---
title: "Bitcoin-Halving 2028: Voraussichtliches Datum, Block 1.050.000 und was sich für Miner ändert"
description: "Das Halving 2028 hängt an Block 1.050.000, nicht an einem Kalendertag. Hier ist die Rechnung, die vom Stand Ende Oktober 2026 auf Anfang April 2028 führt, warum sich das Datum verschiebt und was die halbierte Subvention für Miner bedeutet."
author: "Blockblatt Redaktion"
published: "2026-11-01T12:22:24.720Z"
updated: "2026-11-01T12:41:38.245Z"
category: "Ratgeber"
language: "de"
content_type: "editorial"
canonical: "https://blockblatt.com/ratgeber/bitcoin-halving-2028-datum"
tags: ["Bitcoin", "Halving", "Halving 2028", "Mining", "Hashprice", "Blockbelohnung"]
---

# Bitcoin-Halving 2028: Voraussichtliches Datum, Block 1.050.000 und was sich für Miner ändert

> Redaktioneller Inhalt von Blockblatt.

Das Halving 2028 hängt an Block 1.050.000, nicht an einem Kalendertag. Hier ist die Rechnung, die vom Stand Ende Oktober 2026 auf Anfang April 2028 führt, warum sich das Datum verschiebt und was die halbierte Subvention für Miner bedeutet.

Das Bitcoin-Halving 2028 hat kein festes Datum, sondern eine feste Blockhöhe: Bei Block 1.050.000 sinkt die Belohnung für einen neuen Block von 3,125 auf 1,5625 Bitcoin. Rechnet man vom Stand Ende Oktober 2026 aus mit dem Tempo, in dem das Netzwerk seit dem letzten Halving tatsächlich Blöcke produziert, landet das voraussichtliche Datum in der ersten Aprilhälfte 2028, mit einer realistischen Spanne von Ende März bis Ende April 2028. Wer dir einen exakten Tag samt Uhrzeit nennt, rechnet mit einer Annahme, die sich jede Woche ändert. Hier steht, wie die Schätzung entsteht, warum sie wandert, wie du sie selbst nachrechnest und was die halbierte Subvention für Miner bedeutet, deren Einnahmen schon heute fast nur aus der Blockbelohnung bestehen.

**Bitcoin-Halving 2028 auf einen Blick**

- **Auslöser:** Block 1.050.000 (alle 210.000 Blöcke ein Halving)
- **Blocksubvention vorher:** 3,125 BTC pro Block
- **Blocksubvention nachher:** 1,5625 BTC pro Block
- **Neue Bitcoin pro Tag:** rund 450 BTC vorher, rund 225 BTC nachher (bei 144 Blöcken pro Tag)
- **Blockhöhe als Rechenbasis:** 973.470 am 27. Oktober 2026 (Tagesserie von Coinglass)
- **Verbleibende Blöcke:** 76.530 ab dieser Höhe
- **Schätzung mit 10 Minuten pro Block:** um den 10. April 2028
- **Schätzung mit dem Tempo seit April 2024:** um den 7. April 2028 (rund 9,93 Minuten pro Block)
- **Realistische Spanne:** Ende März bis Ende April 2028, Stand: 27. Oktober 2026
- **Letztes Halving:** 20\. April 2024, Block 840.000

## Warum das Halving 2028 kein festes Datum hat

Bitcoin kennt keinen Kalender. Die Regeln des Protokolls legen fest, dass sich die Subvention alle 210.000 Blöcke halbiert. Ein Block entsteht, wenn ein Miner eine Lösung für das Rechenrätsel findet, und das passiert zufällig. Das Netzwerk zielt auf einen Block alle zehn Minuten im Schnitt, trifft dieses Ziel aber nie genau. Mal kommen drei Blöcke in fünf Minuten, mal wartet das Netzwerk eine halbe Stunde auf den nächsten.

