Binance-Hacker transferiert 8.567 SOL an Solana-Privacy-Mixer
Eine mit dem 6,3 Milliarden Dollar schweren Binance-Hot-Wallet-Hack verknüpfte Wallet hat laut Onchain Lens 8.567 SOL an den Solana-Mixer Privacy Cash überwiesen, offenbar um Gelder zu waschen.

Eine Adresse, die mit dem Hack der Binance-Hot-Wallets vom 29. Oktober in Verbindung steht, hat 8.567 SOL an Privacy Cash überwiesen, einen Privacy-Pool auf der Solana-Blockchain. Zum Zeitpunkt der Transaktion waren die Token rund 798.000 $ wert.
Der On-Chain-Analyse-Account Onchain Lens meldete den Transfer am 3. November und stufte die Transaktion als Teil des Versuchs ein, gestohlene Kryptowährungen zu waschen. Anstatt die Gelder an eine zentrale Börse oder eine andere persönliche Wallet zu senden, leitete der Angreifer die Token direkt in das Privacy-Protokoll, um die Transaktionsspur zu verwischen.
Onchain Lens wies darauf hin, dass man mehrere weitere Adressen beobachte, die Interaktionen mit Mixern aufweisen. Dies deute darauf hin, dass die Einzahlung Teil einer breiter angelegten Geldwäschekampagne und kein isolierter Transfer sei.
Privacy Cash startete im August 2025 auf Solana, wo niedrige Gebühren und eine schnelle Ausführung das Verschieben von Geldern über mehrere Adressen hinweg erleichtern. Das Protokoll bündelt die Einzahlungen der Nutzer und setzt auf kryptografische Beweise, sodass Einzahler Gelder auf neue Adressen abheben können, ohne eine direkte Verbindung zu ihren ursprünglichen Einzahlungen preiszugeben.
Bei dem Sicherheitsvorfall vom 29. Oktober wurden rund 6,3 Mrd. $ von Binance-Hot-Wallets über mehrere Blockchains hinweg abgezogen. Das FBI schrieb den Angriff TraderTraitor zu, einer Cyber-Gruppe mit Verbindungen zu Nordkorea.
Der Transfer über 798.000 $ ist im Verhältnis zum Gesamtausmaß des Exploits gering und dürfte die Marktpreise von SOL für sich genommen kaum beeinflussen. Er liefert jedoch einen klaren Beleg dafür, dass die Angreifer aktiv an ihrer Geldwäschestrategie arbeiten. Diese umfasst üblicherweise das Aufteilen von Geldern, Swaps zwischen verschiedenen Token, Netzwerk-Bridges sowie das Schleusen von Vermögenswerten durch Privacy-Protokolle.
Der Schritt rückt zudem Privacy Cash ins Rampenlicht, da Privacy-Tools regelmäßig ins Visier von Regulierungs- und Strafverfolgungsbehörden geraten, wenn sie mit aufsehenerregenden Hacks verknüpft sind. Zu den zentralen Beobachtungspunkten gehört nun, ob weitere gestohlene Gelder in Privacy Cash fließen, ob gemixte Gelder auf zentralen Krypto-Börsen landen und dort eingefroren werden könnten und ob das Protokoll als Reaktion darauf Screening- oder Compliance-Mechanismen einführt.
Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Kryptowerte sind hochvolatil; ein Totalverlust ist möglich.


