---
title: "ZKB Krypto: Bitcoin bei der Zürcher Kantonalbank kaufen – Gebühren, Verwahrung, Steuerwert und Grenzen"
description: "Die Zürcher Kantonalbank bietet seit September 2024 Bitcoin und Ethereum, inzwischen auch Solana und Chainlink, direkt im eBanking an. Wir rechnen Courtage, Depotgebühr und Devisenaufschlag mit echten Tarifen nach, zeigen die Grenzen des Angebots, vergleichen mit PostFinance und erklären den Steuerwert."
author: "Blockblatt Redaktion"
published: "2026-11-06T02:03:02.830Z"
updated: "2026-11-06T02:03:02.859Z"
category: "Ratgeber"
language: "de"
content_type: "editorial"
canonical: "https://blockblatt.com/ratgeber/zkb-krypto"
tags: ["ZKB", "Zürcher Kantonalbank", "Bitcoin kaufen", "Schweiz", "Krypto-Gebühren", "Vermögenssteuer"]
---

# ZKB Krypto: Bitcoin bei der Zürcher Kantonalbank kaufen – Gebühren, Verwahrung, Steuerwert und Grenzen

> Redaktioneller Inhalt von Blockblatt.

Die Zürcher Kantonalbank bietet seit September 2024 Bitcoin und Ethereum, inzwischen auch Solana und Chainlink, direkt im eBanking an. Wir rechnen Courtage, Depotgebühr und Devisenaufschlag mit echten Tarifen nach, zeigen die Grenzen des Angebots, vergleichen mit PostFinance und erklären den Steuerwert.

ZKB Krypto heißt: Du kaufst Bitcoin, Ethereum, Solana oder Chainlink direkt im eBanking oder in der Mobile-Banking-App der Zürcher Kantonalbank, und die Bank verwahrt die Coins für dich im normalen Depot. Seit dem 4. September 2024 ist das möglich, zunächst mit Bitcoin und Ethereum. Die Kosten sind laut Preisübersicht der ZKB ab Oktober 2025 klar geregelt: 1,00 Prozent Courtage über die digitalen Kanäle bis CHF 250'000, mindestens CHF 10 pro Auftrag, und 0,50 Prozent Depotgebühr pro Jahr, mindestens CHF 5 pro Monat, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer auf die Depotgebühr. Weil Käufe immer in US-Dollar abgewickelt werden, kann beim Kauf von einem Franken-Konto zusätzlich ein Devisenaufschlag anfallen. Eine Übertragung der Coins auf eine eigene Wallet ist derzeit nicht möglich, Staking ebenfalls nicht. Hier stehen die Tarife im Detail, eine durchgerechnete Kostenrechnung, der Vergleich mit PostFinance, die Grenzen des Angebots und die Steuerregeln in der Schweiz.

**ZKB Krypto auf einen Blick (Preise ab Oktober 2025)**

- **Kryptowährungen:** Bitcoin, Ethereum, Solana, Chainlink
- **Start:** 4\. September 2024, zunächst Bitcoin und Ethereum
- **Courtage digital:** 1,00 Prozent bis CHF 250'000, 0,75 Prozent darüber, mindestens CHF 10
- **Courtage übrige Kanäle:** 2,00 Prozent bis CHF 250'000, 1,75 Prozent darüber, mindestens CHF 20
- **Depotgebühr Krypto:** 0,50 Prozent pro Jahr, mindestens CHF 5 pro Monat, plus Mehrwertsteuer
- **Handelswährung:** Immer USD; Aufträge in CHF werden umgerechnet
- **Devisenaufschlag (max.):** 1,00 Prozent unter CHF 50'000 Transaktionsvolumen laut Preisübersicht
- **Auslieferung an eigene Wallet:** Derzeit nicht möglich
- **Staking und Zahlungen:** Nicht möglich
- **Voraussetzungen:** Domizil Schweiz, keine US-Person, ZKB-Depot mit Execution-Only-Vertrag