Der Mechanismus, der das Tempo zurück zur Zehn-Minuten-Marke zieht, heißt Difficulty Adjustment. Alle 2.016 Blöcke, also ungefähr alle zwei Wochen, vergleicht jeder Knoten, wie lange die letzten 2.016 Blöcke gedauert haben, und passt die Schwierigkeit an. Waren die Blöcke zu schnell, wird das Rätsel schwerer; waren sie zu langsam, wird es leichter. Die Anpassung kommt aber immer hinterher. Wenn ständig neue Rechenleistung ans Netz geht, weil Miner neue Maschinen aufstellen, laufen die Blöcke zwischen zwei Anpassungen etwas zu schnell. Genau das ist der Grund, warum der Durchschnitt über Jahre meistens leicht unter zehn Minuten liegt.

Für dich heißt das: Das Datum des Halvings ist eine Hochrechnung aus zwei Zahlen, der aktuellen Blockhöhe und einer angenommenen Blockzeit. Ändert sich eine davon, verschiebt sich das Datum. Das ist kein Fehler der Countdown-Seiten, sondern liegt in der Natur der Sache. Ein Countdown, der heute den 10. April anzeigt, kann in drei Monaten beim 4. April stehen, ohne dass jemand falsch gerechnet hat.

## So rechnest du das Datum selbst aus

Die Rechnung ist einfach genug für einen Taschenrechner. Ausgangspunkt ist die Blockhöhe, die jeder Block-Explorer anzeigt. Laut der Tagesserie von Coinglass lag sie am 27. Oktober 2026 bei rund 973.470. Ein Schnappschuss des Explorers von blockchain.com vom 21. Oktober 2026 zeigt 972.512; die Differenz von knapp 960 Blöcken in sechs Tagen passt zu den rund 144 Blöcken, die das Netzwerk pro Tag erzeugt.

**Halving-Datum in fünf Schritten schätzen**

1. Aktuelle Blockhöhe ablesen, zum Beispiel 973.470 (Stand: 27. Oktober 2026).
2. Verbleibende Blöcke berechnen: 1.050.000 minus 973.470 ergibt 76.530 Blöcke.
3. Mit einer Blockzeit multiplizieren: 76.530 mal 10 Minuten ergibt 765.300 Minuten.
4. In Tage umrechnen: 765.300 geteilt durch 1.440 Minuten pro Tag ergibt gut 531 Tage.
5. Auf das Ausgangsdatum addieren: 27. Oktober 2026 plus 531 Tage führt auf etwa den 10. April 2028. Mit der tatsächlich gemessenen Blockzeit seit April 2024 (rund 9,93 Minuten) rückt das Ergebnis auf etwa den 7. April 2028.

Die zweite Variante ist die ehrlichere. Zwischen dem Halving vom 20. April 2024 bei Block 840.000 und dem 27. Oktober 2026 sind rund 920 Tage vergangen und 133.470 Blöcke entstanden. Das sind etwa 145 Blöcke pro Tag statt der theoretischen 144, also im Schnitt rund 9,93 Minuten pro Block. Wer annimmt, dass dieses Tempo anhält, kommt auf den Anfang April 2028.

Ein Blick zurück zeigt, wie stark die Durchschnitte schwanken können. Zwischen dem Halving vom 11. Mai 2020 und dem vom 20. April 2024 lagen 1.440 Tage für 210.000 Blöcke, also knapp 9,87 Minuten pro Block. Im Zyklus davor, vom 9. Juli 2016 bis zum 11. Mai 2020, waren es nur rund 9,6 Minuten, weil in dieser Zeit enorm viel neue Rechenleistung ans Netz ging. Ein Zehntel Minute Unterschied klingt nach wenig. Auf 76.530 verbleibende Blöcke gerechnet sind es aber gut fünf Tage.

