Bitcoin-Mining-Rechner: Ertrag, Stromkosten und Break-even-Strompreis
Wähle ein Gerät oder trage Hashrate und Leistung ein, dazu deinen Strompreis. Der Rechner zeigt Ertrag, Stromkosten und Gewinn pro Tag und den Strompreis, ab dem sich Mining nicht mehr lohnt.
Ertrag 6,20 €, Strom 25,20 € pro Tag. Break-even-Strompreis: 0,072 €/kWh.
| Gerät | J/TH | Gewinn/Tag |
|---|---|---|
| Antminer S21 | 17,5 | −19,12 € |
| Antminer S21 Pro | 15 | −18,16 € |
| Antminer S19 XP | 21,3 | −17,39 € |
| Whatsminer M60S | 18,5 | −19,12 € |
| Bitaxe Gamma | 14,2 | −0,0859 € |
Strom = kW × 24 × Preis/kWh
Gewinn = Ertrag − Strom − Pool-Gebühr
= 6,2 − 25,2 − 0,12
= −19,12
Der Hashprice ist aus Netzwerk-Hashrate, 3,125 BTC Blocksubvention und Live-Kurs geschätzt, ohne Transaktionsgebühren. Er ändert sich mit Kurs und Difficulty; Hardware, Kühlung und Ausfallzeiten sind nicht enthalten.
So funktioniert es
Ob sich Bitcoin-Mining lohnt, entscheidet in Deutschland, Österreich und der Schweiz fast immer der Strompreis. Der Mining-Rechner stellt zwei Zahlen gegenüber: was dein Gerät pro Tag an Bitcoin erwirtschaftet und was es an Strom kostet. Den Ertrag rechnet er über den Hashprice, also den Erlös, den eine Einheit Rechenleistung pro Tag im Netzwerk bringt. Die Stromkosten ergeben sich aus der Leistungsaufnahme und deinem Preis pro Kilowattstunde. Dazu kommt die Gebühr des Mining-Pools. Am Ende steht der Gewinn oder Verlust pro Tag und der Strompreis, bei dem du genau bei null landest. Für fünf verbreitete Geräte sind Hashrate und Leistung hinterlegt.
Der Mining-Rechner auf einen Blick
- Ertrag pro Tag
- Hashrate in TH/s × Hashprice je TH/s und Tag
- Stromkosten pro Tag
- Watt / 1.000 × 24 × Strompreis je kWh
- Gewinn pro Tag
- Ertrag − Stromkosten − Pool-Gebühr × Ertrag
- Break-even-Strompreis
- Ertrag × (1 − Pool-Gebühr) / (kW × 24)
- Hashprice
- Standardwert, von dir änderbar
- Hinterlegte Geräte
- Antminer S21, S21 Pro, S19 XP, Whatsminer M60S, Bitaxe Gamma
- Nicht enthalten
- Anschaffung, Kühlung, Steuern, künftige Schwierigkeit
So benutzt du den Mining-Rechner
Schritt für Schritt
- Wähle ein Gerät aus der Liste oder trage Hashrate in TH/s und Leistungsaufnahme in Watt selbst ein.
- Trage deinen Strompreis je Kilowattstunde ein, so wie er auf deiner Stromrechnung steht, inklusive Steuern und Abgaben.
- Prüfe den Hashprice. Der Rechner nutzt einen Standardwert; den aktuellen Wert findest du bei Anbietern wie dem Hashrate Index von Luxor.
- Trage die Gebühr deines Mining-Pools in Prozent ein, typisch sind wenige Prozent.
- Lies Ertrag, Stromkosten, Gewinn pro Tag und den Break-even-Strompreis ab. Liegt dein Strompreis darüber, verlierst du mit jedem Tag Geld.
Die Formeln hinter dem Rechner
Der Ertrag pro Tag ist Hashrate in TH/s × Hashprice. Der Hashprice fasst Blockbelohnung, Transaktionsgebühren, Netzwerk-Schwierigkeit und Bitcoin-Kurs in einer Zahl zusammen: Er sagt, wie viel ein Terahash pro Sekunde Rechenleistung an einem Tag im Durchschnitt einbringt. Die Stromkosten pro Tag sind Leistung in Watt / 1.000 × 24 Stunden × Strompreis je kWh. Die Pool-Gebühr geht als Prozentsatz vom Ertrag ab. Gewinn = Ertrag − Stromkosten − Pool-Gebühr × Ertrag. Der Break-even-Strompreis ist der Preis je Kilowattstunde, bei dem der Gewinn genau null ist: Ertrag × (1 − Pool-Gebühr) / (kW × 24).
