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Base verkürzt Blockzeit mit Denim-Upgrade auf 200 Millisekunden

Base hat das Denim-Upgrade auf dem Mainnet aktiviert: Die Blockzeit sinkt auf 200 Millisekunden, und reguläre kanonische Blöcke lösen die bisherigen Flashblocks ab, um die Abwicklung zu beschleunigen.

Base verkürzt Blockzeit mit Denim-Upgrade auf 200 Millisekunden

Das von Coinbase initiierte Ethereum-Layer-2-Netzwerk Base hat sein viertes großes Upgrade namens Denim im Mainnet scharfgeschaltet. Vorausgegangen war ein Testlauf auf dem Sepolia-Testnetz im vergangenen Monat. Mit dem Update verkürzt das Netzwerk die Zeitspanne zwischen zwei Blöcken um das Zehnfache: Statt bisher zwei Sekunden benötigt die Blockchain nur noch 200 Millisekunden. Damit nähere sich das Tempo den Anforderungen von Handels- und Zahlungsanwendungen an, teilte das Team am Donnerstag mit.

Ende der Zwischenschritte bei Transaktionen

Technisch ersetzt Denim das bisherige Verfahren der sogenannten Flashblocks durch fünf kanonische Blöcke pro Sekunde. Transaktionen in einem Block gelten nun unmittelbar auf der Blockchain als bestätigt, statt in einem vorläufigen Status zu verharren, der sich nachträglich noch ändern könnte. Laut Base zielt die Umstellung vor allem darauf ab, tokenisierte Aktien und andere Real-World Assets zu unterstützen, die auf eine rasche Abwicklung angewiesen sind.

Zuvor erzeugte Base alle zwei Sekunden einen kanonischen Block und übertrug Voransichten ausstehender Transaktionen über Flashblocks. Da diese Entwürfe im finalen Block noch verworfen werden konnten, mussten Anwendungen den vorab bestätigten und den kanonischen Status fortlaufend abgleichen. Mit Denim ist nun jeder 200-Millisekunden-Block fester Bestandteil der kanonischen Chain, und standardmäßige RPC-Schnittstellen stellen den aktuellen Zustand direkt bereit. Entwickler benötigen laut Base weder separate Abonnements für Flashblocks noch eigene Abgleichsysteme.

Mehr Präzision für DeFi und strengere Token-Regeln

Mit dem Upgrade führt das Netzwerk zudem BaseTime ein, das Smart Contracts eine Zeitmessung auf die Millisekunde genau ermöglicht. Dezentrale Finanzprotokolle können Zeitspannen damit bei Auktionen, Order-Laufzeiten, im Handel und bei weiteren DeFi-Funktionen exakter erfassen. Dezentralen Krypto-Börsen und Kreditmärkten eröffnet das Verfahren engmaschigere Zeitfenster, um Liquidationen durchzuführen und Positionen auszugleichen.

Gleichzeitig passten die Entwickler den B20-Token-Standard von Base in drei Punkten an. Emittenten können Compliance-Richtlinien künftig über einen NOT-Operator umkehren und dieselbe Adressliste flexibel für Erlaubnis- oder Sperrregeln nutzen. Zudem greifen Richtlinien für Transfer-Executors nun über alle Transferwege hinweg – einschließlich direkter Wallet-Transaktionen durch Token-Halter –, womit sich Vorgaben von Emittenten nicht mehr umgehen lassen. Schließlich weist das Netzwerk künftig Überweisungen, Minting-Prozesse und Beschlagnahmungen ab, die an die Adresse des Token-Contracts selbst gerichtet sind, um ein versehentliches Einfrieren von Geldern zu verhindern.

Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Kryptowerte sind hochvolatil; ein Totalverlust ist möglich.

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