Trading-Gebührenrechner: Was Kauf und Verkauf von Krypto wirklich kosten
Gib den Betrag ein und wähle eine Börse oder einen Broker. Der Rechner zeigt, was Ein- und Ausstieg zusammen kosten, aus Ordergebühr und Spread.
Ein Kauf und Verkauf über 10.000 € bei Bitvavo (Spot, taker) kostet 50 €, also 0,50 % des Volumens.
| Börse | Spot M/T | Perp M/T |
|---|---|---|
| Binance | 0,1 / 0,1 | 0,02 / 0,05 |
| Bybit | 0,1 / 0,1 | 0,02 / 0,055 |
| OKX | 0,08 / 0,1 | 0,02 / 0,05 |
| Coinbase Advanced | 0,4 / 0,6 | – |
| Kraken Pro | 0,25 / 0,4 | 0,02 / 0,05 |
| Bitget | 0,1 / 0,1 | 0,02 / 0,06 |
| KuCoin | 0,1 / 0,1 | 0,02 / 0,06 |
| Bitvavo | 0,15 / 0,25 | – |
| Hyperliquid | 0,04 / 0,07 | 0,015 / 0,045 |
= 10.000 × (0,0025 + 0,0025) + 10.000 × 0
= 50 €
Nicht verifizierte Voreinstellungen. Die Sätze sind die zuletzt hier erfassten Basisstufen der Börsen, heute nicht gegen deren Gebührenseite geprüft; Volumenstufen, Token-Rabatte und regionale Gesellschaften weichen ab. Vor dem Handeln die Gebührenseite in der Tabelle öffnen.
So funktioniert es
Krypto-Gebühren sind schwer zu vergleichen, weil Anbieter sie auf zwei völlig verschiedene Arten berechnen. Börsen mit Orderbuch weisen eine Gebühr in Prozent aus, getrennt nach Maker und Taker. Broker und Apps nehmen oft keine sichtbare Gebühr, sondern einen Aufschlag im Kurs, den Spread. Der Trading-Gebührenrechner bringt beides auf eine Zahl: die Kosten in Euro für einen Kauf und den späteren Verkauf. Für mehrere Anbieter sind die Sätze von ihren offiziellen Gebührenseiten hinterlegt. Wo ein Wert nicht offiziell belegt ist, kennzeichnet der Rechner ihn als ungeprüft. Alle Werte kannst du überschreiben, zum Beispiel mit dem Satz deiner eigenen Volumenstufe.
Der Gebührenrechner auf einen Blick
- Formel
- Kosten = Betrag × (Gebühr Einstieg + Gebühr Ausstieg) + Spread
- Gebühr
- Ausgewiesene Order- oder Handelsgebühr in Prozent
- Spread
- Aufschlag im Kurs, als Betrag in Euro
- Voreinstellungen
- Je Anbieter Maker, Taker oder App-Aufschlag
- Kennzeichnung
- Nicht offiziell belegte Werte als ungeprüft markiert
- Nicht enthalten
- Ein- und Auszahlungsgebühren, Netzwerkgebühren
So benutzt du den Gebührenrechner
Schritt für Schritt
- Trage den Betrag ein, für den du kaufen willst, zum Beispiel 1.000 Euro.
- Wähle einen Anbieter. Der Rechner setzt die Gebühr für Einstieg und Ausstieg ein, an Börsen je nach Ordertyp Maker oder Taker.
- Prüfe den Spread. Bei Brokern ist er der wichtigste Kostenpunkt; trage den Aufschlag ein, den du in der App beim Vergleich mit dem Marktkurs siehst.
- Lies die Kosten in Euro und in Prozent des Betrags ab.
- Wechsle den Anbieter oder den Ordertyp und vergleiche.
Die Formel hinter dem Rechner
Die Kosten eines vollständigen Trades, also Kauf und Verkauf, sind Betrag × (Gebühr beim Einstieg + Gebühr beim Ausstieg) + Spread. Die beiden Gebühren sind die ausgewiesenen Prozentsätze des Anbieters. Der Spread ist der Betrag, den du zusätzlich verlierst, weil du über dem Marktpreis kaufst und unter dem Marktpreis verkaufst. Der Rechner rechnet die Gebühr beim Ausstieg der Einfachheit halber auf denselben Betrag; hat sich der Kurs zwischendurch stark verändert, ist sie in Wirklichkeit etwas höher oder niedriger.
