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title: "Smartbroker+ Krypto: 0,9 % Gebühr, echte Coins bei Tangany oder doch ETPs? Der Klartext-Check 2026"
description: "Bei Smartbroker+ kaufst du echte Coins, die Tangany verwahrt. Der Ratgeber zeigt nach Preisverzeichnis und Vertragsbedingungen, was ein Kauf kostet, warum es nur Market-Orders gibt, was eine Auszahlung auf die eigene Wallet kostet, wer haftet und wann ein Krypto-ETP im selben Depot günstiger ist."
author: "Blockblatt Redaktion"
published: "2026-11-06T13:07:13.112Z"
updated: "2026-11-06T13:07:13.158Z"
category: "Ratgeber"
language: "de"
content_type: "editorial"
canonical: "https://blockblatt.com/ratgeber/smartbroker-krypto"
tags: ["Smartbroker+", "Krypto", "Tangany", "Baader Bank", "Gebühren", "Wallet", "Krypto-ETP"]
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# Smartbroker+ Krypto: 0,9 % Gebühr, echte Coins bei Tangany oder doch ETPs? Der Klartext-Check 2026

> Redaktioneller Inhalt von Blockblatt.

Bei Smartbroker+ kaufst du echte Coins, die Tangany verwahrt. Der Ratgeber zeigt nach Preisverzeichnis und Vertragsbedingungen, was ein Kauf kostet, warum es nur Market-Orders gibt, was eine Auszahlung auf die eigene Wallet kostet, wer haftet und wann ein Krypto-ETP im selben Depot günstiger ist.

Smartbroker Krypto heißt seit dem Neustart als Smartbroker+: Du kaufst echte Coins, keine Zertifikate, und sie liegen in einer Krypto-Wallet bei der Tangany GmbH in München, die als Verwahrer dein direkter Vertragspartner ist. Laut dem Preis- und Leistungsverzeichnis Krypto zahlst du 0,90 Prozent Auf- oder Abschlag auf den am Handelsplatz gehandelten Kurs, zuzüglich des Aufschlags des Handelsplatzes selbst, und unter 500 Euro Ordervolumen einen Mindermengenzuschlag von 1 Euro. Aufträge leitet Smartbroker an die Baader Bank weiter, möglich sind nur Market-Orders. Eine Auszahlung auf eine eigene Wallet ist nach dem Preisverzeichnis von Tangany möglich und kostet 2 Prozent des Volumens, mindestens 1 und höchstens 100 Euro, plus Netzwerkgebühr. Einzahlungen von außen unterstützt die Plattform nicht.

Dieser Check stützt sich auf die Besonderen Vertragsbedingungen Krypto von Smartbroker mit Preis- und Leistungsverzeichnis, Stand Januar 2025, und auf das Preis- und Leistungsverzeichnis von Tangany, gültig ab Februar 2025, beide auf der Smartbroker-Website veröffentlicht. Er erklärt, wer im Dreieck aus Smartbroker, Baader und Tangany wofür zuständig ist, rechnet die Kosten für typische Beträge durch, vergleicht mit Krypto-ETPs im selben Depot und zeigt, worauf du bei Auszahlung, Steuer und Kündigung achten musst. Stand: November 2026; prüfe vor dem Handel, ob es neuere Fassungen gibt. Keine Anlageberatung.

**Smartbroker+ Krypto nach Preisverzeichnis**

- **Produkt:** Echte Kryptowerte in einer Wallet bei Tangany
- **Aufschlag Smartbroker:** 0,90 % auf den Handelsplatzkurs, zzgl. Aufschlag des Handelsplatzes
- **Mindermengenzuschlag:** 1,00 € für Orders unter 500 €
- **Systemgebühr:** 0,00 € pro Monat
- **Mindest- und Maximalorder:** 0,01 € bis 100.000 €
- **Ordertyp:** Nur Market-Orders, keine Limits
- **Ausführung:** Über die Baader Bank als Kommissionärin
- **Verwahrung:** Kostenlos, solange der Plattformvertrag besteht
- **Auszahlung auf eigene Wallet:** 2 % des Volumens, min. 1 €, max. 100 €, plus Netzwerkgebühr
- **Einzahlung von externer Wallet:** Von der Plattform nicht unterstützt
- **Steuerabzug:** Keiner, Smartbroker führt auf Krypto keine Steuern ab

