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title: "Wie viele Bitcoin gibt es? 21-Millionen-Grenze, Umlauf über 20 Millionen, verlorene Coins und der letzte Block"
description: "Im November 2026 sind rund 20,1 Millionen Bitcoin geschürft, mehr als 95 Prozent der Höchstmenge von knapp 21 Millionen. Wir erklären, wie die Grenze im Code steckt, wie viele Coins als verloren gelten, wer die größten Bestände hält und warum der letzte Bitcoin erst um 2140 entsteht."
author: "Blockblatt Redaktion"
published: "2026-11-04T21:10:57.176Z"
updated: "2026-11-04T21:10:57.225Z"
category: "Ratgeber"
language: "de"
content_type: "editorial"
canonical: "https://blockblatt.com/ratgeber/wie-viele-bitcoin-gibt-es"
tags: ["Bitcoin", "Bitcoin-Menge", "21 Millionen", "Halving", "Mining", "Grundlagen"]
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# Wie viele Bitcoin gibt es? 21-Millionen-Grenze, Umlauf über 20 Millionen, verlorene Coins und der letzte Block

> Redaktioneller Inhalt von Blockblatt.

Im November 2026 sind rund 20,1 Millionen Bitcoin geschürft, mehr als 95 Prozent der Höchstmenge von knapp 21 Millionen. Wir erklären, wie die Grenze im Code steckt, wie viele Coins als verloren gelten, wer die größten Bestände hält und warum der letzte Bitcoin erst um 2140 entsteht.

Wie viele Bitcoin gibt es? Stand Anfang November 2026 sind rund 20,1 Millionen Bitcoin geschürft und im Umlauf. Die Marke von 20 Millionen hat das Netzwerk im März 2026 mit Block 939.999 überschritten. Mehr als knapp 21 Millionen Bitcoin wird es nie geben, genau sind es höchstens 20.999.999,9769 BTC, weil die Blockbelohnung in Satoshi gerechnet und bei jedem Halving abgerundet wird. Die restlichen rund 900.000 Bitcoin entstehen immer langsamer: derzeit rund 450 pro Tag, ab dem nächsten Halving im Frühjahr 2028 nur noch die Hälfte. Der letzte Bruchteil eines Bitcoin wird nach heutiger Rechnung um das Jahr 2140 geschürft. Wie viele Bitcoin tatsächlich nutzbar sind, ist eine andere Frage: Schätzungen gehen davon aus, dass mehrere Millionen Coins für immer verloren sind. Hier steht, wie die Grenze funktioniert, wie die Zahlen zustande kommen und wie du den aktuellen Umlauf selbst nachprüfst.

**Bitcoin-Menge auf einen Blick (Stand: 1. November 2026)**

- **Geschürfte Bitcoin:** rund 20,1 Millionen, über 95 Prozent der Höchstmenge
- **Höchstmenge:** 20.999.999,9769 BTC, gerundet 21 Millionen
- **Noch zu schürfen:** rund 890.000 BTC
- **20-Millionen-Marke:** März 2026, Block 939.999
- **Aktuelle Blockbelohnung:** 3,125 BTC pro Block seit dem Halving im April 2024
- **Neue Bitcoin pro Tag:** rund 450 BTC bei etwa 144 Blöcken
- **Nächstes Halving:** Block 1.050.000, voraussichtlich Frühjahr 2028, dann 1,5625 BTC
- **Letzter Bitcoin:** voraussichtlich um das Jahr 2140
- **Als verloren geschätzt:** mehrere Millionen BTC, Schätzungen reichen etwa von 2,3 bis 4 Millionen

## Warum es nur 21 Millionen Bitcoin geben kann

Die Grenze steht in keinem Gesetz und hängt an keiner Zentralbank. Sie ergibt sich aus einer einfachen Regel im Code der Bitcoin-Software: Wer einen neuen Block findet, darf sich eine festgelegte Menge neuer Bitcoin gutschreiben, die Blockbelohnung. Diese Belohnung lag 2009 bei 50 BTC und wird alle 210.000 Blöcke halbiert. Weil ein Block im Schnitt alle zehn Minuten entsteht, dauern 210.000 Blöcke ungefähr vier Jahre. Daraus entsteht eine geometrische Reihe: 210.000 mal 50, plus 210.000 mal 25, plus 210.000 mal 12,5 und so weiter. Die Summe dieser Reihe nähert sich 21 Millionen an, ohne sie zu erreichen.