**Wie die Annahme zur Blockzeit das Datum verschiebt (Basis: Block 973.470 am 27.10.2026)**

|  | Durchschnittliche Blockzeit | Tage bis Block 1.050.000 | Voraussichtliches Datum |
|---|---|---|---|
| Sehr schnell | 9,7 Minuten | rund 515 | Ende März 2028 |
| Schnell | 9,8 Minuten | rund 521 | um den 31. März 2028 |
| Tempo seit April 2024 | 9,93 Minuten | rund 528 | um den 7. April 2028 |
| Protokollziel | 10,0 Minuten | rund 531 | um den 10. April 2028 |
| Langsam | 10,2 Minuten | rund 542 | um den 21. April 2028 |
| Sehr langsam | 10,3 Minuten | rund 547 | Ende April 2028 |

Die Tabelle erklärt auch, warum verschiedene Countdown-Seiten verschiedene Tage nennen. Manche rechnen stur mit zehn Minuten, manche mit dem Durchschnitt der letzten 2.016 Blöcke, manche mit dem Durchschnitt seit dem letzten Halving. Wer im Herbst 2026 sucht, findet deshalb Angaben vom 13. bis zum 21. April 2028, je nach Stichtag und Annahme. Alle sind plausibel, keine ist sicher. Je näher das Ereignis rückt, desto enger wird die Spanne, weil weniger Blöcke übrig sind, auf die sich ein Fehler auswirken kann. Ein halbes Jahr vorher liegt die Unsicherheit eher bei einer Woche, zwei Wochen vorher bei ein bis zwei Tagen, am letzten Tag bei wenigen Stunden.

Bei Blockblatt läuft ein Live-Countdown auf der Halving-Seite unter Marktdaten. Er zieht die aktuelle Blockhöhe und rechnet mit der zuletzt gemessenen Blockzeit. Wenn du dort einen anderen Tag siehst als hier, liegt das genau an diesem Effekt: Der Artikel nennt den Stand vom 27. Oktober 2026, die Seite den Stand von heute.

## Was sich mit Block 1.050.000 technisch ändert

Technisch ist das Halving unspektakulär. Es gibt keine Abstimmung, kein Update und keinen Schalter, den jemand umlegt. Jeder Knoten im Netzwerk prüft bei jedem Block, ob die Coinbase-Transaktion, mit der sich der Miner seine Belohnung auszahlt, die erlaubte Summe einhält. Ab Block 1.050.000 liegt die Obergrenze bei 1,5625 BTC plus den Gebühren aller Transaktionen im Block. Ein Miner, der mehr beansprucht, produziert einen ungültigen Block, den der Rest des Netzwerks ignoriert.

Für Nutzer ändert sich nichts. Deine Bitcoin bleiben, wo sie sind, Wallets funktionieren weiter, Überweisungen auch. Wer Bitcoin auf einer Börse oder in einem ETP hält, merkt das Halving technisch überhaupt nicht. Es gibt keinen Grund, vor dem Halving irgendetwas an deiner Verwahrung zu ändern, und jede Nachricht, die dich auffordert, Coins für das Halving zu verschieben oder freizuschalten, ist ein Betrugsversuch.

**Alle Halvings im Überblick**

|  | Datum | Blockhöhe | Subvention vorher | Subvention nachher |
|---|---|---|---|---|
| Erstes Halving | 28\. November 2012 | 210.000 | 50 BTC | 25 BTC |
| Zweites Halving | 9\. Juli 2016 | 420.000 | 25 BTC | 12,5 BTC |
| Drittes Halving | 11\. Mai 2020 | 630.000 | 12,5 BTC | 6,25 BTC |
| Viertes Halving | 20\. April 2024 | 840.000 | 6,25 BTC | 3,125 BTC |
| Fünftes Halving | voraussichtlich April 2028 | 1.050.000 | 3,125 BTC | 1,5625 BTC |
| Sechstes Halving | voraussichtlich 2032 | 1.260.000 | 1,5625 BTC | 0,78125 BTC |

Rechnet man die Subventionen aller Epochen zusammen, sind bis Block 1.050.000 genau 20.343.750 Bitcoin ausgegeben, das sind knapp 96,9 Prozent der Obergrenze von 21 Millionen. Nach dem Halving 2028 kommen pro Jahr bei 144 Blöcken pro Tag nur noch rund 82.000 neue Bitcoin hinzu, vorher sind es rund 164.000. Die jährliche Neuemission sinkt damit auf grob 0,4 Prozent des umlaufenden Bestands. Zum Vergleich: Die Inflationsrate von Gold durch neue Förderung wird meist auf ein bis zwei Prozent pro Jahr geschätzt.

