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BISON-Gebühren 2026: Wie hoch der Spread bei Bitcoin wirklich ist und wann BSDEX günstiger wird
Ratgeber

BISON-Gebühren 2026: Wie hoch der Spread bei Bitcoin wirklich ist und wann BSDEX günstiger wird

BISON verlangt keine Ordergebühr, verdient aber am Spread: im Schnitt 1,25 Prozent je Kauf und Verkauf bei Bitcoin und Ether, 1,75 Prozent bei anderen Coins. Wir rechnen die Kosten durch, zeigen, wie du den Spread selbst misst, und wann die Schwesterbörse BSDEX mit 0,20 bis 0,35 Prozent günstiger ist.

Die BISON-Gebühren stecken fast vollständig im Spread. Eine Ordergebühr gibt es beim Krypto-Handel in der App nicht. Laut BISONs eigener Gebührenseite liegt der anteilige Spread beim Kauf und beim Verkauf von Bitcoin und Ether jeweils durchschnittlich bei 1,25 Prozent, bei allen anderen Kryptowährungen bei 1,75 Prozent. Der Wert schwankt je nach Marktlage und Ordergröße. Wer für 1.000 Euro Bitcoin kauft und ihn später wieder verkauft, zahlt also im Schnitt rund 25 Euro für die Hin- und Rückrichtung. Ein- und Auszahlungen in Euro, Krypto-Auszahlungen und die Verwahrung sind laut BISON kostenlos. Die Schwesterbörse BSDEX der Gruppe Börse Stuttgart arbeitet mit einem Orderbuch und verlangt 0,20 Prozent für Maker- und 0,35 Prozent für Taker-Orders.

Dieser Ratgeber erklärt, wie der Spread bei BISON zustande kommt, rechnet die Kosten für typische Beträge durch, zeigt dir, wie du den tatsächlichen Spread bei deinem Kauf selbst misst, und vergleicht BISON mit BSDEX und anderen Anbietern. Dazu kommen Sparplan, Staking-Abzug, Kreditkarten-Einzahlung und häufige Fehler. Stand der Angaben: November 2026. Gebühren können sich ändern, prüfe sie vor größeren Käufen.

BISON-Gebühren auf einen Blick

Ordergebühr Krypto
Keine
Spread Bitcoin und Ether
Im Schnitt 1,25 Prozent je Kauf und je Verkauf
Spread andere Coins
Im Schnitt 1,75 Prozent je Kauf und je Verkauf
Euro-Ein- und -Auszahlung
Kostenlos, auch Echtzeitüberweisung
Einzahlung per Karte, Apple Pay, Google Pay
2,49 Prozent des Betrags
Krypto-Ein- und -Auszahlung
Kostenlos laut BISON
Verwahrung
Kostenlos
Staking ETH und SOL
BISON behält 27 Prozent der Belohnungen
Aktien und ETFs
1,99 Euro pro Order
BSDEX zum Vergleich
0,20 Prozent Maker, 0,35 Prozent Taker

Wie der Spread bei BISON funktioniert

BISON ist keine Börse mit Orderbuch, sondern eine App, in der du zu einem angezeigten Kurs kaufst und verkaufst. Du handelst nicht mit anderen Kundinnen und Kunden, sondern mit einem Handelspartner aus der Gruppe Börse Stuttgart, der dir einen Kaufkurs und einen Verkaufskurs stellt. Der Abstand zwischen diesen Kursen und dem Marktpreis ist der Spread. Er ist die Einnahme von BISON und dem Handelspartner. Eine Gebührenzeile siehst du auf der Abrechnung deshalb nicht, die Kosten stecken im Kurs.

Die Angabe anteiliger Spread bedeutet: Der Kaufkurs liegt im Schnitt etwa 1,25 Prozent über dem mittleren Marktpreis, der Verkaufskurs etwa 1,25 Prozent darunter. Der gesamte Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs beträgt bei Bitcoin damit rund 2,5 Prozent. Für den Kauf allein zahlst du 1,25 Prozent, für den Verkauf allein ebenfalls. Bei den anderen Coins sind es jeweils 1,75 Prozent, zusammen rund 3,5 Prozent.

Wichtig ist das Wort durchschnittlich. BISON nennt keinen festen Aufschlag, sondern einen Durchschnittswert, der laut Gebührenseite je nach Marktlage und Ordergröße schwankt. In ruhigen Phasen mit viel Liquidität kann der tatsächliche Spread niedriger liegen, in hektischen Phasen, nachts oder am Wochenende und bei sehr großen Orders höher. Deshalb lohnt es sich, den Spread bei deinem eigenen Kauf nachzumessen. Wie das geht, zeigt der übernächste Abschnitt.