Dass die Höchstmenge knapp unter 21 Millionen liegt, liegt an der kleinsten Einheit. Bitcoin werden intern in Satoshi gerechnet, ein Bitcoin sind 100 Millionen Satoshi. Bei jeder Halbierung wird die Belohnung auf ganze Satoshi abgerundet. Nach 33 Halvings ist die Belohnung kleiner als ein Satoshi und damit null. Wenn man alle Belohnungen bis dahin addiert, kommt man auf 2.099.999.997.690.000 Satoshi, also 20.999.999,9769 BTC. Praktisch ist das egal, rechnerisch erklärt es, warum Blockexplorer nie exakt 21 Millionen anzeigen werden.

Ändern ließe sich die Regel nur, wenn eine überwältigende Mehrheit der Nutzer, Börsen und Miner eine neue Software mit anderen Regeln betreibt. Jeder Knoten im Netzwerk prüft eigenständig, ob ein Block nicht mehr neue Bitcoin erzeugt als erlaubt, und lehnt ihn sonst ab. Ein Miner, der sich mehr gutschreibt, verschwendet also nur Strom. Weil die feste Menge für die meisten Bitcoin-Nutzer der Kern des Systems ist, gilt eine Änderung als politisch praktisch ausgeschlossen. Absolute Garantien gibt es in offener Software nicht, aber die Hürde ist sehr hoch.

## So viele Bitcoin sind heute im Umlauf

Den genauen Umlauf kannst du an jedem Bitcoin-Knoten ablesen, und große Blockexplorer zeigen ihn laufend an. Im März 2026 meldeten Fachmedien wie The Block, dass mit Block 939.999 die Marke von 20 Millionen Bitcoin überschritten wurde. Seitdem kommen pro Tag rund 144 Blöcke mit je 3,125 BTC hinzu, also gut 450 BTC. Rechnet man das bis Anfang November 2026 hoch, liegt der Umlauf bei rund 20,1 Millionen Bitcoin. Unsere Datenseite unter /marktdaten/bitcoin zeigt den aktuellen Stand zusammen mit Blockhöhe, Hashrate und Gebühren.

Wichtig für die Einordnung: Umlauf heißt hier nur, dass diese Bitcoin geschürft wurden und einer Adresse gehören. Ob jemand sie noch ausgeben kann, ist damit nicht gesagt. Datenanbieter verwenden deshalb unterschiedliche Begriffe. Die Gesamtmenge ist alles, was je geschürft wurde. Der Umlauf, englisch circulating supply, ist bei Bitcoin praktisch dieselbe Zahl, weil es keine gesperrten Team- oder Stiftungsreserven gibt, wie bei vielen anderen Kryptowährungen. Der liquide Umlauf, den einige Analysehäuser schätzen, zieht verlorene und sehr lange unbewegte Coins ab und landet entsprechend niedriger.

**Bitcoin-Ausgabe nach Halving-Epochen**

|  | Zeitraum | Belohnung pro Block | Neue BTC in der Epoche | Menge am Ende der Epoche |
|---|---|---|---|---|
| Epoche 1 | 2009 bis November 2012 | 50 BTC | 10.500.000 | 10.500.000 |
| Epoche 2 | 2012 bis Juli 2016 | 25 BTC | 5.250.000 | 15.750.000 |
| Epoche 3 | 2016 bis Mai 2020 | 12,5 BTC | 2.625.000 | 18.375.000 |
| Epoche 4 | 2020 bis April 2024 | 6,25 BTC | 1.312.500 | 19.687.500 |
| Epoche 5 (aktuell) | April 2024 bis etwa 2028 | 3,125 BTC | 656.250 | 20.343.750 |
| Epoche 6 | etwa 2028 bis 2032 | 1,5625 BTC | 328.125 | 20.671.875 |
| Epoche 7 | etwa 2032 bis 2036 | 0,78125 BTC | 164.062,5 | 20.835.937,5 |

Die Tabelle zeigt, wie stark die Ausgabe am Anfang konzentriert war. In den ersten knapp vier Jahren entstand die Hälfte aller Bitcoin, die es je geben wird. Nach der vierten Epoche waren schon knapp 94 Prozent geschürft. Die aktuelle fünfte Epoche fügt nur noch gut drei Prozent der Gesamtmenge hinzu, die sechste rund eineinhalb Prozent. Für den Markt bedeutet das: Das neue Angebot aus dem Mining wird im Verhältnis zum Bestand immer unbedeutender. Die jährliche Inflationsrate von Bitcoin liegt seit dem Halving 2024 bei unter einem Prozent und fällt 2028 auf rund 0,4 Prozent.