## Was das Halving 2028 für Miner bedeutet

Für Miner ist das Halving der wichtigste Termin des Jahrzehnts, weil es ihre Einnahmen in Bitcoin über Nacht halbiert. Die Kosten bleiben dagegen gleich: Strom, Kühlung, Personal und die Abschreibung der Maschinen. Wie hart der Schnitt trifft, hängt von drei Dingen ab: dem Bitcoin-Preis, der gesamten Rechenleistung im Netzwerk und den Transaktionsgebühren.

Die Kennzahl, in der die Branche denkt, heißt Hashprice. Sie gibt an, wie viel ein Petahash pro Sekunde Rechenleistung pro Tag einbringt, also die Einnahme einer bestimmten Menge Rechenleistung. Laut dem Datenanbieter Luxor lag der durchschnittliche Hashprice im September 2026 bei rund 39,33 US-Dollar pro PH/s und Tag, der höchste Monatsdurchschnitt seit Januar 2026, und sank Anfang Oktober leicht Richtung 39 Dollar. Der Hashrate Index von Luxor meldete in der Woche zum 21. September 2026 rund 40,93 Dollar.

Das Entscheidende: Wenn sich am Tag des Halvings nichts anderes ändert, halbiert sich der Hashprice. Aus rund 40 Dollar pro PH/s und Tag würden etwa 20 Dollar. Der Grund ist, dass die Einnahmen im Herbst 2026 fast ausschließlich aus der Subvention stammen. Laut Hashrate Index machten Transaktionsgebühren in der Woche zum 21. September 2026 nur 0,59 Prozent der Blockbelohnungen aus, Luxor nennt für September rund 0,63 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2024, als Ordinals und Runes die Nachfrage nach Blockspace hochtrieben, lag der Gebührenanteil nach Daten, über die The Block berichtete, bei rund 7 Prozent.

**Rechenbeispiel: ein Petahash vor und nach dem Halving (vereinfacht, alle anderen Größen konstant)**

|  | Heute (Hashprice ca. 40 USD) | Nach dem Halving (ca. 20 USD) |
|---|---|---|
| Einnahme pro Tag | 40,00 USD | 20,00 USD |
| Stromverbrauch bei 17 J/TH | 17 kW, also 408 kWh pro Tag | 17 kW, also 408 kWh pro Tag |
| Stromkosten bei 0,05 USD/kWh | 20,40 USD | 20,40 USD |
| Marge vor sonstigen Kosten | 19,60 USD | minus 0,40 USD |
| Stromkosten bei 0,03 USD/kWh | 12,24 USD, Marge 27,76 USD | 12,24 USD, Marge 7,76 USD |
| Ältere Maschine mit 30 J/TH, 0,05 USD/kWh | 36,00 USD Strom, Marge 4,00 USD | 36,00 USD Strom, Marge minus 16,00 USD |

Die Zahlen in der Tabelle sind ein vereinfachtes Modell, keine Prognose. Der Wirkungsgrad von 17 Joule pro Terahash steht für eine aktuelle Maschinengeneration, 30 Joule pro Terahash für ein älteres Modell. Die Stromkosten von 3 und 5 US-Cent pro Kilowattstunde sind typische Größenordnungen für große Mining-Standorte; ein deutscher Haushaltsstromtarif liegt um ein Vielfaches darüber, weshalb Mining mit Haushaltsstrom in Deutschland schon vor dem Halving keine Rechnung ist. Die Botschaft ist trotzdem klar: Wer heute mit mittleren Stromkosten knapp profitabel ist, ist nach dem Halving bei gleichem Preis im Minus.