Rechenbeispiel: Antminer S21 zu Hause
Für das Beispiel nehmen wir einen Hashprice von 0,028 Euro je TH/s und Tag an. Luxors Hashrate Index meldete für Juli 2026 rund 31 Dollar je PH/s und Tag, also gut 0,03 Dollar je TH/s; der Euro-Wert ist eine gerundete Annahme. Der Antminer S21 leistet 200 TH/s bei 3.500 Watt. Er erwirtschaftet 200 × 0,028 = 5,60 Euro pro Tag. Er verbraucht 3,5 kW × 24 Stunden = 84 kWh pro Tag; bei 0,30 Euro je kWh kostet das 25,20 Euro. Nach 2,5 Prozent Pool-Gebühr, also 0,14 Euro, bleibt ein Verlust von 19,74 Euro pro Tag. Der Break-even-Strompreis liegt bei 5,60 × 0,975 / 84 = 0,065 Euro, also 6,5 Cent je kWh.
| Hashrate und Leistung | Ertrag pro Tag | Stromkosten pro Tag | Break-even-Strompreis | |
|---|---|---|---|---|
| Antminer S21 | 200 TH/s, 3.500 W | 5,60 Euro | 25,20 Euro | 6,5 Cent je kWh |
| Antminer S21 Pro | 234 TH/s, 3.510 W | 6,55 Euro | 25,27 Euro | 7,6 Cent je kWh |
| Antminer S19 XP | 141 TH/s, 3.010 W | 3,95 Euro | 21,67 Euro | 5,3 Cent je kWh |
| Whatsminer M60S | 186 TH/s, 3.441 W | 5,21 Euro | 24,78 Euro | 6,2 Cent je kWh |
| Bitaxe Gamma | 1,2 TH/s, 17 W | 0,034 Euro | 0,12 Euro | 8,0 Cent je kWh |
Die Tabelle zeigt das Muster: Bei Haushaltsstrompreisen um 30 Cent kostet jedes dieser Geräte mehr Strom, als es erwirtschaftet. Der Break-even liegt bei allen zwischen etwa 5 und 8 Cent je kWh. Entscheidend ist die Effizienz, gemessen in Joule je Terahash: Der S21 Pro braucht rund 15 J/TH, der S19 XP gut 21 J/TH. Je niedriger der Wert, desto höher der Strompreis, den ein Gerät verkraftet.
Was jede Eingabe bedeutet
Die Hashrate ist die Rechenleistung des Geräts in Terahash pro Sekunde, also Billionen Rechenversuche je Sekunde. Die Leistung in Watt ist die Stromaufnahme an der Steckdose. Beide Werte schwanken je nach Firmware, Takt und Temperatur; die hinterlegten Werte sind Herstellerangaben. Der Strompreis ist dein Arbeitspreis je kWh; eine Grundgebühr fällt ohnehin an und gehört nicht hinein. Der Hashprice ist der durchschnittliche Erlös je TH/s und Tag. Die Pool-Gebühr ist der Anteil, den der Pool für das Bündeln der Rechenleistung und die regelmäßige Auszahlung einbehält.
Warum sich der Hashprice ändert
Der Hashprice steigt mit dem Bitcoin-Kurs und den Transaktionsgebühren und sinkt mit der Netzwerk-Schwierigkeit. Die Schwierigkeit passt sich alle 2.016 Blöcke, also etwa alle zwei Wochen, an die gesamte Rechenleistung im Netzwerk an. Kommen neue Geräte hinzu, steigt sie, und dein Gerät bekommt einen kleineren Anteil. Dazu kommt das Halving: Die Blockbelohnung beträgt derzeit 3,125 BTC und halbiert sich beim nächsten Halving bei Block 1.050.000, das für das Frühjahr 2028 erwartet wird. Ohne steigenden Kurs würde der Hashprice dann ungefähr halbiert. Rechne deshalb nicht mit dem heutigen Wert über Jahre, sondern mit einer Spanne.