## Wann der letzte Bitcoin geschürft wird

Der Zeitpunkt hängt an der Blockzeit, und die ist nur im Schnitt zehn Minuten. Das Netzwerk passt die Schwierigkeit alle 2.016 Blöcke an, damit die Blockzeit trotz schwankender Rechenleistung bei rund zehn Minuten bleibt. In der Praxis waren Blöcke in den vergangenen Jahren oft etwas schneller, weil die Rechenleistung kontinuierlich gestiegen ist und die Anpassung nachläuft. Deshalb kamen die Halvings meist ein paar Wochen vor dem rechnerischen Termin. Die nächste Halbierung bei Block 1.050.000 wird nach heutigen Schätzungen im Frühjahr 2028 erwartet; unsere Seite unter /marktdaten/halving zeigt den laufenden Countdown, und der Ratgeber zum Halving 2028 erklärt die Rechnung im Detail.

Mit 33 Halvings zu je 210.000 Blöcken endet die Ausgabe nach 6.930.000 Blöcken. Bei zehn Minuten pro Block wären das gut 131 Jahre ab 2009, also etwa das Jahr 2140. The Block schrieb zur 20-Millionen-Marke, dass die letzte Million Bitcoin rund 114 Jahre brauchen wird. Sind die Blöcke im Schnitt etwas schneller, verschiebt sich das Ende einige Jahre nach vorn. Für niemanden, der heute lebt, ist dieser Termin praktisch relevant, für das Verständnis aber schon: Nach dem letzten Halving finanzieren sich Miner nur noch über die Transaktionsgebühren.

Was passiert danach? Das Netzwerk läuft weiter wie bisher, nur ohne neue Coins. Miner erhalten dann ausschließlich die Gebühren, die Nutzer für ihre Transaktionen zahlen. Ob diese Gebühren ausreichen, um genug Rechenleistung und damit Sicherheit zu finanzieren, ist eine der großen offenen Fragen. Schon heute macht der Gebührenanteil an den Einnahmen der Miner einen schwankenden Teil aus, in ruhigen Phasen wenige Prozent, in Phasen mit hoher Nachfrage nach Blockplatz deutlich mehr. Die Diskussion darüber wird in den kommenden Jahrzehnten mit jedem Halving schärfer.

## Wie viele Bitcoin sind verloren?

Ein Bitcoin ist verloren, wenn niemand mehr den privaten Schlüssel zu seiner Adresse hat. Das passiert häufiger, als man denkt: Festplatten mit Wallets aus den frühen Jahren wurden entsorgt, Seed Phrases nicht aufgeschrieben, Besitzer sind gestorben, ohne Zugangsdaten zu hinterlassen. Die Blockchain kann nicht unterscheiden, ob ein Coin verloren ist oder nur sehr lange gehalten wird. Jede Zahl zu verlorenen Bitcoin ist deshalb eine Schätzung auf Grundlage von Annahmen, meist über Coins, die seit vielen Jahren nicht bewegt wurden.

Das Analysehaus Chainalysis hat 2020 geschätzt, dass rund 3,7 Millionen Bitcoin verloren sein könnten, damals knapp ein Fünftel des Umlaufs. Andere Schätzungen, etwa von Unchained oder Glassnode, kommen je nach Methode auf Werte zwischen gut 2 und rund 4 Millionen. Eine Sonderrolle spielen die Coins, die Satoshi Nakamoto zugeschrieben werden. Die Analyse des Sicherheitsforschers Sergio Lerner zum sogenannten Patoshi-Muster in frühen Blöcken legt nahe, dass Satoshi rund 1,1 Millionen Bitcoin geschürft hat. Diese Coins wurden nie bewegt. Ob sie verloren sind oder bewusst liegen bleiben, weiß niemand.

Einige Bitcoin sind nachweislich unbrauchbar. Die 50 BTC aus dem allerersten Block, dem Genesis-Block, können aus technischen Gründen nie ausgegeben werden. Dazu kommen Coins, die an sogenannte Burn-Adressen geschickt wurden, für die kein Schlüssel existiert, und kleine Mengen, die durch Fehler in frühen Mining-Programmen gar nicht erst beansprucht wurden. Zusammen ist das im Verhältnis wenig. Den Großteil der verlorenen Coins machen vergessene Schlüssel aus.