## Wer ist wer: Smartbroker, Baader Bank und Tangany

Beim Krypto-Handel über Smartbroker+ arbeiten drei Unternehmen zusammen, und das hat Folgen für dich. Die Smartbroker AG nimmt deine Aufträge entgegen und leitet sie an die Baader Bank in Unterschleißheim weiter. Baader führt sie als Kommissionärin an einem Handelsplatz aus, der sich aus Baaders Ausführungsgrundsätzen ergibt. Die gekauften Coins verwahrt die Tangany GmbH, ein Kryptoverwahrer mit Sitz in München. Laut den Vertragsbedingungen ist Tangany dein unmittelbarer Vertragspartner für die Verwahrung, nicht Smartbroker und nicht Baader. Du schließt bei der Kontoeröffnung also drei Verträge ab.

Die Vertragsbedingungen sind dabei deutlich. Smartbroker schreibt, dass es die Bonität von Tangany weder geprüft hat noch laufend überwacht, dass Tangany außerhalb seines Verantwortungsbereichs liegt und dass Smartbroker insbesondere nicht für einen Verlust der Kryptowerte, eine Insolvenz oder operative Fehler von Tangany haftet. Ansprüche aus der Verwahrung musst du direkt gegenüber Tangany geltend machen. Smartbroker ist nicht einmal verpflichtet, dir Auskunft über deinen Bestand zu geben, weil es nicht der Verwahrer ist. Das ist bei solchen Kooperationsmodellen üblich, sollte dir aber bewusst sein.

Was passiert, wenn die Zusammenarbeit endet? Smartbroker darf nach den Bedingungen die Annahme von Aufträgen aussetzen oder einstellen, wenn die Abwicklung über Baader oder Tangany nicht oder nur zu unzumutbaren Bedingungen möglich ist, etwa bei einer Insolvenz von Tangany oder aufsichtsrechtlichen Einschränkungen. Dann kann es passieren, dass du bereits gekaufte Coins nicht mehr über Smartbroker verkaufen kannst und dich direkt an Tangany wenden musst. Endet dein Vertrag mit der Plattform, gilt bei Tangany das Allgemeine Preis- und Leistungsverzeichnis, und dort kostet die Verwahrung 0,36 Prozent pro Jahr, mindestens 120 Euro. Wer Coins bei einer Kündigung dort liegen lässt, zahlt also plötzlich Verwahrgebühren.

## Wie sicher sind die Coins bei Tangany?

Tangany ist ein auf Kryptoverwahrung spezialisiertes Unternehmen aus München, das mit Banken und Brokern zusammenarbeitet; neben Smartbroker+ nutzen weitere deutsche Anbieter seine Infrastruktur. Die Verwahrbedingungen, die Smartbroker+ veröffentlicht, sind als Bedingungen nach der europäischen Kryptomarktverordnung MiCAR bezeichnet. Nach der MiCAR müssen Verwahrer die Kryptowerte ihrer Kunden getrennt vom eigenen Vermögen halten und Regeln für Sicherheit und Eigenmittel einhalten. Im Insolvenzfall sollen die Kundenwerte deshalb nicht in die Insolvenzmasse fallen. Eine Einlagensicherung wie bei einem Girokonto gibt es für Kryptowerte aber nicht. Die Coins liegen nach den Bedingungen in einer Omnibus-Wallet, also gemeinsam mit den Coins anderer Kunden, und dein Anteil wird in den Büchern von Tangany geführt. Das ist branchenüblich, bedeutet aber, dass du keine eigene Blockchain-Adresse mit deinem Bestand hast, die du selbst prüfen könntest.

## Was ein Kauf bei Smartbroker+ kostet

Die Vergütung von Smartbroker ist ein Preisaufschlag beim Kauf und ein Preisabschlag beim Verkauf von 0,90 Prozent. Laut Vertragsbedingungen ist dieser Aufschlag noch nicht im vom Handelsplatz ausgewiesenen Kurs enthalten. Im Handelsplatzkurs steckt bereits eine eigene Marge des Handelsplatzes. Aus den 0,90 Prozent vergütet Smartbroker die Baader Bank mit 0,25 Prozent vom Netto-Kurswert und 0,50 Euro vom Mindermengenzuschlag. Für dich zählt die Summe: 0,90 Prozent plus Handelsplatz-Spread, bei Orders unter 500 Euro zusätzlich 1 Euro. Testportale, die pauschal von 0,9 Prozent Gesamtkosten sprechen, lassen den Handelsplatz-Spread weg.