## Was die ZKB beim Kryptohandel anbietet

Die Zürcher Kantonalbank war eine der ersten großen Universalbanken der Schweiz, die Kryptowährungen direkt für Privatkunden anbot. In der Medienmitteilung vom September 2024 kündigte sie Handel und Verwahrung von Bitcoin und Ethereum an, rund um die Uhr über eBanking und Mobile Banking. Die Bank verwahrt die privaten Schlüssel selbst, Kundinnen und Kunden brauchen also keine eigene Wallet. Die Aufträge führt laut Mitteilung die Crypto Finance AG aus, eine Tochter der Deutschen Börse. Die ZKB bietet die Lösung außerdem anderen Banken an; als erste Partnerbank nannte sie die Thurgauer Kantonalbank.

Inzwischen umfasst das Angebot laut der Produktseite vier Kryptowährungen: Bitcoin, Ethereum, Solana und Chainlink. Zu jeder gibt es ein Factsheet der Bank. Die Coins erscheinen im normalen Depot neben Aktien und Fonds. Die Produktseite nennt aber auch klare Grenzen: Eine Ein- oder Auslieferung von Kryptowährungen an externe Wallets ist derzeit nicht möglich, Kryptowährungen können nicht für Zahlungen genutzt werden, und Staking wird nicht angeboten. Eine Beratung findet nicht statt; Kryptowährungen sind nicht Teil von Beratungs- oder Vermögensverwaltungsmandaten, und du brauchst einen Execution-Only-Vertrag.

Das Angebot richtet sich an Kundinnen und Kunden mit Domizil in der Schweiz; US-Personen sind ausgeschlossen. Wer in Deutschland oder Österreich wohnt, kann das Angebot also nicht nutzen. Für Anleger in der Schweiz liegt der Reiz darin, dass sie Kryptowährungen bei ihrer Hausbank kaufen und im selben Depot sehen wie ihre übrigen Anlagen, ohne Konto bei einer Kryptobörse, ohne Wallet und ohne Seed Phrase. Der Preis dafür sind höhere Kosten als bei spezialisierten Anbietern und die fehlende Möglichkeit, die Coins selbst zu verwahren.

## Die Gebühren im Detail

Die ZKB veröffentlicht ihre Preise in der Preisübersicht Anlagegeschäft, gültig ab Oktober 2025. Für Kryptowährungen gibt es einen eigenen Abschnitt. Die Courtage beträgt über die digitalen Kanäle, also eBanking und Mobile Banking, 1,00 Prozent für Transaktionen bis CHF 250'000 und 0,75 Prozent darüber. Die Mindestgebühr liegt bei CHF 10. Erteilst du den Auftrag über einen anderen Kanal, etwa per Telefon, verdoppeln sich die Sätze auf 2,00 und 1,75 Prozent bei einer Mindestgebühr von CHF 20. Die Courtage fällt beim Kauf und beim Verkauf an.

**ZKB-Tarife für Kryptowährungen (Preisübersicht Anlagegeschäft ab Oktober 2025)**

|  | Digitale Kanäle | Übrige Kanäle |
|---|---|---|
| Courtage bis CHF 250'000 | 1,00 Prozent | 2,00 Prozent |
| Courtage über CHF 250'000 | 0,75 Prozent | 1,75 Prozent |
| Mindestcourtage | CHF 10 | CHF 20 |
| Depotgebühr Kryptowährungen | 0,50 Prozent pro Jahr, mind. CHF 5 pro Monat | Gleich |
| Mindestpreis pro Depot | CHF 50 pro Jahr | Gleich |
| Mehrwertsteuer | Auf Depotgebühren für Kunden mit Domizil CH/FL | Gleich |