**Wie viele Bitcoin tatsächlich verfügbar sein könnten (Schätzung, gerundet)**

|  | Menge | Anmerkung |
|---|---|---|
| Geschürft bis November 2026 | rund 20,1 Mio. BTC | Exakt am Blockexplorer ablesbar |
| Satoshi zugeschrieben | rund 1,1 Mio. BTC | Nach Patoshi-Analyse, nie bewegt |
| Als verloren geschätzt (inklusive Satoshi je nach Studie) | etwa 2,3 bis 4 Mio. BTC | Methodenabhängig, keine Gewissheit |
| Grob geschätzt nutzbar | etwa 16 bis 18 Mio. BTC | Ergebnis der Annahmen oben |

## Wer die meisten Bitcoin hält

Die größten bekannten Bestände liegen heute bei Fonds, Unternehmen und Börsen. Die US-Spot-Bitcoin-ETFs hielten nach Branchendaten Anfang Oktober 2026 zusammen rund 1,29 Millionen BTC, den größten Teil davon der iShares Bitcoin Trust von BlackRock mit rund 806.000 BTC. Das Unternehmen Strategy, früher MicroStrategy, meldete Mitte Oktober 2026 einen Bestand von rund 848.000 BTC und ist damit der größte börsennotierte Halter. Zusammen kontrollieren ETFs und Strategy also mehr als ein Zehntel aller jemals geschürften Bitcoin.

Dahinter folgen Kryptobörsen, die Coins ihrer Kunden verwahren, sowie Staaten, die Bitcoin meist aus Beschlagnahmungen halten, darunter die USA. Diese Zahlen sind weniger genau, weil Börsen ihre Adressen nicht immer vollständig offenlegen und staatliche Bestände sich durch Verkäufe und neue Beschlagnahmungen ändern. Für dich als Anleger ist die Verteilung vor allem deshalb interessant, weil sie das frei handelbare Angebot verringert: Was in einem ETF oder einer Unternehmensbilanz liegt, wird selten verkauft. Die täglichen Zu- und Abflüsse der ETFs findest du unter /marktdaten/etf-fluesse.

**Große bekannte Bitcoin-Bestände (gerundet, Herbst 2026)**

|  | Bestand | Anteil an rund 20,1 Mio. BTC | Quelle |
|---|---|---|---|
| US-Spot-Bitcoin-ETFs zusammen | rund 1,29 Mio. BTC | etwa 6,4 Prozent | Branchendaten, Stand 8. Oktober 2026 |
| davon iShares Bitcoin Trust (IBIT) | rund 806.000 BTC | etwa 4 Prozent | Branchendaten |
| Strategy Inc. | rund 848.000 BTC | etwa 4,2 Prozent | Unternehmensmeldungen, Mitte Oktober 2026 |
| Satoshi Nakamoto (geschätzt) | rund 1,1 Mio. BTC | etwa 5,5 Prozent | Patoshi-Analyse |

Eine Einschränkung zu diesen Zahlen: Die Bestände von ETFs und Unternehmen sind gut dokumentiert, weil sie berichtspflichtig sind. Bei Privatpersonen ist das anders. Eine Adresse mit vielen Bitcoin kann einer einzelnen Person gehören, einer Börse mit Millionen Kunden oder einem Verwahrer für einen Fonds. Ranglisten der reichsten Bitcoin-Adressen sagen deshalb wenig darüber, wie konzentriert der Besitz unter Menschen tatsächlich ist. Analysehäuser versuchen, Adressen zu Gruppen zusammenzufassen, und kommen je nach Methode zu unterschiedlichen Ergebnissen. Behandle jede Aussage der Art, ein Prozent besitze neunzig Prozent aller Bitcoin, mit Vorsicht.

## Wie viel ist ein Satoshi, und warum die Menge reicht

Wer zum ersten Mal von 21 Millionen hört, fragt sich oft, wie ein Zahlungsmittel mit so wenigen Einheiten funktionieren soll. Die Antwort ist die Teilbarkeit. Ein Bitcoin lässt sich in 100 Millionen Satoshi teilen. Bei der Höchstmenge sind das gut 2,1 Billiarden Einheiten. Bei einem Bitcoin-Kurs von 90.000 Euro wäre ein Satoshi 0,09 Cent wert. Du musst also nie einen ganzen Bitcoin kaufen: Bei jeder Börse und jedem Broker kannst du Bruchteile erwerben, oft schon ab einem Euro oder weniger, und Sparpläne laufen in Eurobeträgen.

