Staking-Rechner: Belohnungen mit Zinseszins und Provision berechnen
Gib Betrag, Rendite (APR), Laufzeit und die Provision deines Anbieters ein. Der Rechner zeigt, wie viele Belohnungen du mit und ohne Zinseszins erwarten kannst.
≈ 1.673 € zum heutigen Kurs, über 1 Jahr. Effektive Rendite 2,43 % pro Jahr.
| Zinseszins | Belohnung | APY |
|---|---|---|
| Keiner | 0,768 ETH | 2,40 % |
| Jährlich | 0,768 ETH | 2,40 % |
| Monatlich | 0,7765 ETH | 2,43 % |
| Täglich | 0,7773 ETH | 2,43 % |
= 32 × ((1 + 0,024/365)^(365 × 1) − 1)
= 0,7773 ETH
Der Satz ist ein Standardwert, kein Live-Wert: Netzwerkbelohnungen ändern sich täglich, Anbieter nennen eigene Sätze. Kursänderungen des Coins sind nicht berücksichtigt.
So funktioniert es
Beim Staking setzt du Coins eines Proof-of-Stake-Netzwerks ein, um Blöcke zu bestätigen, und bekommst dafür Belohnungen in neuen Coins. Der Staking-Rechner schätzt, wie viele das in einem Jahr oder über mehrere Jahre sind. Er rechnet mit einer jährlichen Rendite (APR), zieht die Provision deines Anbieters ab und zeigt das Ergebnis einmal ohne und einmal mit Zinseszins, also wenn die Belohnungen selbst wieder gestakt werden. Für Ether ist eine APR von 2,4 Prozent voreingestellt; du kannst sie für jeden Coin und jeden Anbieter ändern. Das Ergebnis ist eine Schätzung in Coins und in Euro zum heutigen Kurs, keine Zusage: Die Rendite im Netzwerk schwankt, und der Kurs auch.
Der Staking-Rechner auf einen Blick
- Einfache Belohnung pro Jahr
- Betrag × APR
- Mit Zinseszins
- Betrag × ((1 + APR / n) hoch (n × Jahre) − 1)
- n
- Wie oft pro Jahr Belohnungen wieder gestakt werden
- Provision
- Netto-APR = APR × (1 − Provision)
- Voreinstellung Ether
- 2,4 Prozent APR, änderbar
- Nicht enthalten
- Kursänderungen, Slashing, Sperrfristen, Steuern
So benutzt du den Staking-Rechner
Schritt für Schritt
- Wähle den Coin und trage den Betrag ein, in Coins oder in Euro.
- Prüfe die APR. Für Ether stehen 2,4 Prozent drin. Für andere Coins trägst du die Rendite ein, die dein Anbieter oder das Netzwerk aktuell nennt.
- Trage die Provision deines Anbieters in Prozent der Belohnungen ein. Stakst du selbst ohne Anbieter, sind es 0 Prozent.
- Wähle die Laufzeit in Jahren und, für den Zinseszins, wie oft die Belohnungen wieder gestakt werden: täglich, monatlich oder jährlich.
- Lies die Belohnung ohne und mit Zinseszins ab, in Coins und in Euro zum aktuellen Kurs.
Die Formeln: einfach, mit Zinseszins, nach Provision
Ohne Zinseszins ist die Belohnung pro Jahr schlicht Betrag × APR. Über mehrere Jahre multiplizierst du das mit der Zahl der Jahre. Werden die Belohnungen n-mal im Jahr wieder eingesetzt, wächst der Bestand mit: Belohnung = Betrag × ((1 + APR / n) hoch (n × Jahre) − 1). Bei täglichem Wiedereinsetzen ist n = 365, bei monatlichem n = 12. Vorher zieht der Rechner die Provision ab, denn sie geht von den Belohnungen ab, nicht vom eingesetzten Betrag: Netto-APR = APR × (1 − Provision). Bei 2,4 Prozent APR und 10 Prozent Provision bleiben 2,16 Prozent.
