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Binance wehrte 2026 nach 6,34-Milliarden-Dollar-Hack 57 mutmaßliche Cyberbedrohungen aus Nordkorea ab

Binance stoppte im Jahr 2026 insgesamt 57 mutmaßlich mit Nordkorea in Verbindung stehende Cyberbedrohungen. Dies geht aus einem Vorfallsbericht hervor, der nach einem Diebstahl von 6,34 Milliarden $ am 29. Oktober veröffentlicht wurde.

Binance wehrte 2026 nach 6,34-Milliarden-Dollar-Hack 57 mutmaßliche Cyberbedrohungen aus Nordkorea ab

Binance stoppte im Jahr 2026 insgesamt 57 mutmaßlich mit Nordkorea in Verbindung stehende Cyberbedrohungen, wie Co-CEO Yi He am 3. November bekanntgab. Die Zahl wurde in einem Vorfallsbericht nach einem Angriff am 29. Oktober offengelegt, bei dem Angreifer digitale Vermögenswerte im Wert von rund 6,34 Milliarden $ von der Krypto-Börse abzogen.

Die Plattform schrieb den Diebstahl vom 29. Oktober der nordkoreanischen TraderTraitor-Gruppe zu – eine Einstufung, die durch Erkenntnisse des FBI und von Blockchain-Analyseunternehmen gestützt wird. TraderTraitor wurde bereits mit früheren hochkarätigen Krypto-Exploits in Verbindung gebracht, darunter dem Bybit-Hack im Februar 2025.

Dem Bericht zufolge konzentrierten sich die Angriffsvektoren neben Software-Schwachstellen stark auf den menschlichen Faktor. Die Angreifer setzten Social-Engineering-Taktiken, manipulierte Software-Pakete und gefälschte Bewerbungsgespräche ein, um sich unbefugten Zugriff auf vertrauliche Unternehmensdaten zu verschaffen und Malware auf internen Systemen zu installieren.

Nach dem Sicherheitsvorfall ergriff Binance Maßnahmen zur Schadensbegrenzung und fror gestohlene Kryptowerte im Wert von rund 2,85 Milliarden $ ein oder fing diese ab. Auszahlungen wurden unmittelbar nach dem Angriff pausiert; am 1. November 2026 begann die Börse mit einer schrittweisen Wiederaufnahme.

Binance hat sich verpflichtet, betroffene Kundenguthaben zu erstatten und den verbleibenden Verlust direkt über die eigene Bilanz aufzufangen. Nordkorea bestritt seinerseits eine Beteiligung an dem Vorfall, wobei Kim Yo Jong die Anschuldigungen als „absurde Rhetorik“ zurückwies.

Blockchain-Analyseunternehmen wie TRM Labs, Chainalysis und Elliptic beschreiben Nordkoreas Krypto-Operationen als eine sich entwickelnde, strategische Kampagne und nicht als Einzelfälle. Den Untersuchungsergebnissen zufolge ist Cyber-Diebstahl zu einer entscheidenden Finanzierungsquelle für die Waffenprogramme des Staates geworden.

Für Binance liegt das Augenmerk nach dem Vorfall weiterhin auf der Umsetzung. Zu den zentralen Punkten zählt, wie schnell die Börse den vollständigen Auszahlungsbetrieb wiederherstellt, ob weitere gestohlene Gelder eingefroren werden können und wie das Unternehmen die Finanzierung zur Deckung der Nutzerverluste strukturiert.

Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Kryptowerte sind hochvolatil; ein Totalverlust ist möglich.

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