Rechenbeispiel: Wer 100 Euro in Bitcoin anlegt, bekommt bei einem angenommenen Kurs von 90.000 Euro rund 0,00111 BTC, also gut 111.000 Satoshi, abzüglich Gebühren. Wer monatlich 50 Euro anlegt, kommt bei diesem Kurs nach einem Jahr auf rund 0,0067 BTC. Die Kurse schwanken stark, die Zahlen dienen nur zur Veranschaulichung der Größenordnung. Was gute Sparpläne kosten und wo Aufschläge versteckt sind, steht in unserem Vergleich der Bitcoin-Sparplan-Gebühren.

Es gibt außerdem den Vergleich mit der Weltbevölkerung, der oft zitiert wird: Würde man rund 20 Millionen nutzbare Bitcoin auf gut 8 Milliarden Menschen verteilen, käme auf jeden Menschen ein Bruchteil von gut 0,0025 BTC. Wer einen ganzen Bitcoin besitzt, gehört rechnerisch also zu einer kleinen Minderheit. Ob das für den Preis etwas bedeutet, hängt allein von der Nachfrage ab. Knappheit allein macht ein Gut nicht wertvoll; sie wirkt nur, wenn genug Menschen es haben wollen.

## Den Bitcoin-Umlauf selbst nachprüfen

Du musst keiner Webseite glauben. Die Menge lässt sich von jedem nachrechnen, der einen eigenen Bitcoin-Knoten betreibt, und mit etwas Mathematik sogar aus der Blockhöhe allein. Für die meisten reicht ein Blick in einen öffentlichen Blockexplorer. Wenn du es genau wissen willst, kannst du so vorgehen:

**Umlauf in vier Schritten prüfen**

1. Lies in einem Blockexplorer wie mempool.space oder auf unserer Seite /marktdaten/bitcoin die aktuelle Blockhöhe ab, etwa rund 974.000 Anfang November 2026.
2. Rechne die abgeschlossenen Epochen zusammen: Bis Block 840.000, dem Halving im April 2024, sind es genau 19.687.500 BTC.
3. Nimm die Blöcke seit Block 840.000 mal 3,125 BTC. Bei Blockhöhe 974.000 sind das 134.000 Blöcke mal 3,125 gleich 418.750 BTC.
4. Addiere beides: 19.687.500 plus 418.750 ergibt 20.106.250 BTC. Wer mit einem eigenen Knoten den Befehl gettxoutsetinfo nutzt, sieht den exakten Wert, der etwas darunter liegt, weil einige Belohnungen nie beansprucht wurden.

Der kleine Unterschied zwischen der Rechnung und dem Wert aus dem Knoten ist kein Fehler. Einige frühe Miner haben sich weniger als die erlaubte Belohnung gutgeschrieben, die 50 BTC des Genesis-Blocks zählen technisch nicht zur ausgebbaren Menge, und es gab in der Geschichte zwei Fälle doppelter Transaktionskennungen, durch die Belohnungen überschrieben wurden. Zusammen geht es um wenige hundert Bitcoin. Für die Einordnung reicht die Faustformel aus Blockhöhe und Epoche völlig.

## Feste Menge im Vergleich: Euro, Gold und Bitcoin

Die feste Höchstmenge ist der Punkt, an dem sich Bitcoin am deutlichsten von staatlichem Geld unterscheidet. Beim Euro steuert die Europäische Zentralbank die Geldmenge über Leitzinsen und Wertpapierkäufe, und Geschäftsbanken schaffen bei der Kreditvergabe zusätzliches Buchgeld. Es gibt keine Obergrenze, sondern ein Preisstabilitätsziel von zwei Prozent Inflation pro Jahr. Bei Gold gibt es ebenfalls keine feste Grenze, aber das jährliche Fördervolumen ist im Verhältnis zum oberirdischen Bestand klein und steigt nur, wenn sich neue Minen lohnen. Bitcoin geht einen Schritt weiter: Die Ausgabe reagiert überhaupt nicht auf den Preis, sie steht seit 2009 im Voraus fest.