In der Praxis bleibt aber nicht alles konstant, und das ist der Teil, den die meisten Countdown-Seiten auslassen. Drei Kräfte gleichen den Schnitt teilweise aus. Erstens der Preis: Steigt Bitcoin bis April 2028, steigt der Hashprice mit. Er müsste sich allerdings verdoppeln, um das Halving allein auszugleichen. Zweitens die Rechenleistung: Schalten unprofitable Miner ab, sinkt die Gesamtleistung, die Difficulty passt sich nach unten an, und jeder verbleibende Miner bekommt ein größeres Stück vom Kuchen. Drittens die Gebühren: Steigt die Nachfrage nach Blockspace, wächst der Gebührenanteil, der vom Halving nicht betroffen ist.

Nach früheren Halvings lief das meist in einer typischen Reihenfolge ab. In den Wochen danach sank die Rechenleistung, weil ältere Maschinen abgeschaltet wurden. Die Blöcke wurden kurzzeitig langsamer, bis die nächste Difficulty-Anpassung griff. Börsennotierte Miner reagierten mit Kostensenkungen, dem Verkauf von Bitcoin-Reserven, Zusammenschlüssen oder dem Umbau ihrer Rechenzentren für andere Kunden. Seit 2024 vermieten mehrere große Miner Teile ihrer Infrastruktur an Betreiber von Rechenzentren für künstliche Intelligenz, weil Strom und Netzanschluss dort mehr einbringen. Diese Entwicklung dürfte vor dem Halving 2028 eher an Tempo gewinnen.

## Die Wochen nach dem Halving: ein Rechenbeispiel zur Difficulty

Was passiert, wenn nach dem Halving ein Teil der Miner abschaltet, lässt sich grob durchrechnen. Angenommen, am Tag nach Block 1.050.000 gehen 15 Prozent der Rechenleistung vom Netz, weil sich die Maschinen bei halbiertem Hashprice nicht mehr lohnen. Die Difficulty bleibt bis zur nächsten Anpassung unverändert. Mit 85 Prozent der Rechenleistung dauert ein Block dann im Schnitt rund 11,8 statt 10 Minuten.

Wie lange dieser Zustand anhält, hängt davon ab, wo im 2.016-Block-Fenster das Halving liegt. Block 1.050.000 ist kein Vielfaches von 2.016; die vorangehende Anpassung fällt auf Block 1.048.320, die nächste auf Block 1.050.336. Nach dem Halving fehlen also nur 336 Blöcke bis zur nächsten Anpassung, aber diese Anpassung bewertet das ganze Fenster, und darin stecken 1.680 Blöcke aus der Zeit vor dem Halving, die noch im normalen Tempo kamen. Die erste Korrektur fällt deshalb klein aus, nur um die 2 bis 3 Prozent. Erst das folgende volle Fenster bis Block 1.052.352 läuft komplett im langsameren Tempo und dauert dann gut 16 statt 14 Tage. Danach sinkt die Difficulty um den Großteil der fehlenden 15 Prozent, und die verbleibenden Miner verdienen pro Petahash entsprechend mehr. Ihr Hashprice läge dann nicht bei 20, sondern bei rund 23,50 Dollar, vorausgesetzt, Preis und Gebühren bleiben gleich. Von der Abschaltung bis zur vollen Entlastung vergehen in diesem Beispiel also knapp drei Wochen.

Das zeigt den Ausgleichsmechanismus im Kleinen: Jede abgeschaltete Maschine verbessert die Rechnung der übrigen. Ein Netz, in dem nach dem Halving viel Rechenleistung abwandert, ist für die verbleibenden Miner profitabler als eines, in dem alle weiterlaufen. Für die Sicherheit der Blockchain ist ein Rückgang um 15 Prozent kein Problem; die Rechenleistung lag im Herbst 2026 trotzdem um ein Vielfaches über dem Niveau früherer Zyklen. Für die betroffenen Miner bedeutet er dagegen, dass Hardware im Wert von Millionen abgeschrieben, verkauft oder an Standorte mit billigerem Strom verlegt werden muss.

## Die Gebührenfrage: Warum das Halving 2028 das Sicherheitsbudget berührt

Miner werden dafür bezahlt, die Blockchain abzusichern. Die Summe aus Subvention und Gebühren nennt man deshalb oft das Sicherheitsbudget. Jedes Halving schneidet die eine Hälfte dieses Budgets ab, und langfristig sollen die Gebühren die Lücke füllen. Bis 2140 läuft die Subvention schrittweise auf null.

