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Bankenkollaps in Paraguay treibt Bitcoin- und USDT-Kurse in die Höhe

Nach dem Zusammenbruch der Ueno Bank suchen Anleger in Paraguay verstärkt Zuflucht in Kryptowährungen. Der Kurs des US-Dollar gegenüber dem Guaraní stieg um 10 Prozent.

Bankenkollaps in Paraguay treibt Bitcoin- und USDT-Kurse in die Höhe

In Paraguay treibt eine schwere Bankenkrise die Preise für Bitcoin und USDT auf Peer-to-Peer-Märkten in die Höhe. Der Zusammenbruch der Ueno Bank hat den US-Dollar gegenüber dem lokalen Guaraní um 10 Prozent verteuert, was das Interesse der Bevölkerung an alternativen Vermögenswerten massiv verstärkt hat.

Daten von CriptoNoticias zeigen, dass Bitcoin am 6. November auf Binance P2P bei etwa 76.982,53 $ gehandelt wurde. Dies entspricht einem Aufschlag von rund 1,7 Prozent gegenüber dem internationalen Kurs von 75.716 $. Auch der Stablecoin USDT verzeichnete am 5. November einen mittleren Kaufpreis, der etwa 4 Prozent über dem Referenzkurs der Zentralbank vom Vortag lag.

Das öffentliche Interesse an Bitcoin und dem US-Dollar stieg parallel zur finanziellen Unsicherheit. Google-Trends-Daten belegen, dass die Suchanfragen nach Bitcoin ab dem 23. Oktober zunahmen und am 30. Oktober ihren Höhepunkt erreichten – kurz vor der offiziellen Bekanntgabe der Schließung der Ueno Bank.

Die Zentralbank leitete am 2. November ein Abwicklungsverfahren gegen die Ueno Bank ein, nachdem deren Solvenzquote unter die Hälfte des gesetzlichen Minimums gefallen war. Der Kollaps blockiert den Zugriff auf Einlagen von fast 3 Millionen Kunden und gefährdet öffentliche Gelder in Höhe von 850 Millionen $, darunter Renten- und Gesundheitsfonds.

Die Krise hat auch politische Konsequenzen: Gegen Präsident Santiago Peña wurde ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet. Peña bestreitet Fehlverhalten in Bezug auf seine frühere Beteiligung an der Unternehmensgruppe, die die Ueno Bank kontrolliert, hat jedoch eine Zusammenarbeit mit den Ermittlern und die Priorisierung der Rückzahlung von Kundeneinlagen zugesichert.

Prominente Akteure der Krypto-Branche nutzen die Situation, um die Vorteile dezentraler Vermögenswerte hervorzuheben. Emin Gün Sirer, Gründer von Ava Labs, betonte, dass Werte wie BTC und AVAX außerhalb konventioneller Institutionen gehalten werden und nicht ohne Zustimmung eingefroren werden können. Samson Mow, CEO von JAN3, argumentierte, dass die Einführung von Bitcoin auf staatlicher Ebene die Auswirkungen systemischer Bankenausfälle abmildern könnte.

Stani Kulechov, Gründer und CEO von Aave, erklärte, Bitcoin sei heute wichtiger denn je. Ob der aktuelle Anstieg der lokalen Handelsaktivität in eine nachhaltige Akzeptanz mündet, bleibt jedoch offen, während die Behörden versuchen, die Einlagen zurückzuführen und das Bankensystem zu stabilisieren.

Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Kryptowerte sind hochvolatil; ein Totalverlust ist möglich.

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