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Rechner

Krypto-Trading-Rechner: Gewinn, Verlust und Break-even-Kurs

Trage Einsatz, Kaufkurs, Verkaufskurs und die Gebühren deiner Börse ein. Der Rechner zeigt Gewinn oder Verlust und den Kurs, ab dem sich der Trade nach Gebühren lohnt.

Gewinn nach Gebühren
+489,36 €

Verkauf zu 78.500 €: Es bleiben +489,36 € nach 10,49 € Gebühren. Break-even: 71.502 €.

Coins
0,069998 BTC
nach Kaufgebühr
Gebühren
10,49 €
0,1 % + 0,1 %
Rendite
+9,79 %
auf den Einsatz
Break-even
71.502 €
+0,20 % über Kauf
Andere Ausstiegskurse
BewegungVerkaufskursGewinn
−10 %64.223−509,00 €
−5 %67.791−259,50 €
+5 %74.927+239,51 €
+10 %78.495+489,01 €
+20 %85.631+988,01 €
+50 %107.039+2.485 €
So wird gerechnet
Coins = Einsatz × (1 − Kaufgebühr) ÷ Kaufkurs
Break-even = Einsatz ÷ (Coins × (1 − Verkaufsgebühr))
= 5.000 ÷ (0,069998 × 0,999)
= 71.502

Gebühren in Prozent des jeweiligen Handelswerts. Spread und Slippage sind nicht enthalten.

So funktioniert es

Der Krypto-Trading-Rechner ist für einzelne Spot-Trades gedacht: Du kaufst einen Coin, verkaufst ihn später wieder und willst wissen, was nach Gebühren übrig bleibt. Er rechnet dasselbe wie der Bitcoin-Gewinnrechner, liefert aber zusätzlich den Break-even-Kurs. Das ist der Verkaufskurs, bei dem du nach Kauf- und Verkaufsgebühr genau bei null herauskommst. Wer häufig handelt, merkt schnell, dass dieser Kurs deutlich über dem Kaufkurs liegen kann, und dass Gebühren bei kurzen Trades oft mehr ausmachen als die Kursbewegung selbst. Der Rechner funktioniert für jeden Coin, nicht nur für Bitcoin. Hebel und Futures behandeln eigene Rechner, die weiter unten verlinkt sind.

Der Trading-Rechner auf einen Blick

Art des Trades
Spot-Kauf und -Verkauf ohne Hebel
Eingaben
Einsatz, Kaufkurs, Verkaufskurs, Kauf- und Verkaufsgebühr
Ergebnis
Menge, Verkaufswert, Gewinn, Rendite, Break-even-Kurs
Break-even
Einsatz / (Menge × (1 − Verkaufsgebühr))
Kurse
Kaufkurs mit Live-Kurs vorbelegt, alles änderbar
Nicht enthalten
Steuern, Slippage, Netzwerkgebühren

So benutzt du den Krypto-Trading-Rechner

Schritt für Schritt

  1. Wähle den Coin. Der Rechner setzt den aktuellen Kurs als Kaufkurs ein; für einen vergangenen Trade überschreibst du ihn mit dem Kurs aus deiner Abrechnung.
  2. Trage den Einsatz in Euro ein, also den Betrag inklusive Kaufgebühr.
  3. Trage die Kaufgebühr und die Verkaufsgebühr in Prozent ein. Nutzt du eine Limit-Order, die im Orderbuch liegen bleibt, gilt meist die Maker-Gebühr, bei einer Market-Order die Taker-Gebühr.
  4. Gib einen Verkaufskurs ein, zum Beispiel dein Kursziel oder deinen Stop-Kurs.
  5. Lies Gewinn, Rendite und den Break-even-Kurs ab. Setze dein Kursziel so, dass es mit Abstand über dem Break-even liegt.

Die Formeln: Gewinn und Break-even

Zuerst berechnet der Rechner die Menge: Menge = Einsatz × (1 − Kaufgebühr) / Kaufkurs. Dann den Wert beim Verkauf: Wert = Menge × Verkaufskurs × (1 − Verkaufsgebühr). Gewinn = Wert − Einsatz, Rendite = Gewinn / Einsatz. Der Break-even-Kurs ist der Verkaufskurs, bei dem der Wert genau dem Einsatz entspricht: Break-even = Einsatz / (Menge × (1 − Verkaufsgebühr)). Setzt man die Menge ein, kürzt sich der Einsatz heraus, und es bleibt Kaufkurs / ((1 − Kaufgebühr) × (1 − Verkaufsgebühr)). Der Break-even hängt also nur vom Kaufkurs und den beiden Gebührensätzen ab, nicht von der Höhe des Einsatzes.

