin dominance](https://www.bitcoin.com/get-started/what-is-bitcoin-dominance/)
- [FXStreet: Bitcoin dominance slips below 60% as Ether fuels crypto rally (13. August 2025)](https://www.fxstreet.com/cryptocurrencies/news/bitcoin-dominance-slips-below-60-as-ether-fuels-crypto-rally-and-us-stocks-hit-fresh-highs-202508131910)
- [Cointelegraph: Bitcoin dominance high chance ceiling as ether price surges](https://cointelegraph.com/markets/bitcoin-dominance-high-chance-ceiling-ether-price-surge-crypto-analyst)
- [TradingView: BTC Dominance Excluding Stablecoins (Skripte)](https://de.tradingview.com/scripts/btc-dominance)
- [CoinMarketCap: Altcoin Season Index](https://www.coinmarketcap.com/charts/altcoin-season-index)
- [CoinGate: Altcoin Season – What it is and how to spot one](https://coingate.com/gift-cards/articles/article/altcoin-season-what-it-is-and-how-to-spot-one)

---

Keine Anlageberatung. Kryptowerte sind hochvolatil; ein Totalverlust ist möglich.

Veröffentlicht von Blockblatt. Originalfassung: https://blockblatt.com/ratgeber/bitcoin-dominanz-bedeutung
