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Positionsgrößen-Rechner: Wie groß dein Trade bei festem Risiko sein darf

Gib deine Kontogröße, dein Risiko pro Trade, Einstieg und Stop-Loss ein. Der Rechner zeigt, wie groß die Position sein darf, damit ein Stop dich nur den gewählten Betrag kostet.

Positionsgröße
3.333 €

Kaufe 0,0467 BTC. Greift der Stop bei 69.218 €, verlierst du 100 €, also 1,0 % des Kontos.

Risikobetrag
100 €
1,00 % des Kontos
Stop-Abstand
3,00 %
2.141 € vom Einstieg
Menge
0,0467 BTC
Position ÷ Einstieg
Nötiger Hebel
0,33×
ohne Hebel möglich
Konto10.000 €
Position3.333 €
Risiko100 €
Gleiches Konto, andere Stops
Stop-AbstandPositionHebel
1 %10.000 €1×
2 %5.000 €0,5×
3 %3.333 €0,33×
5 %2.000 €0,2×
10 %1.000 €0,1×
So wird gerechnet
Position = Risiko ÷ Stop-Abstand
= 100 € ÷ 3,00 %
= 3.333 €

Gebühren und Slippage sind nicht enthalten: Ein Stop wird als Market-Order ausgeführt und kann in schnellen Märkten schlechter gefüllt werden – der echte Verlust kann größer sein.

So funktioniert es

Wer die Positionsgröße berechnen will, beginnt nicht beim Hebel, sondern beim Verlust, den er höchstens hinnehmen will. Der Positionsgrößen-Rechner geht genau so vor. Du legst fest, wie viel Prozent deines Kontos ein einzelner Trade kosten darf, wenn er schiefgeht, und wo dein Stop-Loss liegt. Daraus ergibt sich, wie groß die Position sein darf, wie viele Coins das sind und welcher Hebel dafür nötig wäre. So hängt das Risiko nicht mehr davon ab, wie weit dein Stop entfernt ist: Ein enger Stop erlaubt eine größere Position, ein weiter Stop eine kleinere, und der mögliche Verlust bleibt gleich.

Der Positionsgrößen-Rechner auf einen Blick

Risikobetrag
Kontogröße × Risiko in Prozent
Stop-Abstand
|Einstieg − Stop| / Einstieg
Positionsgröße
Risikobetrag / Stop-Abstand
Menge
Positionsgröße / Einstieg
Nötiger Hebel
Positionsgröße / Kontogröße
Nicht enthalten
Gebühren, Slippage, Funding

So benutzt du den Positionsgrößen-Rechner

Schritt für Schritt

  1. Trage deine Kontogröße ein, also das Kapital, das du für das Trading insgesamt einsetzt.
  2. Wähle dein Risiko pro Trade in Prozent. Viele Trader arbeiten mit 0,5 bis 2 Prozent; der Rechner schreibt dir nichts vor.
  3. Trage den Einstiegskurs ein. Er steht auf dem aktuellen Kurs.
  4. Trage den Stop-Loss ein: bei einer Long-Position unter dem Einstieg, bei einer Short-Position darüber.
  5. Lies Risikobetrag, Positionsgröße, Menge in Coins und den nötigen Hebel ab. Eröffne die Position in genau dieser Größe.

Die Formel Schritt für Schritt

Zuerst rechnet der Rechner den Risikobetrag aus: Kontogröße × Risiko in Prozent. Dann den Abstand des Stops vom Einstieg in Prozent: |Einstieg − Stop| / Einstieg. Die senkrechten Striche bedeuten, dass das Vorzeichen keine Rolle spielt, der Rechner funktioniert also für Long und Short gleich. Die Positionsgröße ist der Risikobetrag geteilt durch den Stop-Abstand. Erreicht der Kurs den Stop, verlierst du genau diesen Abstand auf die ganze Position, und das ist der Risikobetrag. Die Menge in Coins ist die Positionsgröße geteilt durch den Einstieg. Der nötige Hebel ist die Positionsgröße geteilt durch die Kontogröße.