Die Depotgebühr für Kryptowährungen ist mit 0,50 Prozent pro Jahr höher als für Wertschriften, die im Inland verwahrt werden, für die die ZKB 0,30 Prozent verlangt. Sie wird auf Basis täglicher Bestände berechnet und vierteljährlich belastet. Die Mindestgebühr von CHF 5 pro Monat bedeutet: Bei einem Krypto-Bestand unter CHF 12'000 zahlst du mehr als 0,50 Prozent. Bei CHF 2'000 Bestand sind es CHF 60 im Jahr, also 3 Prozent. Auf die Depotgebühren kommt für Kundinnen und Kunden mit Domizil in der Schweiz die Mehrwertsteuer, derzeit 8,1 Prozent. Für das gesamte Depot gilt außerdem ein Mindestpreis von CHF 50 pro Jahr, der nicht zusätzlich anfällt, wenn deine Depotgebühren insgesamt darüber liegen.

## Der Devisenaufschlag: Handel in US-Dollar

Ein Kostenpunkt, der in Meldungen zum Start kaum vorkam: Laut Produktseite erfolgen Käufe immer in US-Dollar. Aufträge in Franken oder einer anderen Währung werden in Dollar umgerechnet. Die Preisübersicht nennt für Wertschriftentransaktionen mit Währungswechsel einen Aufschlag auf den Devisenmittelkurs von maximal 1,00 Prozent bei Transaktionen unter CHF 50'000 in Hauptwährungen wie USD, 0,75 Prozent zwischen CHF 50'000 und 250'000 und 0,40 Prozent darüber. Ob und in welcher Höhe dieser Aufschlag bei deinem Krypto-Auftrag anfällt, siehst du in der Abrechnung. Hältst du bereits ein Dollar-Konto bei der ZKB und kaufst von dort, entfällt der Währungswechsel.

Für die Kostenrechnung heißt das: Kaufst du von einem Franken-Konto, können zur Courtage von 1,00 Prozent bis zu 1,00 Prozent Devisenaufschlag kommen, zusammen also bis zu 2 Prozent beim Kauf. Beim Verkauf mit Gutschrift in Franken gilt dasselbe. Ein vollständiger Kauf und Verkauf kann damit bis zu rund 4 Prozent des Betrags kosten, bevor die Depotgebühr berücksichtigt ist. Das ist deutlich mehr als bei spezialisierten Kryptoplattformen und ein Punkt, den du vor dem ersten Auftrag prüfen solltest.

## Kostenrechnung: CHF 5'000 in Bitcoin bei der ZKB

Rechnen wir ein Beispiel mit den veröffentlichten Tarifen durch. Du kaufst über das eBanking für CHF 5'000 Bitcoin von deinem Franken-Konto, hältst sie drei Jahre und verkaufst sie dann wieder. Für die Rechnung nehmen wir an, dass der Kurs gleich bleibt und der maximale Devisenaufschlag von 1,00 Prozent anfällt. Die Depotgebühr rechnen wir mit 0,50 Prozent plus 8,1 Prozent Mehrwertsteuer, also rund 0,54 Prozent pro Jahr. Bei CHF 5'000 Bestand greift allerdings die Mindestgebühr von CHF 5 pro Monat, CHF 60 im Jahr plus Mehrwertsteuer, rund CHF 65.

**CHF 5'000 Bitcoin, drei Jahre gehalten, Kurs unverändert (Annahmen, Tarife ab Oktober 2025)**

|  | Betrag (rund) | Grundlage |
|---|---|---|
| Courtage beim Kauf | CHF 50 | 1,00 Prozent, digitale Kanäle |
| Devisenaufschlag beim Kauf | bis CHF 50 | max. 1,00 Prozent unter CHF 50'000 |
| Depotgebühr über 3 Jahre | CHF 195 | Mindestgebühr CHF 60 pro Jahr plus 8,1 Prozent MWST |
| Courtage beim Verkauf | CHF 50 | 1,00 Prozent |
| Devisenaufschlag beim Verkauf | bis CHF 50 | max. 1,00 Prozent |
| Gesamtkosten | bis rund CHF 395 | Knapp 8 Prozent des Einsatzes über 3 Jahre |