Rechenbeispiel: 1.000 Euro rein und raus
An einer Börse wie Binance mit 0,1 Prozent Gebühr je Order für normale Nutzer kosten Kauf und Verkauf für 1.000 Euro zusammen 1.000 × (0,001 + 0,001) = 2 Euro. Der Spread im Orderbuch ist bei Bitcoin an großen Börsen sehr klein und kann bei dieser Größe vernachlässigt werden. Bei Kraken Pro zahlst du in der Einstiegsstufe als Taker 0,80 Prozent je Order, zusammen 16 Euro. In der Kraken-App fällt beim Sofortkauf laut Gebührenseite 1 Prozent Gebühr an, plus ein Spread, den Kraken nicht beziffert. Bei Bitpanda gibt es für Bitcoin keine Ordergebühr, aber einen Aufschlag von 0,99 Prozent je Richtung; über Kauf und Verkauf sind das rund 19,80 Euro, die im Rechner als Spread erscheinen.
| Gebühr je Order | Spread oder Aufschlag | Kosten gesamt | Quelle | |
|---|---|---|---|---|
| Hyperliquid Spot, Taker | 0,07 Prozent | Orderbuch, gering | rund 1,40 Euro | Hyperliquid-Dokumentation |
| Binance Spot, normale Nutzer | 0,1 Prozent | Orderbuch, gering | rund 2 Euro | Binance-Gebührenseite |
| Kraken Pro, Maker | 0,40 Prozent | Orderbuch, gering | rund 8 Euro | Kraken-Gebührenseite |
| Kraken Pro, Taker | 0,80 Prozent | Orderbuch, gering | rund 16 Euro | Kraken-Gebührenseite |
| Kraken-App, Sofortkauf | 1 Prozent | Im Kurs, nicht beziffert | 20 Euro plus Spread | Kraken-Gebührenseite |
| Bitpanda-App, Bitcoin | Keine | 0,99 Prozent je Richtung | rund 19,80 Euro | Bitpanda-Hilfeseite |
| Trade Republic | 1 Euro je Order | Im Kurs, laut Testportalen ca. 0,5 Prozent bei Bitcoin | rund 12 Euro, ungeprüft | Testportale |
Die Tabelle zeigt, dass der Unterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Weg bei einem einzigen Trade über 1.000 Euro rund 18 Euro beträgt, also knapp 2 Prozent. Bei kleinen Beträgen kommt ein zweiter Effekt hinzu: Feste Gebühren wie 1 Euro je Order fallen umso stärker ins Gewicht, je kleiner der Betrag ist. Bei 50 Euro sind 1 Euro bereits 2 Prozent.
Was jede Eingabe bedeutet
Der Betrag ist der Wert deines Kaufs in Euro. Die Gebühr beim Einstieg und beim Ausstieg sind Prozentsätze, die der Anbieter auf der Abrechnung ausweist. An Börsen hängt der Satz vom Ordertyp ab: Eine Limit-Order, die im Orderbuch liegen bleibt, gilt als Maker, eine sofort ausgeführte Order als Taker. Außerdem sinken die Sätze mit dem Handelsvolumen der letzten 30 Tage. Der Spread ist der Betrag, um den Kauf- und Verkaufskurs vom Marktpreis abweichen, über beide Richtungen zusammen. Bei Brokern ist er der eigentliche Preis, bei Börsen mit tiefem Orderbuch meist klein.
Den Spread selbst messen
Wenn ein Anbieter den Aufschlag nicht nennt, misst du ihn. Öffne in der App die Kaufmaske und notiere den Kurs, den sie dir für einen Bitcoin anbietet. Vergleiche ihn im selben Moment mit dem Kurs an einer großen Börse oder auf unserer Seite /marktdaten/maerkte. Die Differenz geteilt durch den Marktkurs ist der Aufschlag in Prozent. Wiederhole das für den Verkaufskurs. Beide zusammen ergeben den Spread über einen vollständigen Trade. Bitpanda weist darauf hin, dass der Chart den Marktpreis zeigt und der Preis inklusive Aufschlag erst in der Zusammenfassung vor dem Kauf erscheint.