Rechenbeispiel: 10.000 Euro Konto, 1 Prozent Risiko

Dein Konto hat 10.000 Euro, und ein Trade soll höchstens 1 Prozent kosten. Der Risikobetrag ist 100 Euro. Du willst Bitcoin bei 80.000 Euro kaufen und setzt den Stop bei 78.000 Euro. Der Stop-Abstand ist 2.000 / 80.000 = 2,5 Prozent. Die Position darf 100 / 0,025 = 4.000 Euro groß sein, das sind 0,05 BTC. Fällt Bitcoin auf 78.000 Euro, verlierst du 2,5 Prozent von 4.000 Euro, also genau 100 Euro. Ein Hebel ist nicht nötig: Die Position ist nur 0,4-mal so groß wie das Konto, du kannst sie also auch am Spotmarkt eröffnen.

100 Euro Risiko bei 10.000 Euro Konto, Einstieg 80.000 Euro
Stop-KursPositionsgrößeMengeNötiger Hebel
Stop 0,5 Prozent entfernt79.600 Euro20.000 Euro0,25 BTC2-fach
Stop 1 Prozent entfernt79.200 Euro10.000 Euro0,125 BTC1-fach
Stop 2,5 Prozent entfernt78.000 Euro4.000 Euro0,05 BTC0,4-fach
Stop 5 Prozent entfernt76.000 Euro2.000 Euro0,025 BTC0,2-fach
Stop 10 Prozent entfernt72.000 Euro1.000 Euro0,0125 BTC0,1-fach

Die Tabelle zeigt den Kern der Methode. In jeder Zeile kostet ein ausgelöster Stop 100 Euro. Was sich ändert, ist nur die Größe. Hebel wird erst nötig, wenn der Stop so eng ist, dass die Position größer als das Konto wird. Der Hebel ist damit ein Ergebnis der Rechnung, nicht ihr Ausgangspunkt.

Was jede Eingabe bedeutet

Die Kontogröße ist das Kapital, auf das sich dein Risiko bezieht. Nimm das Geld, das du für das Trading vorgesehen hast, nicht dein gesamtes Vermögen. Das Risiko in Prozent ist der Anteil, den ein einzelner verlorener Trade kosten darf. Der Einstieg ist der Kurs, zu dem du die Position eröffnest. Der Stop-Loss ist der Kurs, bei dem du aussteigst, weil deine Annahme widerlegt ist. Er sollte sich aus dem Chart oder deinem Plan ergeben, etwa unter einem Tief, nicht aus dem Wunsch nach einer bestimmten Positionsgröße.

Warum ein festes Risiko pro Trade hilft

Auch gute Strategien haben Verlustserien. Mit 1 Prozent Risiko pro Trade kosten zehn Verluste in Folge knapp 10 Prozent des Kontos, wenn du die Position jedes Mal an die geschrumpfte Kontogröße anpasst, rund 9,6 Prozent. Mit 10 Prozent Risiko pro Trade wären nach zehn Verlusten nur noch rund 35 Prozent des Kontos übrig, und um wieder auf den Ausgangswert zu kommen, bräuchtest du fast eine Verdreifachung. Ein kleines, festes Risiko sorgt dafür, dass eine schlechte Phase dich nicht aus dem Spiel nimmt.

Mehrere Positionen und ein schrumpfendes Konto

Das Risiko pro Trade sagt nichts darüber, wie viel du insgesamt riskierst. Hast du drei Positionen mit je 1 Prozent Risiko offen, etwa Bitcoin, Ether und Solana long, stehen zusammen 3 Prozent im Feuer. Weil sich die großen Coins oft gemeinsam bewegen, werden bei einem Kursrutsch häufig alle drei Stops am selben Tag ausgelöst. Viele Trader legen deshalb neben dem Risiko pro Trade eine Obergrenze für das gesamte offene Risiko fest und zählen eng verwandte Positionen wie eine.