Bei einem größeren Bestand sieht die Rechnung besser aus, weil die Mindestgebühr nicht mehr greift. Bei CHF 50'000 kosten Kauf und Verkauf je 1,00 Prozent Courtage, also CHF 500 je Richtung, dazu je bis zu 0,75 Prozent Devisenaufschlag, und die Depotgebühr beträgt rund CHF 270 pro Jahr inklusive Mehrwertsteuer. Über drei Jahre ergeben sich Kosten von bis zu rund CHF 2'560 oder gut 5 Prozent. In beiden Fällen gilt: Die laufende Depotgebühr ist bei längerer Haltedauer der größte Posten, die Transaktionskosten fallen vor allem bei häufigem Handeln ins Gewicht.

## Vergleich: ZKB, PostFinance und spezialisierte Anbieter

Die naheliegende Alternative für Schweizer Bankkunden ist PostFinance, die seit 2024 ebenfalls Kryptohandel anbietet. Laut ihrer Produktseite verlangt PostFinance eine Handelsgebühr von 0,95 Prozent bis USD 250'000, 0,75 Prozent ab USD 250'000 und 0,55 Prozent ab USD 1 Million sowie eine Portfoliogebühr von 0,15 Prozent pro Jahr exklusive Mehrwertsteuer, die bei größeren Beständen sinkt. Der Mindestbetrag pro Auftrag liegt bei USD 50, ein Krypto-Sparplan ist ab USD 50 möglich, und PostFinance bietet über 20 Kryptowährungen sowie Staking für Ether gegen eine Gebühr von 20 Prozent auf die Belohnungen an.

**ZKB und PostFinance im Vergleich (laut Anbieterseiten, Herbst 2026)**

|  | ZKB | PostFinance |
|---|---|---|
| Kryptowährungen | 4 (BTC, ETH, SOL, LINK) | Über 20 |
| Handelsgebühr bis 250'000 | 1,00 Prozent (CHF), min. CHF 10 | 0,95 Prozent (USD) |
| Laufende Gebühr | 0,50 Prozent pro Jahr, min. CHF 5 pro Monat, plus MWST | 0,15 Prozent pro Jahr, plus MWST |
| Mindestauftrag | Nicht angegeben, Mindestcourtage CHF 10 | USD 50 |
| Sparplan | Nicht erwähnt | Ab USD 50 |
| Staking | Nein | Ja, für Ether ab 0,1 ETH, 20 Prozent Gebühr auf Rewards |
| Auslieferung an eigene Wallet | Nein | Auf der Produktseite nicht erwähnt |

Der größte Unterschied liegt in der laufenden Gebühr. Bei CHF 20'000 Bestand zahlst du bei der ZKB rund CHF 108 pro Jahr inklusive Mehrwertsteuer, bei PostFinance rund CHF 32. Über fünf Jahre summiert sich das auf einen Unterschied von rund CHF 380. Bei den Handelsgebühren liegen beide ähnlich, die ZKB rechnet in Franken, PostFinance in Dollar. Daneben gibt es in der Schweiz Neobanken wie Yuh und spezialisierte Anbieter, die Kryptowährungen mit eigenen Gebührenmodellen anbieten, teils mit Auslieferung an externe Wallets. Prüfe bei jedem Anbieter, ob die Coins ausgeliefert werden können, welche laufenden Kosten anfallen und ob ein Devisenaufschlag dazukommt.