Rechenbeispiel: 10.000 Euro in Ether
Du stakst Ether im Wert von 10.000 Euro über einen Anbieter mit 10 Prozent Provision bei 2,4 Prozent APR. Die Netto-APR beträgt 2,16 Prozent. Ohne Zinseszins bekommst du im ersten Jahr Ether im Wert von 216 Euro zum heutigen Kurs. Werden die Belohnungen täglich wieder gestakt, sind es 218,34 Euro. Über fünf Jahre kommst du ohne Zinseszins auf 1.080 Euro, mit täglichem Zinseszins auf 1.140,44 Euro. Bei zehn Jahren wären es 2.160 Euro gegenüber 2.410,94 Euro. Der Zinseszins macht bei niedrigen Renditen und kurzen Laufzeiten wenig aus, über lange Zeit aber spürbar mehr.
Dieselbe Rechnung in Coins ist oft aufschlussreicher, weil sie vom Kurs unabhängig ist. Stakst du 4 ETH bei 2,16 Prozent Netto-APR, bekommst du im ersten Jahr 0,0864 ETH ohne Zinseszins und rund 0,0873 ETH mit täglichem Zinseszins. Nach fünf Jahren mit täglichem Zinseszins hast du rund 4,456 ETH. Ob das in Euro mehr oder weniger als heute wert ist, entscheidet allein der Kurs von Ether in fünf Jahren. Der Rechner zeigt beide Sichten nebeneinander, damit du Rendite und Kursrisiko auseinanderhalten kannst.
| Netto-APR | Belohnung im ersten Jahr | Fünf Jahre mit täglichem Zinseszins | |
|---|---|---|---|
| Eigener Validator, keine Provision | 2,40 Prozent | 240 Euro | 1.274,92 Euro |
| 10 Prozent Provision | 2,16 Prozent | 216 Euro | 1.140,44 Euro |
| 20 Prozent Provision | 1,92 Prozent | 192 Euro | 1.007,56 Euro |
| 25 Prozent Provision | 1,80 Prozent | 180 Euro | 941,72 Euro |
Die Provision ist der Hebel, den du am leichtesten beeinflusst. Börsen und Broker behalten oft einen größeren Teil der Belohnungen ein als Liquid-Staking-Protokolle oder Delegationen aus der eigenen Wallet. Kraken nennt zum Beispiel für flexibles Staking mit On-Chain-Sperrfrist 20 Prozent. Prüfe den Satz vor dem Start in den Bedingungen deines Anbieters.
Was jede Eingabe bedeutet
Der Betrag ist die Menge an Coins, die du einsetzt, oder ihr Wert in Euro. Die APR (Annual Percentage Rate) ist die jährliche Rendite ohne Zinseszins. Manche Anbieter nennen stattdessen die APY (Annual Percentage Yield), die den Zinseszins schon enthält; trage in diesem Fall die APY als APR ein und setze den Zinseszins auf jährlich, sonst rechnest du ihn doppelt. Die Provision ist der Anteil an den Belohnungen, den der Anbieter einbehält. Die Laufzeit ist die Zeit in Jahren, und die Häufigkeit gibt an, wie oft Belohnungen dem Stake hinzugefügt werden. Bei Ether über eine Börse geschieht das oft automatisch, beim Delegieren aus der Wallet teils nur, wenn du die Belohnungen selbst neu einsetzt.
Woher die Rendite kommt und warum sie schwankt
Die Belohnungen bestehen aus neu ausgegebenen Coins und aus Transaktionsgebühren. Bei Ether hängt die Rendite davon ab, wie viel Ether insgesamt gestakt ist: Je mehr Teilnehmer, desto kleiner der Anteil jedes Einzelnen. ethereum.org nennt eine Größenordnung von rund 2,5 Prozent; der Rechner arbeitet mit 2,4 Prozent als Voreinstellung. Bei anderen Netzwerken liegen die Werte anders, bei Cardano zum Beispiel nach Angaben von Anbietern bei etwa 2 bis 3 Prozent. Weil neue Coins ausgegeben werden, ist ein Teil der Rendite ein Ausgleich für die Verwässerung: Wer nicht stakt, hält einen sinkenden Anteil am Gesamtbestand.