Rechenbeispiel: Ether für 2.000 Euro

Du kaufst Ether für 2.000 Euro bei einem Kurs von 2.500 Euro und zahlst an einer Börse 0,1 Prozent Gebühr je Richtung. Nach der Kaufgebühr bleiben 1.998 Euro, dafür bekommst du 0,7992 ETH. Verkaufst du bei 2.800 Euro, sind die Coins brutto 2.237,76 Euro wert, nach 0,1 Prozent Verkaufsgebühr 2.235,52 Euro. Gewinn: 235,52 Euro, Rendite: 11,78 Prozent. Der Break-even liegt bei 2.505,01 Euro, also 0,2 Prozent über dem Kaufkurs. Fällt Ether stattdessen auf 2.400 Euro und du verkaufst, erhältst du 1.916,16 Euro, ein Verlust von 83,84 Euro oder 4,19 Prozent bei einem Kursrückgang von 4 Prozent.

Break-even-Kurs beim Kauf zu 2.500 Euro, je nach Gebühr
Gebühr je RichtungBreak-even-KursNötiger AnstiegWert bei 2.800 Euro (2.000 Euro Einsatz)
Hyperliquid Spot, Taker Basisstufe0,07 Prozent2.503,50 Euro0,14 Prozent2.236,87 Euro
Binance Spot, normale Nutzer0,1 Prozent2.505,01 Euro0,20 Prozent2.235,52 Euro
Kraken Pro, Taker Einstiegsstufe0,8 Prozent2.540,49 Euro1,62 Prozent2.204,30 Euro
Broker-Aufschlag wie Bitpanda bei Bitcoin0,99 Prozent2.550,24 Euro2,01 Prozent2.195,87 Euro
Hoher Aufschlag1,5 Prozent2.576,72 Euro3,07 Prozent2.173,30 Euro

Die Gebührensätze in der Tabelle stammen von den offiziellen Gebührenseiten von Hyperliquid, Binance und Kraken sowie von der Bitpanda-Hilfeseite und gelten für die jeweils niedrigste Volumenstufe. Sie ändern sich gelegentlich und hängen teils vom Wohnsitz ab. Prüfe vor einem Trade die Seite deiner Börse.

Was jede Eingabe bedeutet

Einsatz ist der Euro-Betrag, den du für den Kauf ausgibst. Kaufkurs ist der Preis für eine ganze Einheit des Coins, den du tatsächlich bezahlt hast, nicht der Kurs, den ein Chart gerade anzeigt. Verkaufskurs ist der Preis für eine Einheit beim Verkauf. Die Gebühren sind Prozentsätze. An Börsen unterscheidet man Maker und Taker: Wer mit einer Limit-Order Liquidität ins Orderbuch stellt, ist Maker und zahlt meist weniger, wer eine bestehende Order sofort ausführt, ist Taker. Bei Kraken Pro liegt der Unterschied in der Einstiegsstufe bei 0,40 gegen 0,80 Prozent. Bei Brokern ohne Orderbuch trägst du den Aufschlag im Kurs als Gebühr ein.

Typische Fehler beim Trading

Erstens: Den Break-even mit dem Kaufkurs gleichsetzen. Wer bei 2.500 Euro kauft und bei 2.510 Euro verkauft, hat bei 0,8 Prozent Taker-Gebühr je Richtung einen Verlust, keinen kleinen Gewinn. Zweitens: Slippage übersehen. Eine große Market-Order in einem dünnen Orderbuch wird zu mehreren Preisen ausgeführt, der Durchschnittskurs ist schlechter als der angezeigte. Drittens: Rabatte doppelt rechnen. Binance gewährt zum Beispiel einen Nachlass, wenn du Gebühren in BNB zahlst; trage dann den reduzierten Satz ein, nicht zusätzlich noch einen Rabatt. Viertens: Den Coin wechseln, ohne die Gebührenstufe zu prüfen. Bei Brokern sind die Aufschläge für kleinere Coins oft höher als für Bitcoin.