Daraus folgt eine oft übersehene Eigenschaft. Bei Gold führt ein höherer Preis mittelfristig zu mehr Förderung, weil sich teurere Lagerstätten rechnen. Bei Bitcoin führt ein höherer Preis nur dazu, dass mehr Miner um dieselbe Belohnung konkurrieren. Die Schwierigkeit steigt, die Menge bleibt gleich. Für Anleger ist das kein Kursversprechen: Eine feste Menge schützt nicht vor Kursstürzen, und Bitcoin hat in seiner Geschichte mehrfach mehr als 70 Prozent seines Werts verloren, bevor er sich erholte. Die feste Menge beschreibt das Angebot. Über den Preis entscheidet die Nachfrage, und die schwankt stark.

## Was die schrumpfende Ausgabe für Miner bedeutet

Für die Miner ist jede Halbierung ein Einschnitt. Mit dem Halving im April 2024 sanken die täglichen neuen Bitcoin von rund 900 auf rund 450. Bei gleichem Kurs und gleichen Gebühren halbiert sich damit ein großer Teil der Einnahmen über Nacht, während Strom und Hardware gleich viel kosten. Miner mit teurem Strom oder alten Geräten schalten dann ab, bis die Schwierigkeit sinkt oder der Kurs steigt. Bisher hat sich das Netzwerk nach jedem Halving angepasst, die Rechenleistung ist langfristig weiter gewachsen. Viele große Mining-Firmen haben zudem begonnen, ihre Rechenzentren auch für andere Zwecke zu vermieten, etwa für KI-Anwendungen, um weniger von der Blockbelohnung abzuhängen.

## Häufige Missverständnisse zur Bitcoin-Menge

Erstens: Es werden nicht mehr Bitcoin, wenn der Preis steigt. Die Ausgabe hängt allein an der Blockhöhe, nicht an Kurs oder Nachfrage. Steigt die Nachfrage, steigen höchstens Rechenleistung und Schwierigkeit, aber die Belohnung pro Block bleibt gleich. Zweitens: Wrapped Bitcoin, also Token wie WBTC oder cbBTC auf Ethereum und anderen Netzwerken, sind keine zusätzlichen Bitcoin. Sie sind Quittungen für Bitcoin, die ein Verwahrer hält. Wird ein Token ausgegeben, liegen dafür echte Bitcoin in einer Adresse. Drittens: Bitcoin Cash, Bitcoin SV und andere Abspaltungen sind eigene Netzwerke mit eigenen Coins und erhöhen die Bitcoin-Menge nicht.

Viertens: Papier-Bitcoin. Börsen, Broker und ETP-Anbieter können theoretisch Forderungen auf mehr Bitcoin ausgeben, als sie halten, wenn sie nicht vollständig gedeckt sind. Das ändert nichts an der Menge im Netzwerk, aber am Risiko für Kunden. Deshalb sind Nachweise über Reserven, sogenannte Proof of Reserves, und regulierte Verwahrung wichtig. Fünftens: Verlorene Bitcoin kommen nicht zurück. Ein Vorschlag, alte, ungenutzte Coins wieder in Umlauf zu bringen, würde dieselbe Konsenshürde brauchen wie eine Änderung der Höchstmenge und wird in der Community abgelehnt. Diskutiert wird dagegen, ob sehr alte Adresstypen langfristig durch Quantencomputer angreifbar werden könnten.

Wer Bitcoin besitzt, kann seinen eigenen Beitrag zu den verlorenen Coins vermeiden. Die häufigste Ursache ist eine fehlende oder schlecht gesicherte Wiederherstellungsphrase. Wie du die Seed Phrase sicher aufbewahrst und Erben im Ernstfall Zugriff gibst, ohne die Sicherheit zu gefährden, erklärt unser eigener Ratgeber zur Aufbewahrung der Seed Phrase.

## Häufige Fragen: Wie viele Bitcoin gibt es?

### Wie viele Bitcoin gibt es aktuell?

Anfang November 2026 sind rund 20,1 Millionen Bitcoin geschürft. Die Marke von 20 Millionen wurde im März 2026 mit Block 939.999 überschritten. Pro Tag kommen derzeit rund 450 BTC dazu. Den aktuellen Wert zeigen Blockexplorer und unsere Seite /marktdaten/bitcoin.