Typische Fehler
Erstens: Die Belohnung in Euro als sicher betrachten. Der Rechner rechnet zum heutigen Kurs. Fällt Ether um 30 Prozent, sind deine Belohnungen in Euro auch 30 Prozent weniger wert, und dein eingesetzter Betrag ebenso. Staking schützt nicht vor Kursverlust. Zweitens: APR und APY verwechseln. Drittens: Die Provision vom Betrag abziehen statt von den Belohnungen. Viertens: Werbe-Renditen eintragen. Sehr hohe Zinsen auf Stablecoins oder kleine Coins stammen oft nicht aus Staking im eigentlichen Sinn, sondern aus Lending oder Werbeaktionen mit anderen Risiken.
Sonderfälle: Sperrfristen, Slashing und Anbieter
Nicht alles, was die Rendite mindert, steht im Rechner. Viele Netzwerke haben Wartezeiten beim Ein- und Ausstieg; in dieser Zeit kannst du nicht verkaufen. Bei Ether hängt die Wartezeit von der Länge der Warteschlange ab. Slashing bestraft Validatoren, die gegen die Regeln verstoßen oder ausfallen, mit dem Verlust eines Teils des Stakes; Cardano kennt dagegen kein Slashing. Bei einer Börse kommt das Risiko der Plattform selbst hinzu, bei Liquid Staking das Risiko des Smart Contracts. Ein eigener Ether-Validator braucht 32 ETH und Technik; über Pools und Börsen geht es ab kleinen Beträgen.
Steuer auf Staking-Belohnungen
In Deutschland sind Staking-Belohnungen im Privatvermögen in der Regel sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG und im Moment des Zuflusses mit ihrem Euro-Wert steuerpflichtig, wenn alle Einkünfte dieser Art im Jahr zusammen 256 Euro erreichen. Auch das ist eine Freigrenze. Die erhaltenen Coins haben danach eine eigene Haltefrist von einem Jahr; das Staking verlängert die Haltefrist der eingesetzten Coins nach dem BMF-Schreiben von 2025 nicht. In Österreich werden Belohnungen aus Staking, das Transaktionen validiert, laut BMF bei Zufluss nicht besteuert, sondern mit Anschaffungskosten von null angesetzt und beim Verkauf mit 27,5 Prozent erfasst. In der Schweiz gelten Staking-Erträge laut ESTV als Ertrag aus beweglichem Vermögen und sind als Einkommen steuerbar. Der BMF-Referentenentwurf von 2026 sieht für Staking ab 2027 eine Einordnung als Kapitalertrag vor; beschlossen ist er nicht.
Das Ergebnis richtig lesen
Die verlässlichste Zahl ist die Belohnung in Coins. Sie hängt nur von der Rendite im Netzwerk und der Provision ab. Die Zahl in Euro ist eine Momentaufnahme zum heutigen Kurs. Rechne mit dem Rechner deshalb lieber eine Spanne: einmal mit der aktuellen APR, einmal mit einem Prozentpunkt weniger. Vergleiche dann Anbieter über die Netto-APR, nicht über die beworbene Brutto-Rendite. Und denke an die Steuer: In Deutschland kann schon die Belohnung beim Zufluss steuerpflichtig sein, auch wenn du die Coins nie verkaufst und ihr Kurs später fällt.
Verwandte Rechner, Marktdaten und Ratgeber
Was deine Coins in Euro oder Franken wert sind, rechnet /rechner/krypto-umrechner um, Gewinne beim späteren Verkauf schätzt /rechner/krypto-steuer-rechner. Kurse und Marktlage findest du unter /marktdaten/maerkte, Stablecoin-Daten unter /marktdaten/stablecoins. Zum Weiterlesen: /ratgeber/was-ist-staking, /ratgeber/cardano-staking, /ratgeber/bitcoin-staking-babylon, /ratgeber/krypto-lending-steuer und /ratgeber/ethena-usde-sicher.
Häufige Fragen
Wie viel bringt Ethereum-Staking im Jahr?