Sonderfälle: Teilverkäufe, Stablecoins und Steuer

Verkaufst du nur einen Teil, rechne mit dem entsprechenden Teil des Einsatzes. Für die Hälfte der Coins aus dem Beispiel trägst du 1.000 Euro Einsatz ein; Kaufkurs und Gebühren bleiben gleich. Handelst du gegen einen Stablecoin wie USDT oder USDC statt gegen Euro, entsteht ein Wechselkursrisiko zwischen Dollar und Euro, das der Rechner nicht abbildet. Rechne in diesem Fall alle Werte in Dollar oder rechne den Endbetrag mit dem Krypto-Umrechner unter /rechner/krypto-umrechner in Euro um.

Für die Steuer ist bei kurzen Trades in Deutschland jeder Verkauf innerhalb eines Jahres nach dem Kauf ein privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG, auch ein Tausch Coin gegen Coin. Gewinne sind steuerpflichtig, wenn alle Veräußerungsgewinne des Jahres zusammen 1.000 Euro erreichen. Die Schätzung liefert /rechner/krypto-steuer-rechner.

Kursziel und Stop mit dem Rechner planen

Am nützlichsten ist der Rechner vor einem Trade. Trage deinen geplanten Einsatz und den aktuellen Kurs ein und rechne zwei Verkaufskurse durch: dein Kursziel und den Kurs, bei dem du aussteigen willst, wenn der Trade gegen dich läuft. Im Beispiel mit 2.000 Euro Einsatz bei 2.500 Euro und 0,1 Prozent Gebühr bringt ein Ziel von 2.800 Euro 235,52 Euro Gewinn, ein Stop bei 2.400 Euro kostet 83,84 Euro. Das Verhältnis von möglichem Gewinn zu möglichem Verlust liegt damit bei etwa 2,8 zu 1. Mit den Gebühren eines Brokers von 0,99 Prozent je Richtung schrumpft der Gewinn am Ziel auf 195,87 Euro, und der Verlust am Stop wächst auf rund 118 Euro. Aus einem ordentlichen Verhältnis wird so ein knappes.

Wie groß der Einsatz sein sollte, damit ein Stop nur einen festen Teil deines Kontos kostet, beantwortet der Positionsgrößen-Rechner. Beide Rechner zusammen ergeben einen vollständigen Plan: Größe, Einstieg, Ziel, Stop und die Gebühren, die jede dieser Zahlen verschieben.

Gebühren über viele Trades

Ein einzelner Trade mit 0,1 Prozent Gebühr je Richtung kostet bei 2.000 Euro rund 4 Euro. Das wirkt vernachlässigbar, aber Gebühren fallen bei jedem Trade auf den vollen Einsatz an, unabhängig davon, ob er gewinnt oder verliert. Wer 2.000 Euro hundertmal im Jahr umschlägt, zahlt bei 0,1 Prozent je Richtung rund 400 Euro, bei 0,8 Prozent Taker-Gebühr rund 3.200 Euro, mehr als das eingesetzte Kapital. Für aktive Trader ist deshalb die Wahl der Börse und des Ordertyps oft wichtiger als die Wahl des Coins.

Das Ergebnis richtig lesen

Der wichtigste Wert für einen geplanten Trade ist der Break-even. Er ist die Untergrenze für jedes Kursziel und zugleich eine nüchterne Erinnerung an die Kosten: Wer zehnmal im Monat mit 0,8 Prozent Taker-Gebühr je Richtung handelt, muss allein für die Gebühren gut 16 Prozent Kursgewinn im Monat erzielen. Der Gewinn im Rechner ist ein Gewinn vor Steuern und ohne Slippage. Für Trades mit Hebel nutzt du den Hebel-Rechner, weil sich Gewinn und Verlust dort auf die Margin beziehen, nicht auf den Einsatz.

Verwandte Rechner, Marktdaten und Ratgeber

Wie groß eine Position bei festem Risiko sein darf, rechnet /rechner/positionsgroessen-rechner aus. Gebühren verschiedener Börsen und Broker vergleicht /rechner/trading-gebuehren-rechner, Trades mit Hebel /rechner/hebel-rechner. Den Orderflow der großen Perpetuals mit Taker-Käufen und -Verkäufen siehst du unter /marktdaten/orderflow, Kurse und Tagesbewegungen unter /marktdaten/maerkte. Zum Weiterlesen: /ratgeber/rsi-indikator-krypto, /ratgeber/coinbase-vs-kraken und /ratgeber/krypto-gewerblich-handeln, falls du sehr viel handelst. Wie dieselben Gebühren bei einer längeren Anlage ohne häufiges Handeln wirken, zeigt der Bitcoin-Gewinnrechner unter /rechner/bitcoin-gewinn-rechner mit einem historischen Kaufdatum.