Im Herbst 2026 sieht es danach nicht aus. Ein Gebührenanteil von unter einem Prozent bedeutet, dass die Sicherheit des Netzwerks fast komplett an der Subvention hängt, und damit am Bitcoin-Preis. Das ist kein akutes Problem: Bei rund 225 neuen Bitcoin pro Tag nach dem Halving bleibt das Budget in Dollar gerechnet beträchtlich, solange der Preis hoch ist. Es ist aber die Frage, über die Entwickler und Miner zunehmend streiten, und das Halving 2028 macht sie um eine Größenordnung dringlicher als das von 2024.

Für Gebühren zahlen Nutzer, wenn Blockspace knapp ist. Phasen mit hoher Nachfrage gab es immer wieder: im Bullenmarkt 2017, bei der Welle der Ordinals-Inschriften 2023 und beim Start des Runes-Protokolls, der zeitlich mit dem Halving im April 2024 zusammenfiel. Solche Spitzen sind aber kurz. Ob die Nachfrage nach Transaktionen auf der Hauptkette dauerhaft steigt oder ob sich der Zahlungsverkehr weiter auf Lösungen wie das Lightning-Netzwerk verlagert, ist offen. Von der Antwort hängt ab, wie gut Miner die Halvings nach 2028 verkraften.

## Halving und Kurs: Was die Geschichte zeigt und was nicht

Die meisten Leute suchen nach dem Datum des Halvings, weil sie wissen wollen, was danach mit dem Kurs passiert. Die ehrliche Antwort: Nach allen bisherigen Halvings ist der Bitcoin-Preis in den folgenden 12 bis 18 Monaten deutlich gestiegen. Daraus folgt aber weniger, als es scheint.

Erstens sind vier Halvings eine winzige Stichprobe. Zweitens fiel jedes davon in eine Phase, in der auch andere Kräfte wirkten: lockere Geldpolitik 2020, die Zulassung der US-Spot-ETFs im Januar 2024, die neue Käufer brachte, noch bevor die Subvention sank. Drittens ist das Halving seit über einem Jahrzehnt auf den Block genau bekannt. Ein Ereignis, das jeder kennt, sollte in einem halbwegs effizienten Markt längst im Preis stecken. Viertens ist die Wirkung auf das Angebot inzwischen klein: Im Jahr 2012 halbierte das Halving eine Neuemission von rund 25 Prozent pro Jahr, 2028 halbiert es eine von rund 0,8 Prozent. Der tägliche Handel an Börsen und in ETFs ist um ein Vielfaches größer als die 225 Bitcoin, die nach dem Halving täglich weniger auf den Markt kommen.

Das Argument der Halving-Optimisten lautet, dass Miner einen großen Teil ihrer neuen Bitcoin verkaufen müssen, um Kosten zu decken, und dass nach dem Halving dieser Verkaufsdruck halbiert wird. Das stimmt in der Richtung. Bei einem Preis von beispielsweise 80.000 Dollar sinkt der mögliche tägliche Verkaufsdruck aus neuer Emission von rund 36 auf rund 18 Millionen Dollar. Gemessen an Tagesumsätzen in Milliardenhöhe ist das aber eine Größe, die andere Faktoren leicht überdecken. Wer das Halving als Kaufsignal nimmt, wettet auf ein Muster, nicht auf einen Mechanismus.