**Kosten eines Kaufs, Handelsplatz-Spread als Annahme**

|  | Aufschlag 0,90 % | Mindermengenzuschlag | Mit 0,2 % Handelsplatz-Spread |
|---|---|---|---|
| 50 € | 0,45 € | 1,00 € | ca. 1,55 € (3,1 %) |
| 250 € | 2,25 € | 1,00 € | ca. 3,75 € (1,5 %) |
| 499 € | 4,49 € | 1,00 € | ca. 6,49 € (1,3 %) |
| 500 € | 4,50 € | 0,00 € | ca. 5,50 € (1,1 %) |
| 2.000 € | 18,00 € | 0,00 € | ca. 22,00 € (1,1 %) |
| 10.000 € | 90,00 € | 0,00 € | ca. 110,00 € (1,1 %) |

Die Spalte mit dem Handelsplatz-Spread ist eine Annahme, weil Smartbroker seine Höhe nicht als festen Wert ausweist. Sie schwankt mit Coin, Uhrzeit und Marktlage. Klar ist die Schwelle bei 500 Euro: Eine Order über 499 Euro kostet einen Euro mehr als eine über 500 Euro. Wer ohnehin knapp darunter liegt, rundet besser auf. Für den kompletten Hin- und Rückweg verdoppeln sich die Kosten ungefähr. Bei 2.000 Euro und den Annahmen der Tabelle zahlst du für Kauf und späteren Verkauf zusammen gut 2 Prozent, der Kurs muss also mehr als 2 Prozent steigen, damit du ohne Verlust herauskommst.

## Nur Market-Orders: was das in der Praxis heißt

Die Vertragsbedingungen sind eindeutig: Du kannst nur unlimitierte Aufträge erteilen, sogenannte Market-Orders. Die angezeigten Kurse sind indikativ, ausgeführt wird zum nächsten verfügbaren Kurs am Handelsplatz. Smartbroker weist selbst darauf hin, dass besonders in Zeiten geringer Liquidität ein deutlicher Unterschied zwischen angezeigtem und tatsächlichem Ausführungskurs entstehen kann, im Fachjargon Slippage. Bei Bitcoin zu normalen Zeiten ist das meist ein kleiner Effekt. Bei kleineren Coins, nachts oder während eines Kurssturzes kann er spürbar werden.

Praktische Konsequenzen: Kaufe zu Zeiten mit hohem Handelsvolumen, typischerweise werktags am Nachmittag europäischer Zeit, wenn auch der US-Markt aktiv ist. Meide die Minuten nach großen Nachrichten. Teile sehr große Orders nicht künstlich auf, denn jeder Teil unter 500 Euro kostet den Mindermengenzuschlag, und der prozentuale Aufschlag bleibt gleich. Prüfe nach der Ausführung die Abrechnung, die Smartbroker spätestens am zweiten Werktag in die Postbox stellt. Beanstandungen musst du laut Bedingungen bis zum Ende des folgenden Bankarbeitstags geltend machen, sonst gilt die Ausführung als genehmigt.

## Auszahlung auf die eigene Wallet: möglich, aber nicht billig

Ältere Testberichte und Vergleichsportale widersprechen sich, ob du bei Smartbroker+ Coins auf eine eigene Wallet übertragen kannst. Das Preisverzeichnis von Tangany, gültig ab Februar 2025 und auf der Smartbroker-Website veröffentlicht, nennt für Kunden der Plattform eine Gebühr für Auszahlungen von Kryptowerten auf eine externe Wallet. Damit ist die Auszahlung vorgesehen. Sie kostet 2 Prozent des Transaktionsvolumens je Kryptowert, mindestens 1 Euro und höchstens 100 Euro im Gegenwert, berechnet mit dem Referenzkurs von CoinMarketCap vom Vortag, plus Netzwerkgebühren. Die Gebühr wird vom Bestand des Kryptowerts abgezogen.