Häufige Fragen

Wie berechne ich den Break-even-Kurs eines Krypto-Trades?

Teile den Kaufkurs durch das Produkt aus (1 minus Kaufgebühr) und (1 minus Verkaufsgebühr). Bei einem Kaufkurs von 2.500 Euro und je 0,1 Prozent Gebühr ergibt das 2.500 / (0,999 × 0,999) = 2.505,01 Euro. Erst über diesem Kurs bist du nach Gebühren im Plus. Die Höhe des Einsatzes spielt dafür keine Rolle, nur der Kaufkurs und die beiden Gebührensätze.

Was ist der Unterschied zwischen Maker- und Taker-Gebühr?

Als Maker stellst du mit einer Limit-Order ein Angebot ins Orderbuch, das nicht sofort ausgeführt wird, und fügst dem Markt so Liquidität hinzu. Als Taker führst du eine bestehende Order sofort aus, etwa mit einer Market-Order. Maker zahlen meist weniger. Bei Kraken Pro sind es in der Einstiegsstufe 0,40 Prozent Maker und 0,80 Prozent Taker, bei Binance Spot für normale Nutzer je 0,1 Prozent.

Warum mache ich Verlust, obwohl der Kurs gestiegen ist?

Weil der Kurs nicht über den Break-even gestiegen ist. Kauf- und Verkaufsgebühr zusammen müssen erst verdient werden, bevor ein Trade Gewinn bringt. Bei je 0,8 Prozent Gebühr braucht es einen Anstieg von rund 1,6 Prozent, bei je 1,5 Prozent Aufschlag rund 3,1 Prozent. Dazu kommt Slippage bei großen Market-Orders. Prüfe mit dem Rechner vor dem Trade, wo dein Break-even liegt.

Wie viel Gebühren zahle ich beim Krypto-Trading?

Das hängt von der Plattform und vom Ordertyp ab. Binance verlangt im Spot-Handel für normale Nutzer 0,1 Prozent je Order, Kraken Pro in der Einstiegsstufe 0,40 Prozent als Maker und 0,80 Prozent als Taker, Hyperliquid im Spot 0,04 und 0,07 Prozent. Broker wie Bitpanda nehmen statt einer Gebühr einen Aufschlag im Kurs, bei Bitcoin 0,99 Prozent je Richtung. Bei häufigem Handel summiert sich das schnell.

Zählt ein Tausch von Coin gegen Coin als Trade?

Für den Rechner ja, wenn du die Euro-Werte zum Tauschzeitpunkt einträgst. Auch steuerlich gilt ein Tausch in Deutschland als Verkauf des alten und Kauf des neuen Coins. Innerhalb eines Jahres nach dem Kauf kann daraus ein steuerpflichtiger Gewinn entstehen, obwohl nie Euro auf deinem Konto ankommen. In Österreich ist der Tausch zwischen Kryptowährungen dagegen steuerneutral.

Berücksichtigt der Rechner Slippage?

Nein. Der Rechner nimmt an, dass deine Order genau zum eingegebenen Kurs ausgeführt wird. Bei großen Market-Orders oder in wenig gehandelten Coins wird eine Order aber oft zu mehreren, schlechteren Preisen ausgeführt. Trage für eine realistische Rechnung deinen tatsächlichen Durchschnittskurs aus der Abrechnung ein oder nutze Limit-Orders, bei denen du den Preis selbst festlegst und dafür meist die niedrigere Maker-Gebühr zahlst.

Quellen

  1. Binance: Trading Fee Schedule
  2. Kraken: Fee Schedule
  3. Hyperliquid Docs: Fees
  4. Bitpanda Hilfe: What fees and premiums can I expect to pay on Bitpanda?
  5. Gesetze im Internet: § 23 EStG, Private Veräußerungsgeschäfte

Hinweis: Alle Ergebnisse sind Schätzungen und keine Anlage- oder Steuerberatung. Jede Zahl folgt aus den Eingaben und der angezeigten Formel.