## Häufige Missverständnisse zum Halving-Datum

**Was oft behauptet wird und was stimmt**

|  | Behauptung | Was stimmt |
|---|---|---|
| Datum | Das Halving 2028 findet am 17. April statt. | Kein Tag steht fest. Nur Block 1.050.000 steht fest; das Datum ist eine Schätzung mit mehreren Wochen Spanne. |
| Rhythmus | Halvings kommen exakt alle vier Jahre. | Sie kommen alle 210.000 Blöcke. Bisher lagen sie zwischen gut 3,8 und knapp 4 Jahren auseinander. |
| Gebühren | Das Halving halbiert auch die Gebühren. | Nein. Nur die Subvention halbiert sich; die Gebühren gehören weiter vollständig dem Miner. |
| Wallets | Man muss Coins vor dem Halving umziehen. | Nein. Für Nutzer ändert sich nichts. Aufforderungen dazu sind Betrug. |
| Ende | Nach dem Halving 2028 sind fast alle Bitcoin geschürft. | Fast: rund 96,9 Prozent. Die letzten Bruchteile werden bis etwa 2140 ausgegeben. |
| Kurs | Das Halving lässt den Kurs steigen. | Bisher folgte ein Anstieg, aber die Stichprobe ist klein und das Ereignis seit Jahren bekannt. |

Ein Punkt verdient eigene Erwähnung: Der Abstand zwischen zwei Halvings war bisher immer etwas kürzer als vier Jahre, weil die Blöcke im Schnitt etwas schneller als zehn Minuten kamen. Das erste Halving kam im November 2012, das vierte im April 2024, das ist eine Verschiebung um über ein halbes Jahr in drei Zyklen. Wenn die Rechenleistung bis 2028 weiter wächst, setzt sich dieser Trend fort, und das Halving rutscht eher in Richtung Anfang April oder Ende März als in Richtung Mai.

## Was du bis April 2028 im Auge behalten solltest

**Checkliste für die Zeit bis zum Halving**

1. Blockhöhe und Blockzeit: Ein Blick auf einen Block-Explorer oder die Halving-Seite unter Marktdaten bei Blockblatt zeigt, ob sich die Schätzung nach vorn oder hinten verschiebt.
2. Hashrate und Difficulty: Wachsen beide weiter schnell, rückt das Datum nach vorn. Stagnieren sie oder sinken, rückt es nach hinten.
3. Hashprice: Liegt er kurz vor dem Halving deutlich unter 40 Dollar pro PH/s und Tag, wird die Lage für viele Miner nach dem Halving eng.
4. Gebührenanteil: Ein steigender Anteil der Gebühren an den Blockbelohnungen ist das wichtigste Signal dafür, dass das Sicherheitsbudget nach dem Halving trägt.
5. Miner-Aktien und Reserven: Verkaufen börsennotierte Miner vor dem Halving große Teile ihrer Bitcoin-Reserven, ist das ein Zeichen, dass sie Liquidität für die Zeit danach brauchen.
6. Eigene Strategie: Leg vorher fest, ob du das Halving überhaupt zum Anlass für Käufe oder Verkäufe nehmen willst. Wer erst am Tag selbst entscheidet, handelt meist nach Schlagzeilen.

Wenn du nur eine Sache aus diesem Text mitnimmst, dann diese: Die einzig verlässliche Angabe zum Halving 2028 ist die Blockhöhe 1.050.000. Jedes Datum ist eine Hochrechnung mit Verfallsdatum. Stand 27. Oktober 2026 zeigt diese Hochrechnung auf die erste Aprilhälfte 2028, mit Luft nach beiden Seiten. Wer Termine plant, etwa als Miner für Wartungsfenster oder als Anleger für eigene Entscheidungen, sollte mit der Spanne planen und die Schätzung alle paar Wochen aktualisieren.

## Häufige Fragen zum Bitcoin-Halving 2028

### Wann ist das Bitcoin-Halving 2028 genau?

Das Halving tritt bei Block 1.050.000 ein. Ein festes Datum gibt es nicht. Ausgehend von Block 973.470 am 27. Oktober 2026 und der seit April 2024 gemessenen Blockzeit von rund 9,93 Minuten ergibt sich etwa der 7. April 2028; mit genau zehn Minuten pro Block etwa der 10. April 2028. Realistisch ist eine Spanne von Ende März bis Ende April 2028.

### Warum nennen verschiedene Seiten verschiedene Daten?

Weil sie mit unterschiedlichen Annahmen rechnen: manche mit zehn Minuten pro Block, manche mit dem Durchschnitt der letzten zwei Wochen, manche mit dem Durchschnitt seit dem letzten Halving. Dazu kommt, dass jede Seite einen anderen Stichtag für die Blockhöhe hat. Ein Zehntel Minute Unterschied in der Blockzeit verschiebt das Datum um rund fünf Tage.