Die Kontogröße im Rechner sollte außerdem der aktuelle Stand sein, nicht der Startwert. Nach einigen Verlusten von 10.000 auf 9.000 Euro sind 1 Prozent nur noch 90 Euro, die nächste Position wird also kleiner. Das bremst Verluste in einer schlechten Phase automatisch. Umgekehrt wachsen die Positionen mit dem Konto, wenn es gut läuft. Trage die Kontogröße deshalb vor jedem Trade neu ein.

Typische Fehler

Erstens: Den Stop nach der Positionsgröße setzen statt umgekehrt. Wer eine bestimmte Größe will und den Stop so eng zieht, dass die Rechnung passt, wird oft durch normales Rauschen ausgestoppt. Zweitens: Gebühren vergessen. Bei einer Position von 4.000 Euro kosten 0,1 Prozent Spot-Gebühr je Richtung zusammen rund 8 Euro, der tatsächliche Verlust beim Stop liegt dann bei rund 108 Euro. Drittens: Slippage. Ein Stop-Market-Auftrag wird in schnellen Märkten oft unter dem Stop-Kurs ausgeführt. Viertens: Den Stop nachträglich verschieben, wenn der Kurs näher kommt. Dann gilt die Rechnung nicht mehr.

Sonderfälle: Hebel, Liquidation und Short

Ergibt die Rechnung einen Hebel über 1, brauchst du ein Derivat oder Margin. Dann muss der Liquidationspreis deutlich hinter deinem Stop liegen, sonst schließt die Börse die Position, bevor dein Stop greift, und der Verlust ist größer als geplant. Prüfe das mit dem Liquidationspreis-Rechner. Wichtig ist auch, wie du die Position eröffnest: Mit isolierter Margin kannst du einer Position genau so viel Margin zuordnen, dass der Hebel passt, und der Rest des Kontos bleibt unberührt. Bei einer Short-Position liegt der Stop über dem Einstieg; die Formel bleibt gleich, weil sie nur den Abstand betrachtet. Bei Perpetuals kommt das Funding hinzu, das bei längeren Haltedauern den Verlust erhöhen oder einen Teil davon ausgleichen kann.

Positionsgröße und Chance-Risiko-Verhältnis

Die Positionsgröße legt fest, was du verlierst, wenn der Stop greift. Was du gewinnst, hängt vom Kursziel ab. Liegt im Beispiel das Ziel bei 86.000 Euro, also 7,5 Prozent über dem Einstieg, bringt die Position von 4.000 Euro dort 300 Euro, das Dreifache des Risikos. Ein Verhältnis von 3 zu 1 bedeutet, dass du rechnerisch nur jeden vierten Trade gewinnen musst, um vor Gebühren bei null zu landen. Wie Gebühren das Verhältnis verschieben, zeigt der Trading-Rechner mit seinem Break-even-Kurs.

Das Ergebnis richtig lesen

Die Positionsgröße ist eine Obergrenze. Du kannst kleiner handeln, aber nicht größer, ohne dein Risiko zu überschreiten. Die Menge in Coins ist das, was du in die Ordermaske einträgst; runde sie auf die kleinste Einheit ab, die deine Börse erlaubt, nicht auf. Der nötige Hebel sagt dir, ob ein Spot-Kauf reicht oder ob du ein Derivat brauchst. Und der Risikobetrag ist der Betrag, den du vor dem Trade akzeptiert hast. Wenn er dich nervös macht, ist das Risiko in Prozent zu hoch gewählt. Notiere dir Einstieg, Stop und Risikobetrag vor dem Trade, damit du später prüfen kannst, ob du dich an deinen Plan gehalten hast.