**Auszahlungsgebühr bei Tangany nach Preisverzeichnis**

|  | 2 % des Volumens | Nach Mindest- und Höchstwert | Plus |
|---|---|---|---|
| 40 € | 0,80 € | 1,00 € | Netzwerkgebühr |
| 500 € | 10,00 € | 10,00 € | Netzwerkgebühr |
| 2.000 € | 40,00 € | 40,00 € | Netzwerkgebühr |
| 5.000 € | 100,00 € | 100,00 € | Netzwerkgebühr |
| 20.000 € | 400,00 € | 100,00 € (Deckel) | Netzwerkgebühr |

Im Vergleich zu Börsen, die nur die Netzwerkgebühr oder einen kleinen Festbetrag berechnen, sind 2 Prozent hoch. Erst ab 5.000 Euro greift der Deckel von 100 Euro, darüber sinkt der prozentuale Anteil. Wer seine Coins also selbst verwahren will, zahlt bei Smartbroker+ für eine Auszahlung von 2.000 Euro schnell 40 Euro plus Netzwerkgebühr, zusätzlich zu den 0,9 Prozent beim Kauf. Bei Anbietern mit kostenloser Auszahlung kann sich der Umweg lohnen. Wie die Auszahlung und die Wallet-Verifizierung nach der Travel Rule ablaufen, erklärt unser Ratgeber zur Travel Rule und Wallet-Verifizierung.

Umgekehrt geht es nicht: Einzahlungen von Kryptowerten von einer externen Wallet werden laut dem Preisverzeichnis von der Plattform nicht unterstützt. Coins, die du bei einer anderen Börse oder in einer Hardware-Wallet hast, kannst du nicht zu Smartbroker+ übertragen, um sie dort zu verkaufen. Smartbroker+ ist damit eine Einbahnstraße: Euro rein, Coins kaufen, Coins verkaufen oder gegen Gebühr hinaus.

## Echte Coins oder Krypto-ETP im selben Depot?

Smartbroker+ ist in erster Linie ein Wertpapierdepot. Neben echten Coins kannst du dort auch Krypto-ETPs kaufen, börsengehandelte Wertpapiere, die den Kurs von Bitcoin oder Ether abbilden und meist mit Coins hinterlegt sind. Ein Bitcoin-ETP mit einer Kostenquote von 0,1 bis 0,25 Prozent im Jahr, gehandelt über gettex oder Xetra, ist bei größeren Beträgen und normalen Haltedauern oft günstiger als der Kauf echter Coins mit 0,9 Prozent Aufschlag auf jeder Seite. Bei 10.000 Euro und fünf Jahren Haltedauer kostet das ETP mit 0,15 Prozent laufend rund 75 Euro plus Ordergebühren, der Coin-Kauf mit Verkauf rund 200 Euro plus Spread.

**Echte Coins über Smartbroker+ gegen Krypto-ETP im Depot**

|  | Echte Coins | Krypto-ETP |
|---|---|---|
| Kaufkosten | 0,90 % plus Handelsplatz-Spread, ggf. 1 € | Ordergebühr laut Preisverzeichnis plus Börsenspread |
| Laufende Kosten | Keine Verwahrgebühr während des Plattformvertrags | Kostenquote, je nach Produkt 0,05 bis 1,5 % p. a. |
| Handelszeiten | Rund um die Uhr laut Anbieterangaben | Börsenzeiten |
| Ordertypen | Nur Market-Order | Limit, Stop und weitere |
| Auszahlung auf eigene Wallet | Ja, 2 % (1 bis 100 €) plus Netzwerkgebühr | Nein |
| Steuer | Nach einem Jahr steuerfrei, selbst erklären | Meist Abgeltungsteuer, Bank zieht ab |
| Verwahrer | Tangany | Emittent und dessen Verwahrer |

Der Steuerunterschied kann die Kostenrechnung umdrehen. Gewinne aus echten Coins sind nach mehr als einem Jahr Haltedauer in Deutschland nach aktueller Rechtslage steuerfrei. Gewinne aus ETPs werden von Banken meist als Kapitalerträge behandelt und mit Abgeltungsteuer belegt, egal wie lange du hältst; nur bei ETPs mit Lieferanspruch kann nach dem BMF-Schreiben vom März 2025 eine Haltefrist gelten. Wer langfristig hält und einen Kursgewinn erwartet, spart mit echten Coins unter Umständen mehr Steuer, als er an Gebühren mehr zahlt. Mehr dazu steht in unserem Ratgeber Bitcoin-ETP gegen ETF.