### Wie hoch ist die Blockbelohnung nach dem Halving 2028?

Die Subvention sinkt von 3,125 auf 1,5625 Bitcoin pro Block. Dazu kommen wie bisher die Transaktionsgebühren der Transaktionen im Block, die vom Halving nicht betroffen sind.

### Wie viele Bitcoin entstehen nach dem Halving pro Tag?

Bei rund 144 Blöcken pro Tag sind es etwa 225 neue Bitcoin pro Tag statt bisher etwa 450. Aufs Jahr gerechnet sinkt die Neuemission von rund 164.000 auf rund 82.000 Bitcoin.

### Wie viele Bitcoin sind nach dem Halving 2028 schon geschürft?

Bis Block 1.050.000 sind genau 20.343.750 Bitcoin ausgegeben, knapp 96,9 Prozent der Höchstmenge von 21 Millionen. Der Rest wird in immer kleineren Schritten bis etwa zum Jahr 2140 ausgegeben.

### Muss ich als Bitcoin-Besitzer vor dem Halving etwas tun?

Nein. Das Halving ändert nur, wie viele neue Bitcoin Miner pro Block erhalten. Deine Bitcoin, deine Wallet und deine Adressen bleiben unberührt. Nachrichten, die dich auffordern, Coins wegen des Halvings zu verschieben oder zu bestätigen, sind Betrugsversuche.

### Was bedeutet das Halving für Miner?

Ihre Einnahmen aus der Subvention halbieren sich, die Kosten bleiben gleich. Weil Gebühren im Herbst 2026 weniger als ein Prozent der Blockbelohnungen ausmachen, würde sich der Hashprice von zuletzt rund 40 Dollar pro PH/s und Tag bei sonst gleichen Bedingungen auf etwa 20 Dollar halbieren. Miner mit teurem Strom oder alten Maschinen geraten dann in die Verlustzone.

### Steigt der Bitcoin-Kurs nach dem Halving?

Nach allen vier bisherigen Halvings stieg der Kurs in den folgenden Monaten deutlich. Das ist aber eine kleine Stichprobe, andere Faktoren wirkten jeweils mit, und das Halving ist seit Jahren bekannt. Der Effekt auf das Angebot ist 2028 zudem viel kleiner als bei früheren Halvings. Eine Garantie gibt es nicht.

### Kann das Halving verschoben oder abgesagt werden?

Nur durch eine Änderung der Konsensregeln, die praktisch alle Knoten im Netzwerk mittragen müssten. Eine solche Änderung ist nicht in Sicht und würde dem Kern des Versprechens einer festen Höchstmenge widersprechen.

### Wann ist das Halving danach?

Das sechste Halving folgt bei Block 1.260.000, also 210.000 Blöcke später. Bei einer Blockzeit von knapp zehn Minuten fällt es ins Jahr 2032. Die Subvention sinkt dann auf 0,78125 Bitcoin pro Block.

## Quellen

- [Coinglass: Bitcoin Blockchain Block Height (Tagesserie)](https://www.coinglass.com/pro/onchain/bitcoin-blockchain-block-height)
- [Hashrate Index Roundup (21. September 2026)](https://hashrateindex.com/blog/hashrate-index-roundup-september-21-2026/)
- [Bitref: Bitcoin Halving 2028 Countdown](https://bitref.com/halving/)
- [CoinWarz: Bitcoin Halving](https://www.coinwarz.com/mining/bitcoin/halving)
- [Blockstream Glossary: Block Height](https://glossary.blockstream.com/block-height)
- [Crypto Briefing: Bitcoin halving progresses to 57%](https://cryptobriefing.com/bitcoin-halving-57-percent-progress-2028/)

---

Keine Anlageberatung. Kryptowerte sind hochvolatil; ein Totalverlust ist möglich.

Veröffentlicht von Blockblatt. Originalfassung: https://blockblatt.com/ratgeber/bitcoin-halving-2028-datum