## Alternative im selben Depot: Krypto-ETPs an der SIX

Wer ohnehin ein ZKB-Depot hat, kann statt echter Coins auch ein Krypto-ETP kaufen, das an der Schweizer Börse SIX gehandelt wird. Für solche Produkte gelten nicht die Krypto-Tarife, sondern die Tarife für Aktien und andere börsengehandelte Papiere. Laut Preisübersicht beträgt die Courtage über die digitalen Kanäle für Schweizer Titel 0,50 Prozent bis CHF 100'000, mindestens aber CHF 50. Die Depotgebühr für im Inland verwahrte Wertschriften liegt bei 0,30 Prozent pro Jahr, mindestens CHF 3 pro Monat. Dazu kommt die jährliche Produktgebühr des ETPs, die bei großen Bitcoin-ETPs je nach Emittent im Bereich von rund 0,1 bis 0,25 Prozent liegt, bei Altprodukten auch deutlich höher.

**CHF 20'000 in Bitcoin bei der ZKB: Coins oder ETP an der SIX (Annahmen, ein Jahr, Kurs unverändert)**

|  | Bitcoin direkt bei der ZKB | Bitcoin-ETP an der SIX im ZKB-Depot |
|---|---|---|
| Courtage beim Kauf | CHF 200 (1,00 Prozent) | CHF 100 (0,50 Prozent) |
| Devisenaufschlag | Bis CHF 200, da Handel in USD | Entfällt bei ETP in CHF |
| Depotgebühr pro Jahr inkl. MWST | rund CHF 108 (0,50 Prozent) | rund CHF 65 (0,30 Prozent) |
| Produktgebühr pro Jahr | Keine | rund CHF 20 bis 50 je nach ETP |
| Auslieferung an eigene Wallet | Nicht möglich | Nicht möglich, Wertpapier |

Die Rechnung ist eine Annahme und hängt vom gewählten ETP ab, sie zeigt aber die Tendenz: Bei mittleren Beträgen kann ein günstiges Bitcoin-ETP in Franken im ZKB-Depot günstiger sein als der Direktkauf, vor allem wegen des wegfallenden Devisenaufschlags und der niedrigeren Depotgebühr. Bei kleinen Beträgen frisst die Mindestcourtage von CHF 50 den Vorteil auf. Steuerlich behandelt die Schweiz beide Wege im Privatvermögen ähnlich: Vermögenssteuer auf den Wert am Jahresende, Kapitalgewinn steuerfrei. Prüfe bei ETPs, ob sie ausschüttend oder thesaurierend sind und wie die ESTV-Kursliste sie führt.

## So kaufst du Kryptowährungen bei der ZKB

**Bitcoin im ZKB eBanking oder in der App kaufen**

1. Prüfe die Voraussetzungen: Domizil Schweiz, keine US-Person, ein ZKB-Depot mit gültigem Execution-Only-Vertrag. Lies die Risikoaufklärung, die die Bank verlangt.
2. Melde dich in der ZKB Mobile Banking App oder im eBanking an und öffne den Bereich Anlegen.
3. Suche nach der Kryptowährung, etwa Bitcoin, und wähle die Kategorie Digitale Vermögenswerte.
4. Tippe auf Kaufen und gib entweder die Anzahl Coins oder den Betrag in der Handelswährung ein. Prüfe den angezeigten indikativen Kurs und die Courtage.
5. Wähle die Auftragsart: Click-and-Deal führt sofort zum angezeigten indikativen Preis aus, ohne Kurslimite; eine Limit-Order wird nur zu deinem Limitpreis oder besser ausgeführt, eventuell auch teilweise oder gar nicht.
6. Verfolge den Status unter Börsenaufträge. Laut ZKB-Hilfe können Aufträge verzögert verarbeitet werden; einen noch laufenden Auftrag solltest du nicht erneut erfassen.

Wichtig sind die Bedingungen zur Preisbildung, die die ZKB im Dokument Handel mit Kryptowährungen erklärt. Der angezeigte Kurs ist indikativ und stammt von einem Drittanbieter, nicht vom ausführenden Broker. Der Broker stellt der Bank einen eigenen Preis und rechnet dabei eine Risiko- und Liquiditätsanpassung ein, deren Details er nicht offenlegt. Der abgerechnete Preis kann deshalb vom angezeigten abweichen. Bei einer Click-and-Deal-Order kennst du den finalen Preis erst nach der Abrechnung, und eine Änderung oder ein Widerruf ist nicht möglich. Wer Kontrolle über den Preis will, nutzt eine Limit-Order.