## Steuer bei Smartbroker+ Krypto

Laut Vertragsbedingungen ist der Kunde selbst für die Ermittlung und Zahlung aller Steuern auf seine Krypto-Geschäfte verantwortlich, und Smartbroker führt keine Steuern im Hinblick auf Kryptowerte ab. Für dich gilt das übliche deutsche Schema für Coins: Gewinne aus dem Verkauf innerhalb eines Jahres nach dem Kauf sind private Veräußerungsgeschäfte nach Paragraf 23 EStG, steuerpflichtig mit deinem persönlichen Steuersatz, sobald alle solchen Gewinne eines Jahres 1.000 Euro erreichen. Nach mehr als einem Jahr ist der Gewinn steuerfrei. Bei mehreren Käufen gilt FIFO.

Als Unterlagen hast du die Krypto-Abrechnungen in der Postbox und laut Tangany-Preisverzeichnis kostenlose quartalsweise Salden- und Transaktionsübersichten sowie eine Transaktionsübersicht auf Anfrage. Für die Anlage SO brauchst du pro Verkauf Kaufdatum, Kaufpreis, Verkaufsdatum und Erlös. Die Gebühr für eine Auszahlung auf eine eigene Wallet wird vom Coin-Bestand abgezogen; steuerlich kann das als kleine Veräußerung der abgezogenen Coins gelten. Bei großen Auszahlungen solltest du das mit deiner Steuersoftware oder Beratung klären. Wie die Anlage SO Schritt für Schritt ausgefüllt wird, beschreibt unser Ratgeber zur Anlage SO für Krypto.

## Für wen sich Smartbroker+ Krypto eignet

Sinnvoll ist das Angebot für Smartbroker-Kunden, die neben ihrem Depot ein paar echte Coins halten und die steuerfreie Haltefrist nutzen wollen, ohne eine zweite App zu eröffnen, und die Orders ab 500 Euro aufgeben. Weniger geeignet ist es für Sparer mit kleinen Beträgen, weil der Mindermengenzuschlag unter 500 Euro stark ins Gewicht fällt, für aktive Händler, die Limit-Orders brauchen, und für alle, die ihre Coins regelmäßig auf eine eigene Wallet übertragen wollen. Wer Coins von anderen Plattformen zusammenführen möchte, kann das bei Smartbroker+ nicht, weil Einzahlungen nicht unterstützt werden.

## Kündigung: erst verkaufen oder auszahlen

Du kannst die Krypto-Vereinbarung mit Smartbroker jederzeit ohne Frist kündigen; die Kündigung gilt laut Bedingungen zugleich für die Verträge mit Tangany und Baader. Smartbroker selbst kann mit vier Wochen Frist kündigen. Wichtig ist die Reihenfolge. Verkaufe die Coins vorher oder zahle sie auf deine Wallet aus. Endet der Plattformvertrag und bleiben Coins bei Tangany, gilt das Allgemeine Preis- und Leistungsverzeichnis von Tangany mit 0,36 Prozent Verwahrgebühr pro Jahr, mindestens 120 Euro. Bei einem Restbestand von 300 Euro würden die Mindestgebühren den Bestand in gut zwei Jahren aufzehren. Lade außerdem alle Abrechnungen und Transaktionsübersichten herunter, bevor der Zugang endet.

## Krypto-Wallet bei Smartbroker+ eröffnen

**Von der Freischaltung zum ersten Kauf**

1. Smartbroker+-Depot eröffnen oder im bestehenden Konto anmelden. Krypto ist eine Zusatzfunktion des Depots.
2. Im Bereich Krypto die Eröffnung der Krypto-Wallet starten. Dabei schließt du die Besonderen Vertragsbedingungen Krypto mit Smartbroker, den Vertrag mit der Baader Bank und den Verwahrvertrag mit Tangany ab.
3. Risikohinweise lesen und bestätigen. Smartbroker richtet das Angebot laut Bedingungen ausschließlich an gut informierte und erfahrene Anleger mit hoher Risikobereitschaft.
4. Preis- und Leistungsverzeichnis Krypto von Smartbroker und das Preisverzeichnis von Tangany als PDF speichern. So weißt du später, welche Konditionen bei deinem Kauf galten.
5. Guthaben auf dem Verrechnungskonto sicherstellen. Kaufaufträge können laut Bedingungen abgelehnt werden, wenn das Guthaben einschließlich aller Kosten nicht reicht.
6. Coin auswählen, Betrag eingeben und den indikativen Kurs prüfen. Bei Beträgen knapp unter 500 Euro auf 500 Euro aufrunden, um den Mindermengenzuschlag zu sparen.
7. Market-Order abschicken und Ausführungsanzeige unter Aktivitäten prüfen.
8. Abrechnung aus der Postbox herunterladen und für die Steuer ablegen.