Verwandte Rechner, Marktdaten und Ratgeber

Den Liquidationspreis der Position prüfst du mit /rechner/liquidationspreis-rechner, die Wirkung des Hebels mit /rechner/hebel-rechner, den Gewinn nach Gebühren und Funding mit /rechner/futures-gewinn-rechner und den Break-even eines Spot-Trades mit /rechner/krypto-trading-rechner. Live-Daten zu Liquidationen, Funding und Orderflow findest du unter /marktdaten/liquidationen, /marktdaten/funding-raten und /marktdaten/orderflow. Zum Weiterlesen: /ratgeber/rsi-indikator-krypto und /ratgeber/short-squeeze-krypto.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Positionsgröße beim Trading?

Lege zuerst fest, wie viel du bei einem Verlust höchstens verlieren willst, zum Beispiel 1 Prozent deines Kontos. Teile diesen Betrag durch den Abstand zwischen Einstieg und Stop-Loss in Prozent. Bei 10.000 Euro Konto, 100 Euro Risiko und einem Stop 2,5 Prozent unter dem Einstieg darf die Position 4.000 Euro groß sein. Teilst du das durch den Einstiegskurs, erhältst du die Menge in Coins.

Wie viel Prozent sollte ich pro Trade riskieren?

Eine verbindliche Zahl gibt es nicht. Häufig genannt werden 0,5 bis 2 Prozent des Trading-Kapitals pro Trade. Die Rechnung zeigt, warum kleine Werte üblich sind: Mit 1 Prozent Risiko kosten zehn Verluste in Folge knapp 10 Prozent des Kontos, mit 10 Prozent Risiko bleiben danach nur rund 35 Prozent übrig. Wähle einen Wert, bei dem eine Verlustserie dich weder finanziell noch nervlich überfordert.

Brauche ich Hebel für die berechnete Positionsgröße?

Nur, wenn die Position größer ist als dein Konto. Der Rechner zeigt den nötigen Hebel als Positionsgröße geteilt durch Kontogröße. Liegt er unter 1, kannst du die Position am Spotmarkt ohne Hebel eröffnen. Liegt er darüber, brauchst du ein Derivat oder Margin, und dann musst du prüfen, dass der Liquidationspreis deutlich hinter deinem Stop liegt, sonst greift die Liquidation zuerst.

Was passiert, wenn mein Stop-Loss enger ist?

Dann darf die Position größer sein, und der mögliche Verlust bleibt gleich. Bei 100 Euro Risiko erlaubt ein Stop 5 Prozent unter dem Einstieg eine Position von 2.000 Euro, ein Stop 0,5 Prozent darunter eine von 20.000 Euro. Ein sehr enger Stop wird aber leichter durch normale Schwankungen ausgelöst, und Gebühren sowie Slippage machen bei großen Positionen einen größeren Teil des Verlusts aus.

Sind Gebühren in der Positionsgröße enthalten?

Nein. Der Rechner rechnet nur mit dem Abstand zwischen Einstieg und Stop. Gebühren kommen beim Eröffnen und Schließen hinzu und werden auf die volle Position berechnet. Bei 4.000 Euro Position und 0,1 Prozent je Richtung sind das rund 8 Euro, der Verlust beim Stop liegt dann bei rund 108 statt 100 Euro. Wer das genau berücksichtigen will, wählt das Risiko in Prozent etwas niedriger.

Funktioniert der Rechner auch für Short-Positionen?

Ja. Bei einer Short-Position liegt der Stop über dem Einstieg. Die Formel nutzt nur den Abstand zwischen beiden Kursen, ohne Vorzeichen, deshalb ergibt sich dieselbe Positionsgröße wie bei einer Long-Position mit gleichem Abstand. Für Shorts brauchst du allerdings in der Regel ein Derivat. Prüfe deshalb zusätzlich den Liquidationspreis, der bei einer Short-Position über dem Einstieg liegt und weiter entfernt sein muss als dein Stop.

Quellen

  1. Binance: Trading Fee Schedule
  2. Hyperliquid Docs: Liquidations
  3. Hyperliquid Docs: Funding

Hinweis: Alle Ergebnisse sind Schätzungen und keine Anlage- oder Steuerberatung. Jede Zahl folgt aus den Eingaben und der angezeigten Formel.