Warum der Spread schwankt

Ein Handelspartner, der dir jederzeit einen festen Kurs stellt, muss das Risiko absichern, dass sich der Markt bewegt, bevor er deine Order an anderen Handelsplätzen ausgleichen kann. Je unruhiger der Markt, desto größer dieses Risiko, und desto breiter der Spread. Drei Faktoren spielen zusammen. Erstens die Volatilität: An Tagen mit starken Kursausschlägen, etwa nach Zinsentscheidungen oder bei großen Liquidationswellen, weiten sich die Spreads an allen Handelsplätzen aus. Zweitens die Uhrzeit: Nachts und am Wochenende ist an vielen Börsen weniger Liquidität, und der Abstand zwischen Angebot und Nachfrage ist größer. Drittens die Ordergröße: Laut BISON hängt der Spread auch vom Betrag ab, den du handelst. Sehr große Orders kann der Handelspartner schwerer absichern.

Für dich heißt das: Wer bei BISON einen größeren Betrag kaufen will, misst den Spread am besten zu einer ruhigen Zeit an einem Werktag und vergleicht ihn mit der Messung bei einem kleineren Betrag. Wer es nicht eilig hat, wartet hektische Phasen ab. Ein Blick auf den Derivatemarkt hilft bei der Einschätzung: Extreme Funding-Raten und stark steigendes Open Interest unter /marktdaten/funding-raten und /marktdaten/open-interest deuten auf einen nervösen Markt hin.

Was ein Kauf bei BISON kostet: Rechenbeispiele

Die Rechnung ist einfach, solange du den Durchschnittsspread ansetzt. Bei einem Bitcoin-Kauf über 500 Euro gehen rund 6,25 Euro in den Spread, du bekommst Bitcoin im Marktwert von etwa 493,75 Euro. Bei 1.000 Euro sind es 12,50 Euro, bei 5.000 Euro 62,50 Euro und bei 10.000 Euro 125 Euro. Verkaufst du später zum gleichen Marktpreis, fallen noch einmal 1,25 Prozent auf den Verkaufswert an. Bei einem Altcoin wie Solana oder XRP sind es jeweils 1,75 Prozent.

BISON-Kosten bei Durchschnittsspread
Bitcoin oder Ether, KaufBitcoin oder Ether, Kauf und VerkaufAndere Coins, Kauf und Verkauf
100 Euro1,25 Eurorund 2,50 Eurorund 3,50 Euro
500 Euro6,25 Eurorund 12,50 Eurorund 17,50 Euro
1.000 Euro12,50 Eurorund 25 Eurorund 35 Euro
5.000 Euro62,50 Eurorund 125 Eurorund 175 Euro
10.000 Euro125 Eurorund 250 Eurorund 350 Euro
25.000 Euro312,50 Eurorund 625 Eurorund 875 Euro

Die Werte für Kauf und Verkauf sind gerundet, weil der Verkaufsbetrag vom Kurs zum Verkaufszeitpunkt abhängt. Steigt Bitcoin zwischendurch, zahlst du auf den höheren Verkaufswert auch einen höheren Spread in Euro. Für die Größenordnung reicht die Faustregel: Ein Hin und Zurück kostet bei Bitcoin rund 2,5 Prozent, bei anderen Coins rund 3,5 Prozent. Das ist der Betrag, um den der Kurs mindestens steigen muss, damit du ohne Verlust wieder aussteigst.

Den Spread bei BISON selbst messen

Weil BISON nur einen Durchschnittswert nennt, ist die eigene Messung die verlässlichste Kostenangabe für deinen Kauf. Du brauchst dafür einen Referenzkurs, also den mittleren Marktpreis an einer großen Börse im selben Moment. Am einfachsten ist ein Vergleich mit dem Orderbuch der BSDEX oder einer anderen großen Börse mit Euro-Handelspaar. Den aktuellen Bitcoin-Kurs siehst du auch auf /marktdaten/maerkte.

So misst du den Spread bei BISON in zwei Minuten

  1. Öffne in der BISON-App den Coin und tippe auf Kaufen, ohne die Order abzuschicken. Notiere den angezeigten Kaufkurs.
  2. Tippe auf Verkaufen und notiere den angezeigten Verkaufskurs. Beide Kurse sollten innerhalb weniger Sekunden abgelesen werden.
  3. Rufe gleichzeitig den Kurs desselben Coins in Euro an einer großen Börse auf und notiere den Mittelwert aus bestem Kauf- und Verkaufsangebot.
  4. Rechne: Kaufkurs bei BISON geteilt durch Referenzkurs minus 1 ergibt den Aufschlag beim Kauf in Prozent.
  5. Rechne: 1 minus Verkaufskurs bei BISON geteilt durch Referenzkurs ergibt den Abschlag beim Verkauf in Prozent.
  6. Wiederhole die Messung zu einer anderen Tageszeit, etwa abends oder am Wochenende, und vergleiche die Werte.
  7. Prüfe bei großen Beträgen, ob sich der Kurs ändert, wenn du einen höheren Betrag eingibst. Laut BISON hängt der Spread auch von der Ordergröße ab.