Hochgerechnet aufs Jahr
Einzelne Trades wirken billig, die Summe nicht. Angenommen, du handelst 20-mal im Monat jeweils 1.000 Euro, also 240 vollständige Trades im Jahr. An Binance mit 0,1 Prozent je Order kostet das rund 480 Euro im Jahr. An Kraken Pro als Taker in der Einstiegsstufe wären es rund 3.840 Euro, mit Limit-Orders als Maker die Hälfte. Über eine App mit 0,99 Prozent Aufschlag je Richtung kämen rund 4.750 Euro zusammen. Bei diesem Handelsstil entscheidet die Wahl des Anbieters also über einen Betrag, der leicht größer ist als der Gewinn, den viele Trader im Jahr erzielen. Wer dagegen nur zweimal im Jahr kauft, zahlt selbst beim teuersten Anbieter in der Tabelle weniger als 50 Euro.
Typische Fehler beim Gebührenvergleich
Erstens: Nur die Ordergebühr vergleichen. Eine App mit 0 Euro Gebühr kann teurer sein als eine Börse mit 0,1 Prozent, wenn ihr Spread bei 1 Prozent liegt. Zweitens: Nur eine Richtung rechnen. Gebühren und Spread fallen beim Kauf und beim Verkauf an. Drittens: Ein- und Auszahlungen übersehen. Manche Anbieter berechnen für Kartenzahlungen einen Aufschlag, und eine Auszahlung auf die eigene Wallet kostet eine Netzwerkgebühr. Viertens: Werbeaussagen statt Gebührentabellen nutzen. Die Sätze ändern sich, und für Kunden in verschiedenen Ländern gelten teils andere Tabellen. Die Voreinstellungen im Rechner stammen deshalb nur aus offiziellen Seiten, wo es sie gibt.
Sonderfälle: Derivate, Rabatte und Sparpläne
Bei Perpetuals sind die Sätze niedriger, gelten aber für den gehebelten Positionswert. Hyperliquid nennt für Perpetuals in der Basisstufe 0,015 Prozent Maker und 0,045 Prozent Taker. Mit Hebel 10 fällt die Gebühr auf das Zehnfache deiner Margin an. Das rechnet der Futures-Gewinnrechner. Rabatte ändern die Sätze ebenfalls: Binance gewährt im Spot-Handel einen Nachlass, wenn du Gebühren in BNB zahlst. Bei Sparplänen werben viele Anbieter mit 0 Euro Ordergebühr; dort ist der Spread fast die gesamte Rechnung. Eine Studie der Frankfurt School hat im März 2026 für Kauf und Verkauf über verschiedene Apps Gesamtkosten zwischen 0,53 und 6,45 Prozent gemessen.
Gebühren und Steuer
In Deutschland mindern Handelsgebühren den steuerpflichtigen Gewinn eines privaten Veräußerungsgeschäfts: Kaufgebühren erhöhen die Anschaffungskosten, Verkaufsgebühren mindern den Erlös. Das gilt aber nur, wenn der Verkauf innerhalb der Haltefrist steuerpflichtig ist. In Österreich sind Transaktionskosten beim Tausch steuerlich unbeachtlich, und Aufwendungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen sind laut Finanzministerium nur abziehbar, wenn du die Regelbesteuerungsoption ausübst. Einzelheiten stehen in /ratgeber/krypto-gebuehren-steuerlich-absetzen.
Das Ergebnis richtig lesen
Die Kosten in Prozent sind der Kursanstieg, den du allein brauchst, um nach Kauf und Verkauf bei null herauszukommen. Liegen sie bei 2 Prozent, muss Bitcoin um gut 2 Prozent steigen, bevor du etwas verdienst. Für langfristige Anleger mit wenigen Trades ist das überschaubar, für aktive Trader entscheidend. Multipliziere die Kosten eines Trades mit der Zahl deiner Trades im Jahr, um zu sehen, was dich dein Handelsstil kostet. Prüfe die hinterlegten Sätze außerdem gelegentlich gegen die Gebührenseite deines Anbieters, denn Börsen ändern ihre Tabellen ohne große Ankündigung.