## Die Grenzen des Angebots

Die wichtigste Einschränkung ist die fehlende Auslieferung. Du kannst deine Bitcoin bei der ZKB weder an eine eigene Hardware-Wallet senden noch Coins von einer anderen Plattform einliefern. Das hat Vorteile: Du kannst keine Fehler mit Adressen machen, und niemand kann dir eine Seed Phrase stehlen. Es hat aber auch Nachteile. Wechselst du den Anbieter, musst du verkaufen und anderswo neu kaufen, was Courtage, Devisenaufschlag und Spread doppelt kostet. Willst du Bitcoin langfristig selbst verwahren, ist die ZKB nicht die richtige Wahl. Die Bank schreibt, das Angebot könne später um weitere Währungen und Anwendungen erweitert werden; ob das Auslieferungen einschließt, ist offen.

Weitere Grenzen: Der Broker kann laut den Bedingungen Cool-down-Perioden festlegen, in denen er Transaktionen kurzzeitig beschränkt, und Settlement-Limiten setzen, bei deren Erreichen keine neuen Käufe mehr möglich sind. Bei Systemunterbrüchen und an sogenannten Release-Wochenenden kann der Handel eingeschränkt sein. In stark bewegten Marktphasen, gerade wenn viele Kunden gleichzeitig handeln wollen, ist es deshalb möglich, dass ein Auftrag nicht sofort ausgeführt wird. Für langfristige Anleger ist das selten ein Problem, für aktive Händler schon.

## Steuern: Kryptowährungen bei der ZKB in der Schweiz

In der Schweiz gelten für Kryptowährungen im Privatvermögen andere Regeln als in Deutschland. Die ZKB fasst sie in ihrem Ratgeber zur Krypto-Besteuerung zusammen. Kapitalgewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen sind für Privatpersonen steuerfrei, Verluste können dafür nicht abgezogen werden. Steuerpflichtig ist dagegen das Vermögen: Kryptowährungen gehören in das Wertschriften- und Guthabenverzeichnis der Steuererklärung und unterliegen der Vermögenssteuer zum Kurswert am Ende der Steuerperiode, in der Regel am 31. Dezember. Die Eidgenössische Steuerverwaltung veröffentlicht für gängige Kryptowährungen offizielle Kurse. Weil Bitcoin, Ethereum, Solana und Chainlink zu den verbreiteten Coins gehören, findest du für sie in der Regel einen offiziellen Wert.

Die Steuerfreiheit der Kapitalgewinne gilt nicht für gewerbsmäßige Wertschriftenhändler. Ob du als solcher eingestuft wirst, beurteilt die Steuerverwaltung im Einzelfall. Die ESTV nennt in ihrem Kreisschreiben Kriterien, bei deren gemeinsamer Erfüllung grundsätzlich keine Gewerbsmäßigkeit angenommen wird, etwa eine Haltedauer von mindestens sechs Monaten, ein Transaktionsvolumen von höchstens dem Fünffachen des Anfangsbestands pro Jahr, Kapitalgewinne von weniger als der Hälfte des Reineinkommens und keine Finanzierung mit Fremdkapital. Wer bei der ZKB einmal kauft und lange hält, liegt in aller Regel weit davon entfernt. Erträge aus Mining, Staking oder Airdrops sind steuerbares Einkommen; bei der ZKB ist Staking ohnehin nicht möglich.