### Wie viele Bitcoin wird es maximal geben?

Höchstens 20.999.999,9769 BTC, gerundet 21 Millionen. Die Grenze ergibt sich aus der Blockbelohnung, die alle 210.000 Blöcke halbiert wird, und aus der Rundung auf ganze Satoshi.

### Wie viele Bitcoin sind noch nicht geschürft?

Rund 890.000 BTC Stand November 2026. Weil die Belohnung alle vier Jahre halbiert wird, dauert es trotzdem noch über ein Jahrhundert, bis sie vollständig ausgegeben sind.

### Wann wird der letzte Bitcoin geschürft?

Nach heutiger Rechnung um das Jahr 2140, nach 33 Halvings und 6.930.000 Blöcken. Sind Blöcke im Schnitt etwas schneller als zehn Minuten, kann es einige Jahre früher sein.

### Wie viele Bitcoin sind verloren?

Das weiß niemand genau. Chainalysis schätzte 2020 rund 3,7 Millionen BTC, andere Analysen kommen auf 2 bis 4 Millionen. Satoshi Nakamoto werden rund 1,1 Millionen nie bewegte Coins zugeschrieben.

### Kann die Grenze von 21 Millionen geändert werden?

Technisch nur, wenn praktisch das ganze Netzwerk eine neue Software mit anderen Regeln betreibt. Jeder Knoten lehnt Blöcke ab, die mehr Bitcoin erzeugen als erlaubt. Weil die feste Menge für die meisten Nutzer zentral ist, gilt eine Änderung als extrem unwahrscheinlich.

### Wie viele Satoshi hat ein Bitcoin?

100 Millionen. Ein Satoshi ist die kleinste Einheit, 0,00000001 BTC. Du kannst bei Börsen und Brokern Bruchteile kaufen und musst nie einen ganzen Bitcoin erwerben.

### Erhöhen Wrapped Bitcoin die Menge?

Nein. WBTC, cbBTC und ähnliche Token sind durch echte Bitcoin bei einem Verwahrer gedeckt. Sie bilden vorhandene Bitcoin auf einem anderen Netzwerk ab, erzeugen aber keine neuen.

Kurz gesagt: Rund 20,1 Millionen Bitcoin sind geschürft, knapp 21 Millionen wird es höchstens geben, und ein spürbarer Teil davon ist vermutlich für immer verloren. Die Zahl ist nicht das Versprechen einer Firma, sondern eine Regel, die jeder Knoten im Netzwerk selbst durchsetzt und die du an jeder Blockhöhe nachrechnen kannst. Was das für den Kurs bedeutet, beantwortet die Menge allein nicht. Dieser Text erklärt Grundlagen und ist keine Anlageberatung.

## Quellen

- [The Block: Bitcoin's mined supply hits 20 million milestone](https://www.theblock.co/post/392660/bitcoin-mined-supply-hits-20-million-btc)
- [Coin360: 20 millionth bitcoin mined](https://coin360.com/news/bitcoin-20-millionth-coin-mined-supply-milestone)
- [Bitcoin Wiki: Controlled supply](https://en.bitcoin.it/wiki/Controlled_supply)
- [Bitcoin Core Quellcode: GetBlockSubsidy in validation.cpp](https://github.com/bitcoin/bitcoin/blob/master/src/validation.cpp)
- [Chainalysis: Bitcoin's Biggest Hodlers and Lost Coins (2020)](https://www.chainalysis.com/blog/money-supply/)
- [Unchained: Predictable milestones prove Bitcoin reliable](https://www.unchained.com/blog/predictable-milestones-prove-bitcoin-reliable)
- [BitcoinTreasuries: Strategy Inc on pace to hit 1 million bitcoin](https://bitcointreasuries.net/news/strategy-inc-on-pace-to-hit-1-million-bitcoin-this-year)
- [PrimeXBT: Strategy's bitcoin holdings reach 848,517 BTC](https://primexbt.com/news/strategys-bitcoin-holdings-reach-848517-btc-after-122578-added-since-july-2025/)
- [Pluang: BlackRock's IBIT holds 62 percent of spot bitcoin ETF assets](https://pluang.com/en/news-feed/blackrocks-ibit-kuasai-62-persen-bitcoin-spot-etf)

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Keine Anlageberatung. Kryptowerte sind hochvolatil; ein Totalverlust ist möglich.

Veröffentlicht von Blockblatt. Originalfassung: https://blockblatt.com/ratgeber/wie-viele-bitcoin-gibt-es