Sonderfälle: Abwärme, Solarstrom und Bitaxe
Zu Hause lohnt sich Mining rechnerisch nur, wenn der Strom deutlich billiger ist als der Haushaltstarif oder die Abwärme einen Wert hat. Mit überschüssigem Solarstrom zählt die entgangene Einspeisevergütung als Strompreis, nicht der Bezugspreis. Trage diesen Wert im Rechner ein. Wer im Winter ohnehin elektrisch heizt, kann einen Teil der Stromkosten als Heizkosten betrachten, weil ein Miner fast die gesamte Energie als Wärme abgibt. Der Bitaxe Gamma ist ein Sonderfall: Er arbeitet meist im Solo-Mining, bei dem du nur dann etwas bekommst, wenn du selbst einen ganzen Block findest. Der Rechner zeigt für ihn den rechnerischen Durchschnittsertrag, den du im Solo-Mining praktisch nie gleichmäßig erhältst.
Amortisation: wann sich das Gerät bezahlt macht
Der Rechner zeigt den laufenden Gewinn. Ob sich die Anschaffung lohnt, überschlägst du mit einer zweiten Formel: Amortisationszeit = Kaufpreis / Gewinn pro Tag. Angenommen, du bekommst Strom für 4 Cent je kWh und zahlst für einen S21 3.000 Euro (beide Werte sind Annahmen). Dann bleiben nach Pool-Gebühr und Strom 5,46 − 3,36 = 2,10 Euro pro Tag. Bis der Kaufpreis eingespielt ist, vergehen rund 1.430 Tage, fast vier Jahre, und damit länger als bis zum nächsten Halving, das den Ertrag ungefähr halbiert. Die Rechnung geht also nur auf, wenn der Bitcoin-Kurs in dieser Zeit steigt oder der Strom noch günstiger ist.
Typische Fehler
Erstens: Den Hashprice in Dollar mit einem Strompreis in Euro rechnen. Nimm beide Werte in derselben Währung. Zweitens: Den Strompreis ohne Steuern und Netzentgelte eintragen. Drittens: Die Anschaffung vergessen. Der Rechner zeigt den laufenden Gewinn; ob sich das Gerät insgesamt rechnet, hängt davon ab, ob die Tagesgewinne den Kaufpreis decken, bevor Schwierigkeit und Halving den Ertrag senken. Viertens: Lärm und Wärme unterschätzen. Ein Antminer mit 3.500 Watt ist laut und braucht Belüftung, ein Bitaxe dagegen ist leise.
Steuer auf Mining-Erträge
In Deutschland behandelt das BMF-Schreiben vom 6. März 2025 Mining je nach Umfang und Organisation als gewerbliche Tätigkeit oder als sonstige Einkünfte; die erhaltenen Bitcoin sind beim Zufluss mit ihrem Wert anzusetzen. In Österreich ist Mining laut Finanzministerium eine laufende Einkunft, die beim Zufluss mit dem Marktwert besteuert wird; Stromkosten sind nur bei Ausübung der Regelbesteuerungsoption abziehbar. In der Schweiz sind Mining-Erträge laut ESTV steuerbares Einkommen, bei entsprechendem Umfang aus selbständiger Tätigkeit. Lass dich beraten, bevor du mehr als ein Hobbygerät betreibst.
Das Ergebnis richtig lesen
Der wichtigste Wert ist der Break-even-Strompreis. Liegt dein Preis deutlich darunter, ist Mining heute profitabel, solange Hashprice und Strompreis bleiben. Liegt er darüber, verlierst du mit jedem Betriebstag Geld, und kein Gerät ändert daran etwas, das nicht effizienter ist. Der Tagesgewinn ist eine Momentaufnahme; rechne ihn mit einem um ein Viertel niedrigeren Hashprice nach, um zu sehen, wie empfindlich dein Ergebnis ist.
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Häufige Fragen
Lohnt sich Bitcoin-Mining in Deutschland?
Mit Haushaltsstrom meist nicht. Bei einem angenommenen Hashprice von 0,028 Euro je TH/s und Tag liegt der Break-even-Strompreis aktueller Geräte zwischen etwa 5 und 8 Cent je kWh, Haushaltsstrom kostet ein Vielfaches. Rechnen kann es sich mit sehr günstigem Strom, mit Solarüberschuss, dessen Wert nur die entgangene Einspeisevergütung ist, oder wenn du die Abwärme zum Heizen nutzt. Prüfe es mit deinen eigenen Werten im Rechner.