Die Rendite schwankt mit der Menge an gestaktem Ether. ethereum.org nennt eine Größenordnung von rund 2,5 Prozent; der Rechner arbeitet mit 2,4 Prozent als Voreinstellung. Über einen Anbieter mit 10 Prozent Provision bleiben davon rund 2,16 Prozent. Für 10.000 Euro in Ether sind das zum heutigen Kurs rund 216 Euro im Jahr. Kursänderungen von Ether wirken auf den Euro-Wert viel stärker als die Rendite selbst.
Was ist der Unterschied zwischen APR und APY?
Die APR ist die jährliche Rendite ohne Zinseszins. Die APY enthält den Zinseszins bereits, sie nimmt an, dass Belohnungen laufend wieder eingesetzt werden. Bei 2,16 Prozent APR und täglichem Wiedereinsetzen ergibt sich eine APY von etwa 2,18 Prozent. Bei niedrigen Renditen ist der Unterschied klein, bei hohen wächst er. Wenn dein Anbieter eine APY nennt, setze im Rechner den Zinseszins auf jährlich, damit er nicht doppelt zählt.
Lohnt sich Staking mit Zinseszins?
Bei niedrigen Renditen und kurzer Laufzeit kaum: 10.000 Euro mit 2,16 Prozent bringen im ersten Jahr 216 Euro ohne und 218,34 Euro mit täglichem Zinseszins. Über zehn Jahre wächst der Unterschied auf rund 250 Euro. Wichtiger ist, ob dein Anbieter die Belohnungen automatisch wieder einsetzt oder ob du sie selbst neu staken musst und dafür Netzwerkgebühren zahlst, die den Vorteil bei kleinen Beträgen aufzehren können.
Wie hoch ist die Provision beim Staking?
Das hängt vom Anbieter ab. Börsen und Broker behalten oft einen erheblichen Teil der Belohnungen ein; Kraken nennt für flexibles Staking mit On-Chain-Sperrfrist 20 Prozent. Liquid-Staking-Protokolle und Validatoren beim Delegieren aus der eigenen Wallet verlangen meist weniger. Wer einen eigenen Validator betreibt, zahlt keine Provision, trägt aber Technik und Risiko selbst. Im Rechner siehst du, wie stark die Provision die Netto-Rendite senkt.
Muss ich Staking-Belohnungen versteuern?
In Deutschland in der Regel ja, als sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG zum Euro-Wert im Moment des Zuflusses, sofern alle Einkünfte dieser Art im Jahr zusammen 256 Euro erreichen. Die erhaltenen Coins haben danach eine eigene Haltefrist von einem Jahr. In Österreich werden Belohnungen aus validierendem Staking erst beim Verkauf mit 27,5 Prozent besteuert, in der Schweiz sind sie als Einkommen steuerbar.
Kann ich beim Staking Geld verlieren?
Ja. Das größte Risiko ist der Kurs: Staking-Belohnungen von 2 bis 3 Prozent gleichen einen Kursrückgang von 30 Prozent nicht aus. Dazu kommen Slashing bei Fehlern des Validators, Sperr- und Wartezeiten, in denen du nicht verkaufen kannst, das Risiko der Plattform, wenn eine Börse deine Coins verwahrt, und bei Liquid Staking das Risiko eines Fehlers im Smart Contract. Der Rechner zeigt nur die erwarteten Belohnungen.
Quellen
- ethereum.org: Ether staken
- Cardano Docs: Delegation
- Gesetze im Internet: § 22 EStG, Arten der sonstigen Einkünfte
- Bundesministerium der Finanzen: Einzelfragen zur ertragsteuerrechtlichen Behandlung bestimmter Kryptowerte (6. März 2025)
- BMF Österreich: Steuerliche Behandlung von Kryptowährungen
- ESTV: Kryptowährungen, Besteuerung
- Kraken: Fee Schedule
Hinweis: Alle Ergebnisse sind Schätzungen und keine Anlage- oder Steuerberatung. Jede Zahl folgt aus den Eingaben und der angezeigten Formel.