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Morgan Stanley vergleicht Staking-Optionen für Finanzberater

Morgan Stanley Investment Management hat Staking über ETPs, Krypto-Börsen und Eigenverwahrung in einem Berater-Newsletter verglichen. Neben Nettorenditen und Validator-Risiken beleuchtet die Bank dabei die Ausgestaltung ihrer hauseigenen Ethereum- und Solana-Trusts.

Morgan Stanley vergleicht Staking-Optionen für Finanzberater

Morgan Stanley widmet sich der Frage, wie Kunden ihre Krypto-Assets rentabel einsetzen können. In einem Newsletter für Finanzberater analysierte John Keller von Morgan Stanley Investment Management drei zentrale Staking-Wege: börsengehandelte Produkte (ETPs), zentralisierte Krypto-Börsen und Wallets zur Eigenverwahrung.

Das Kernargument des Schreibens: Das gewählte Setup entscheidet maßgeblich darüber, welcher Teil der Staking-Rendite letztlich beim Anleger ankommt. Denn je nach Weg unterscheiden sich die Liquiditätsprofile, das Slashing-Risiko bei Fehlverhalten von Validatoren und der verbleibende Nettoertrag.

Für Berater, die Proof-of-Stake-Netzwerke prüfen, zählt Slashing weiterhin zu den Hauptbedenken. Verletzt ein Validator Konsensregeln oder fällt aus, können Netzwerkprotokolle die hinterlegten Staking-Bestände über Strafabschläge verringern. Um diesem Risiko zu begegnen, skizzierte Waseem Salim, CEO von Valdora, im Newsletter konkrete Due-Diligence-Schritte, mit denen Berater das Kundenkapital vor Ausfällen schützen können.

Die Staking-Übersicht fügt sich in die eigene Produktpalette von Morgan Stanley ein. Die Großbank hatte am 28. Juli 2026 zwei Vehikel mit Staking-Funktion aufgelegt: den Morgan Stanley Ethereum Trust (MSSE) und den Morgan Stanley Solana Trust (MSOL). Über die gesamte Palette an Krypto-Produkten hinweg verwaltet das Institut mehr als 14 Mrd. US-Dollar an Vermögenswerten.

Auswertungen zu den Fonds zeigen, dass der MSSE zwischen 50 % und 80 % seiner ETH-Bestände stakt. Der MSOL ist darauf ausgelegt, bis zu 100 % seiner SOL einzusetzen. Die partielle Allokation beim Ethereum-Trust trägt voraussichtlich Wartezeiten bei der Entsperrung (Unbonding Queues) sowie Rückgabewünschen Rechnung, um ausreichend liquide ETH im Fonds vorzuhalten.

Beide Trusts leiten nach Abzug der Providerkosten rund 95 % der Brutto-Staking-Erträge direkt an die Anteilseigner weiter. Die Produkte weisen eine Sponsorengebühr von 0,14 % auf; Morgan Stanley selbst behält keinen Anteil der Staking-Erlöse ein.

Jede Staking-Methode bringt für Kunden klare Kompromisse mit sich: Die Eigenverwahrung verlangt, private Schlüssel eigenständig zu sichern und Validatoren selbst auszuwählen. Zentralisierte Börsen übernehmen zwar die operative Abwicklung, allerdings geben Investoren dabei die direkte Kontrolle über ihre Bestände ab. ETPs wiederum binden die Staking-Rendite in ein klassisches Wertpapierdepot ein – dafür müssen sich Anleger jedoch auf die Auswahl der Staking-Anbieter durch den Fondssponsor verlassen.

Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Kryptowerte sind hochvolatil; ein Totalverlust ist möglich.

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