## Drei Szenarien durchgerechnet

Szenario eins, der kleine Sparer: Du kaufst zwölfmal im Jahr für je 100 Euro Bitcoin per Einzelorder. Pro Kauf zahlst du 0,90 Euro Aufschlag, 1 Euro Mindermengenzuschlag und den Handelsplatz-Spread, bei 0,2 Prozent also 20 Cent. Zusammen 2,10 Euro je Kauf, 25,20 Euro im Jahr auf 1.200 Euro Einsatz, also 2,1 Prozent. Hättest du stattdessen zweimal im Jahr für je 600 Euro gekauft, wären es zweimal 6,60 Euro, zusammen 13,20 Euro oder 1,1 Prozent. Die Zahlen zeigen, warum sich bei Smartbroker+ seltene größere Käufe lohnen, wenn es keinen Sparplan ohne Mindermengenzuschlag gibt.

Szenario zwei, der Langfrist-Anleger: Du kaufst einmalig für 5.000 Euro Bitcoin, hältst drei Jahre und verkaufst dann für 8.000 Euro. Kaufkosten bei 0,9 plus 0,2 Prozent rund 55 Euro, Verkaufskosten rund 88 Euro, zusammen 143 Euro. Der Gewinn ist nach mehr als einem Jahr Haltedauer steuerfrei. Mit einem Bitcoin-ETP zu 0,15 Prozent Kostenquote hättest du über drei Jahre laufende Kosten von grob 25 bis 30 Euro gezahlt, plus Ordergebühren, aber auf den Gewinn von rund 3.000 Euro meist Abgeltungsteuer von über 700 Euro, sofern dein Sparerpauschbetrag schon ausgeschöpft ist. In diesem Szenario sind echte Coins trotz höherer Handelskosten deutlich günstiger.

Szenario drei, der Selbstverwahrer: Du kaufst für 3.000 Euro Bitcoin und zahlst ihn direkt auf deine Hardware-Wallet aus. Kauf rund 33 Euro, Auszahlung 2 Prozent, also 60 Euro, plus Netzwerkgebühr. Zusammen über 90 Euro oder gut 3 Prozent, bevor du überhaupt etwas verkauft hast. Bei einer Börse, die nur die Netzwerkgebühr berechnet, wären es bei ähnlichen Handelskosten rund 35 bis 40 Euro. Für Selbstverwahrer ist Smartbroker+ deshalb eher der teure Weg. Eine Übersicht, welche Anbieter wie viel für die Auszahlung auf eine Hardware-Wallet verlangen, bietet unser Ratgeber zu den Gebühren für die Übertragung auf eine Hardware-Wallet.

## Typische Fehler bei Smartbroker+ Krypto

Erstens: Die 0,9 Prozent für die Gesamtkosten halten und den Handelsplatz-Spread übersehen. Zweitens: Viele kleine Orders unter 500 Euro aufgeben und so den Mindermengenzuschlag mehrfach zahlen. Drittens: In hektischen Marktphasen eine Market-Order abschicken und von der Slippage überrascht werden. Viertens: Annehmen, man könne Coins von einer anderen Börse zu Smartbroker+ schicken; das wird nicht unterstützt, und Coins, die du trotzdem an eine Adresse sendest, könnten im schlimmsten Fall verloren sein oder nur mit Aufwand zurückkommen.

Fünftens: Die Kündigungsfolgen übersehen und Coins nach dem Ende des Plattformvertrags bei Tangany liegen lassen, wo dann Verwahrgebühren von mindestens 120 Euro im Jahr anfallen. Sechstens: Gewinne nicht erklären, weil man glaubt, Smartbroker als Wertpapierbroker ziehe die Steuer ab. Siebtens: Die Abrechnung nicht innerhalb der kurzen Beanstandungsfrist prüfen. Achtens: Die Auszahlungsgebühr bei der Planung vergessen, wenn man später auf eine eigene Wallet umziehen will.

## Häufige Fragen zu Smartbroker+ Krypto

### Kaufe ich bei Smartbroker+ echte Coins?

Ja. Die Kryptowerte liegen in einer Krypto-Wallet bei der Tangany GmbH, mit der du einen eigenen Verwahrvertrag schließt. Daneben kannst du im Depot auch Krypto-ETPs als Wertpapiere kaufen.