Ein Beispiel: Du hältst am 31. Dezember 0,1 Bitcoin im ZKB-Depot. Nennt die offizielle Kursliste der ESTV für Bitcoin einen Wert von CHF 80'000, deklarierst du CHF 8'000 Vermögen. Die Vermögenssteuer darauf hängt von Kanton, Gemeinde und deinem übrigen Vermögen ab und liegt in Zürich bei einem mittleren Vermögen im Bereich von wenigen Promille. Verkaufst du die Bitcoin im Folgejahr mit Gewinn, ist dieser als Privatperson steuerfrei. Die Depotgebühren können in der Regel als Vermögensverwaltungskosten abgezogen werden, soweit dein Kanton das zulässt. Für Sonderfälle ist eine Steuerberatung sinnvoll. Wer in Deutschland steuerpflichtig ist, findet die deutschen Regeln in unserem Ratgeber zur Anlage SO.

## Häufige Fehler bei ZKB Krypto

Erstens: kleine Beträge kaufen und die Mindestgebühren übersehen. Ein Kauf über CHF 300 kostet die Mindestcourtage von CHF 10, also gut 3 Prozent, und ein Bestand unter CHF 12'000 zahlt die Mindest-Depotgebühr von CHF 60 im Jahr. Zweitens: über den Telefonhandel kaufen, wo die Courtage doppelt so hoch ist wie im eBanking. Drittens: den Devisenaufschlag vergessen, der beim Kauf von einem Franken-Konto entstehen kann. Viertens: Click-and-Deal in hektischen Phasen nutzen, obwohl der finale Preis erst nach der Abrechnung feststeht. Eine Limit-Order schützt dich vor Ausreißern.

Fünftens: das Angebot für ein Vermögensverwaltungsmandat halten. Die ZKB nimmt Kryptowährungen ausdrücklich nicht in Beratungs- oder Verwaltungsmandate auf; was du kaufst, entscheidest du allein. Sechstens: bei der Steuer die Kursliste ignorieren und den Kaufpreis deklarieren, obwohl ein offizieller Jahresendkurs existiert.

## Für wen sich ZKB Krypto eignet

**ZKB Krypto: passt oder passt nicht**

|  | Passt eher | Passt eher nicht |
|---|---|---|
| Anlegerprofil | Bestehende ZKB-Kunden, die einen kleinen Kryptoanteil im Depot wollen | Aktive Händler und Kostenbewusste |
| Verwahrung | Wer keine Wallet und keine Seed Phrase verwalten will | Wer Bitcoin selbst verwahren will |
| Coins | Wer nur Bitcoin oder Ethereum braucht | Wer viele Altcoins handeln will |
| Beträge | Bestände ab rund CHF 12'000, damit die Mindestgebühr nicht greift | Kleine Beträge oder Sparpläne |
| Zusatzfunktionen | Wer keine Zusatzfunktionen braucht | Wer Staking, Zahlungen oder Transfers nutzen möchte |

Den Kryptomarkt und die großen Coins kannst du unabhängig vom Anbieter auf unseren Datenseiten verfolgen, etwa unter /marktdaten/maerkte und /marktdaten/bitcoin. Wer in der Schweiz nicht direkt Coins, sondern ein börsengehandeltes Produkt halten möchte, findet an der SIX zahlreiche Krypto-ETPs, die ebenfalls im ZKB-Depot verwahrt werden können und für die die Tarife für börsengehandelte Papiere gelten. Was der Unterschied zwischen ETP und ETF ist, erklärt unser Ratgeber Bitcoin-ETP vs. ETF.

## Häufige Fragen zu ZKB Krypto

### Welche Kryptowährungen kann ich bei der ZKB kaufen?

Laut Produktseite Bitcoin, Ethereum, Solana und Chainlink. Zum Start im September 2024 waren es nur Bitcoin und Ethereum.

### Was kostet Bitcoin bei der ZKB?

Über eBanking und App 1,00 Prozent Courtage bis CHF 250'000, mindestens CHF 10 pro Auftrag, dazu 0,50 Prozent Depotgebühr pro Jahr, mindestens CHF 5 pro Monat, plus Mehrwertsteuer. Weil in USD gehandelt wird, kann ein Devisenaufschlag von bis zu 1 Prozent hinzukommen.