Verwandte Rechner, Marktdaten und Ratgeber
Den Break-even-Kurs eines Trades nach Gebühren zeigt /rechner/krypto-trading-rechner, die Kosten bei Perpetuals mit Funding /rechner/futures-gewinn-rechner, die Wirkung der Gebühren über einen Sparplan /rechner/bitcoin-sparplan-rechner. Marktkurse zum Vergleich findest du unter /marktdaten/maerkte. Die Gebühren einzelner Anbieter erklären /ratgeber/bitpanda-gebuehren-spread, /ratgeber/trade-republic-krypto-gebuehren, /ratgeber/revolut-krypto-gebuehren, /ratgeber/swissquote-krypto-gebuehren, /ratgeber/bison-gebuehren und /ratgeber/coinbase-vs-kraken.
Häufige Fragen
Wo kann ich Krypto am günstigsten kaufen?
Am günstigsten sind in der Regel Börsen mit Orderbuch und Limit-Orders, weil dort niedrige Maker-Gebühren und ein kleiner Spread anfallen. Binance verlangt im Spot-Handel für normale Nutzer 0,1 Prozent je Order, Hyperliquid im Spot 0,04 Prozent als Maker. Apps und Broker sind bequemer, kosten aber meist mehr, weil ein Aufschlag im Kurs steckt. Rechne mit deinem Betrag nach, denn bei kleinen Summen fallen feste Gebühren stark ins Gewicht.
Was ist ein Spread bei Krypto?
Der Spread ist der Abstand zwischen dem Kurs, zu dem du kaufen kannst, und dem Kurs, zu dem du verkaufen kannst. Bei Brokern enthält er einen Aufschlag des Anbieters auf den Marktpreis. Bitpanda nennt diesen Aufschlag für Bitcoin 0,99 Prozent je Richtung. Er steht nicht als Gebühr auf der Abrechnung, sondern steckt im Preis. Du misst ihn, indem du den angebotenen Kurs mit dem Marktkurs vergleichst.
Was kostet es, 1.000 Euro Bitcoin zu kaufen und zu verkaufen?
Je nach Anbieter zwischen etwa 1,40 und 20 Euro und mehr. An Binance mit 0,1 Prozent je Order sind es rund 2 Euro, an Kraken Pro als Taker in der Einstiegsstufe rund 16 Euro. Bei Bitpanda kommen über den Aufschlag von 0,99 Prozent je Richtung rund 19,80 Euro zusammen, in der Kraken-App 20 Euro Gebühr plus Spread. Einzahlungs-, Auszahlungs- und Netzwerkgebühren kommen gegebenenfalls hinzu.
Was ist der Unterschied zwischen Maker und Taker?
Ein Maker stellt mit einer Limit-Order ein Angebot ins Orderbuch, das nicht sofort ausgeführt wird. Ein Taker führt eine vorhandene Order sofort aus, etwa mit einer Market-Order. Weil Maker dem Markt Liquidität geben, zahlen sie an den meisten Börsen weniger. Bei Kraken Pro sind es in der Einstiegsstufe 0,40 gegen 0,80 Prozent. Wer nicht eilig kaufen muss, spart mit Limit-Orders also oft die Hälfte.
Sind Krypto-Apps mit 0 Euro Gebühr wirklich kostenlos?
Meist nicht. Apps ohne Ordergebühr verdienen in der Regel am Spread, also an einem Aufschlag im Kurs. Er ist auf der Abrechnung nicht als Gebühr ausgewiesen, kostet dich aber beim Kauf und beim Verkauf Geld. Eine Studie der Frankfurt School hat im März 2026 für Kauf und Verkauf über verschiedene Apps Gesamtkosten zwischen 0,53 und 6,45 Prozent gemessen. Miss den Spread selbst, bevor du größere Beträge kaufst.
Kann ich Krypto-Gebühren von der Steuer absetzen?
In Deutschland mindern Handelsgebühren den Gewinn, wenn ein Verkauf innerhalb der einjährigen Haltefrist steuerpflichtig ist. Kaufgebühren zählen zu den Anschaffungskosten, Verkaufsgebühren mindern den Erlös. Nach Ablauf der Haltefrist ist der Verkauf steuerfrei, die Gebühren wirken sich dann nicht aus. In Österreich sind Aufwendungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen nur bei Ausübung der Regelbesteuerungsoption abziehbar, sonst gilt der Sondersteuersatz von 27,5 Prozent ohne Abzug.
Quellen
Hinweis: Alle Ergebnisse sind Schätzungen und keine Anlage- oder Steuerberatung. Jede Zahl folgt aus den Eingaben und der angezeigten Formel.