### Was kostet ein Krypto-Kauf bei Smartbroker+?

0,90 Prozent Aufschlag auf den Handelsplatzkurs plus den Aufschlag des Handelsplatzes selbst. Bei Orders unter 500 Euro kommt ein Mindermengenzuschlag von 1 Euro dazu. Eine monatliche Systemgebühr gibt es nicht.

### Kann ich bei Smartbroker+ Limit-Orders für Krypto setzen?

Nein. Laut Vertragsbedingungen sind nur unlimitierte Market-Orders möglich, die zum nächsten verfügbaren Kurs ausgeführt werden.

### Kann ich Coins auf meine eigene Wallet auszahlen?

Nach dem Tangany-Preisverzeichnis ja, gegen 2 Prozent des Volumens, mindestens 1 und höchstens 100 Euro, plus Netzwerkgebühr. Prüfe in der App, für welche Coins das freigeschaltet ist.

### Kann ich Coins von einer anderen Börse einzahlen?

Nein. Einzahlungen von externen Wallets werden von der Plattform laut Preisverzeichnis nicht unterstützt.

### Wer haftet, wenn bei Tangany etwas schiefgeht?

Tangany als Verwahrer. Smartbroker schließt in den Vertragsbedingungen die Haftung für Verluste, Insolvenz und Fehler von Tangany aus. Ansprüche machst du direkt gegenüber Tangany geltend.

### Zieht Smartbroker+ Steuern auf Krypto ab?

Nein. Du erklärst Gewinne aus Coins selbst in der Anlage SO. Nach mehr als einem Jahr Haltedauer sind sie nach aktueller Rechtslage steuerfrei.

### Kostet die Verwahrung etwas?

Solange der Vertrag mit der Plattform besteht, ist sie kostenlos. Endet er, gilt das allgemeine Preisverzeichnis von Tangany mit 0,36 Prozent pro Jahr, mindestens 120 Euro.

### Ist ein Krypto-ETP bei Smartbroker+ günstiger?

Bei den reinen Kosten oft ja, besonders bei größeren Beträgen. Dafür gilt bei ETPs meist keine steuerfreie Haltefrist, und du kannst die Coins nicht selbst verwahren.

Unterm Strich ist Smartbroker+ Krypto ein ehrlich dokumentiertes, aber nicht besonders günstiges Angebot: echte Coins bei Tangany, 0,9 Prozent plus Handelsplatz-Spread, nur Market-Orders und eine Auszahlung mit 2 Prozent Gebühr. Wer ab 500 Euro kauft und lange hält, bekommt solide Konditionen mit Steuervorteil gegenüber ETPs. Wer kleine Beträge spart oder Coins selbst verwahren will, findet anderswo günstigere Wege. Dieser Check ist keine Anlageberatung. Lies vor der Eröffnung die Vertragsbedingungen und beide Preisverzeichnisse selbst; sie sind kurz, verständlich und beantworten die meisten Fragen, die Vergleichsportale widersprüchlich beantworten.

## Quellen

- [Smartbroker+: Besondere Vertragsbedingungen Krypto mit Preis- und Leistungsverzeichnis (Stand Januar 2025)](https://content-hub.smartbrokerplus.de/api/sb-media/241219_Besondere_Vertragsbedigungen_Krypto_PLV_Krypto_d48df8777f.pdf)
- [Tangany: AGB und Preis- und Leistungsverzeichnis (gültig ab Februar 2025)](https://content-hub.smartbrokerplus.de/api/sb-media/20241115_Mi_CAR_Tangany_AGB_final_1_6714c2b8d0.pdf)
- [broker-test.at: Smartbroker startet Kryptohandel](https://www.broker-test.at/news/smartbroker-startet-kryptohandel-mit-niedrigen-kosten-und-hoher-transparenz/)
- [basicthinking: Smartbroker Plus Kryptowährungen](https://www.basicthinking.de/blog/2024/10/09/smartbroker-plus-kryptowaehrungen/)
- [cryptoticker: Smartbroker+ vs Trade Republic](https://cryptoticker.io/de/vergleich/smartbroker-plus-vs-trade-republic/)
- [Gesetze im Internet: § 23 EStG](https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__23.html)

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Keine Anlageberatung. Kryptowerte sind hochvolatil; ein Totalverlust ist möglich.

Veröffentlicht von Blockblatt. Originalfassung: https://blockblatt.com/ratgeber/smartbroker-krypto