Was ist der Hashprice?
Der Hashprice ist der durchschnittliche Erlös, den eine Einheit Rechenleistung pro Tag im Bitcoin-Netzwerk bringt, meist angegeben in Dollar je PH/s oder TH/s und Tag. Er fasst Blockbelohnung, Transaktionsgebühren, Netzwerk-Schwierigkeit und Bitcoin-Kurs zusammen. Luxors Hashrate Index meldete für Juli 2026 rund 31 Dollar je PH/s und Tag. Steigt die Schwierigkeit oder fällt der Kurs, sinkt der Hashprice.
Wie viel verdient ein Antminer S21 pro Tag?
Bei 200 TH/s und einem angenommenen Hashprice von 0,028 Euro je TH/s und Tag erwirtschaftet ein S21 rund 5,60 Euro pro Tag vor Pool-Gebühr. Er verbraucht dabei 84 kWh. Bei 30 Cent je kWh kostet der Strom 25,20 Euro, das Ergebnis ist ein Verlust von rund 19,74 Euro pro Tag. Erst unter etwa 6,5 Cent je kWh wird der S21 in diesem Beispiel profitabel.
Wie berechne ich die Stromkosten eines Miners?
Teile die Leistung in Watt durch 1.000, um Kilowatt zu erhalten, multipliziere mit 24 Stunden und mit deinem Preis je Kilowattstunde. Ein Gerät mit 3.500 Watt verbraucht 84 kWh am Tag, bei 30 Cent je kWh sind das 25,20 Euro pro Tag oder rund 756 Euro im Monat. Für einen Bitaxe mit 17 Watt sind es 0,41 kWh am Tag und rund 12 Cent.
Lohnt sich ein Bitaxe?
Als Einnahmequelle nicht. Ein Bitaxe Gamma mit 1,2 TH/s bringt rechnerisch nur wenige Cent pro Tag, weniger als sein Strom bei Haushaltspreisen kostet. Er wird meist zum Solo-Mining genutzt, bei dem du nur etwas bekommst, wenn du selbst einen ganzen Block findest. Die Chance dafür ist sehr klein, der Gewinn im Erfolgsfall aber die volle Blockbelohnung. Viele betreiben ihn als leises Lern- und Lotterieprojekt.
Was passiert beim nächsten Halving mit dem Mining-Ertrag?
Beim Halving halbiert sich die Blockbelohnung von 3,125 auf 1,5625 BTC. Das nächste Halving bei Block 1.050.000 wird für das Frühjahr 2028 erwartet. Bleiben Kurs, Gebühren und Schwierigkeit gleich, halbiert sich damit grob der Hashprice und mit ihm der Ertrag jedes Geräts. Der Break-even-Strompreis sinkt entsprechend. In der Vergangenheit sind ineffiziente Geräte nach einem Halving häufig unrentabel geworden.
Muss ich Mining-Erträge versteuern?
In Deutschland ja. Nach dem BMF-Schreiben von 2025 ist Mining je nach Umfang eine gewerbliche Tätigkeit oder führt zu sonstigen Einkünften; die geminten Bitcoin werden beim Zufluss mit ihrem Wert angesetzt. In Österreich sind Mining-Erträge laufende Einkünfte, die beim Zufluss zum Marktwert besteuert werden. In der Schweiz sind sie steuerbares Einkommen. Ab einem gewissen Umfang lohnt sich eine Beratung.
Quellen
- Hashrate Index (Luxor): Luxor Hashrate Lookback Series, July 2026
- Hashrate Index: Bitcoin Hashprice Index
- Bitaxe: ESP-Miner Firmware
- Bundesministerium der Finanzen: Einzelfragen zur ertragsteuerrechtlichen Behandlung bestimmter Kryptowerte (6. März 2025)
- BMF Österreich: Steuerliche Behandlung von Kryptowährungen
- ESTV: Kryptowährungen, Besteuerung
Hinweis: Alle Ergebnisse sind Schätzungen und keine Anlage- oder Steuerberatung. Jede Zahl folgt aus den Eingaben und der angezeigten Formel.