### Kann ich meine Bitcoin von der ZKB auf eine eigene Wallet übertragen?

Nein, derzeit ist weder die Auslieferung an noch die Einlieferung von externen Wallets möglich. Die ZKB verwahrt die Schlüssel selbst.

### Kann ich bei der ZKB rund um die Uhr Krypto handeln?

Über eBanking und App ja, mit Einschränkungen bei Systemunterbrüchen und an Release-Wochenenden. Aufträge über andere Kanäle werden zu den allgemeinen Handelszeiten bearbeitet.

### Bietet die ZKB Staking an?

Nein, Staking ist laut Produktseite derzeit nicht möglich. PostFinance bietet Ether-Staking gegen 20 Prozent Gebühr auf die Belohnungen an.

### Wie versteuere ich Krypto bei der ZKB?

In der Schweiz unterliegen Kryptowährungen im Privatvermögen der Vermögenssteuer zum Kurs am 31. Dezember, meist nach der offiziellen Kursliste der ESTV. Kapitalgewinne sind für Privatpersonen steuerfrei, Verluste nicht abziehbar, sofern du nicht als gewerbsmäßiger Händler eingestuft wirst.

### Kann ich ZKB Krypto aus Deutschland nutzen?

Nein. Das Angebot gilt nur für Kundinnen und Kunden mit Domizil in der Schweiz; US-Personen sind ebenfalls ausgeschlossen.

Unterm Strich: ZKB Krypto ist ein solides, bequemes Angebot für bestehende Kundinnen und Kunden, die Bitcoin oder Ethereum im gewohnten Depot halten wollen und auf eine eigene Wallet verzichten können. Es ist kein günstiges Angebot: Courtage, Devisenaufschlag und vor allem die Depotgebühr von 0,50 Prozent pro Jahr mit Mindestbetrag machen kleine Bestände teuer. Wer vergleicht, schaut neben der Courtage vor allem auf die laufenden Kosten und darauf, ob die Coins ausgeliefert werden können. Dieser Text ist keine Anlage- oder Steuerberatung.

## Quellen

- [Zürcher Kantonalbank: Kryptowährungen (Produktseite)](https://www.zkb.ch/de/private/anlagen/anlageinstrumente/kryptowaehrungen.html)
- [Zürcher Kantonalbank: Preisübersicht Anlagegeschäft, Preise ab Oktober 2025 (PDF)](https://www.zkb.ch/media/zkb/dokumente/legal/preisuebersichten/preisuebersicht-anlagegeschaeft.pdf)
- [Zürcher Kantonalbank: Handel mit Kryptowährungen, weitere Informationen (PDF)](https://www.zkb.ch/media/zkb/dokumente/legal/handel-mit-kryptowaehrungen.pdf)
- [Zürcher Kantonalbank: Medienmitteilung zum Start des Kryptoangebots (2024)](https://www.zkb.ch/de/ueber-uns/medien/medienmitteilungen/2024/kryptowaehrung.html)
- [Zürcher Kantonalbank Hilfe: Wie kaufe ich Kryptowährungen bei der ZKB?](https://www.zkb.ch/de/hilfe/skf/wie-kaufe-ich-kryptowaehrungen-bei-der-zuercher-kantonalbank-.html)
- [Zürcher Kantonalbank: Kryptowährungen versteuern](https://www.zkb.ch/de/private/blog/private/steuern/kryptowaehrungen-versteuern.html)
- [PostFinance: Kryptohandel (Produktseite mit Gebühren)](https://www.postfinance.ch/de/privat/anlegen/moeglichkeiten/kryptohandel.html)
- [ESTV: Kursliste](https://www.ictax.admin.ch/extern/de.html)

---

Keine Anlageberatung. Kryptowerte sind hochvolatil; ein Totalverlust ist möglich.

Veröffentlicht von Blockblatt. Originalfassung: https://blockblatt.com/ratgeber/zkb-krypto