Ein Rechenbeispiel mit erfundenen, runden Zahlen: Die BISON-App zeigt einen Kaufkurs von 81.000 Euro und einen Verkaufskurs von 79.000 Euro. Der Mittelkurs an der Referenzbörse liegt bei 80.000 Euro. Dann beträgt der Aufschlag beim Kauf 81.000 geteilt durch 80.000 minus 1, also 1,25 Prozent, und der Abschlag beim Verkauf 1 minus 79.000 geteilt durch 80.000, ebenfalls 1,25 Prozent. Weicht dein Ergebnis deutlich davon ab, hast du entweder zu einer ungewöhnlichen Marktzeit gemessen oder die Referenzkurse lagen nicht im selben Moment.

BSDEX: Wann die Schwesterbörse günstiger wird

Die Börse Stuttgart Digital Exchange, kurz BSDEX, gehört zur selben Gruppe wie BISON, funktioniert aber anders. Sie ist ein Handelsplatz mit Orderbuch, auf dem Käufer und Verkäufer direkt aufeinandertreffen. Laut der Gebührenseite der BSDEX kostet eine Maker-Order, die ins Orderbuch gestellt und nicht sofort ausgeführt wird, 0,20 Prozent des Volumens. Eine Taker-Order, die sofort gegen bestehende Angebote ausgeführt wird, kostet 0,35 Prozent. Die Mindestgebühr liegt bei 0,01 Euro pro Order. Euro- und Krypto-Transaktionen sowie die Verwahrung kosten laut BSDEX nichts zusätzlich.

Zur Ordergebühr kommt an der BSDEX der Spread im Orderbuch, also der Abstand zwischen dem besten Kauf- und Verkaufsangebot. Bei Bitcoin ist er in normalen Marktphasen klein. Rechnet man mit einer Taker-Order und einem kleinen Orderbuch-Spread, liegen die Kosten an der BSDEX deutlich unter den 1,25 Prozent bei BISON. Bei 1.000 Euro Bitcoin zahlst du an der BSDEX als Taker 3,50 Euro Gebühr statt rund 12,50 Euro Spread bei BISON. Bei 10.000 Euro sind es 35 Euro statt rund 125 Euro. Mit Limit-Orders als Maker wird es noch günstiger.

BISON und BSDEX im Vergleich
BISONBSDEX
PrinzipApp mit festen Kursen eines HandelspartnersOrderbuch-Handelsplatz
Kosten Bitcoin je RichtungIm Schnitt 1,25 Prozent Spread0,20 Prozent Maker, 0,35 Prozent Taker plus Orderbuch-Spread
1.000 Euro Bitcoin kaufenrund 12,50 Euro3,50 Euro als Taker, 2 Euro als Maker
10.000 Euro Bitcoin kaufenrund 125 Euro35 Euro als Taker, 20 Euro als Maker
BedienungSehr einfachOrderbuch, Limit- und Market-Orders
Euro- und Krypto-TransfersKostenlosKostenlos
SparplanJaPrüfen
Geeignet fürEinsteiger, kleine Beträge, SparplanGrößere Beträge, aktive Anleger

Wann wird BSDEX für dich günstiger? In Prozent gerechnet praktisch immer, sobald der Orderbuch-Spread an der BSDEX kleiner ist als die Differenz zwischen BISON-Spread und BSDEX-Gebühr, und das ist bei Bitcoin und Ether in normalen Marktphasen der Fall. In Euro wird der Unterschied ab einigen Hundert Euro spürbar. Bei 100 Euro sparst du an der BSDEX etwa 90 Cent pro Richtung, bei 5.000 Euro rund 45 Euro. Für kleine, regelmäßige Käufe kann der Komfort von BISON den Aufpreis wert sein, für größere Einmalkäufe ist der Unterschied deutlich.

Zu beachten ist: Die BSDEX bietet weniger Komfort und erfordert ein Grundverständnis von Orderarten. Eine Market-Order in einem dünnen Orderbuch kann bei kleineren Coins teurer werden als erwartet, weil sie mehrere Preisstufen abräumt. Nutze an der BSDEX deshalb vor allem bei Altcoins Limit-Orders. Wie du an der BSDEX ein Konto eröffnest und ob es eine Verbindung zu deinem BISON-Konto gibt, erklärt die BSDEX selbst.

Fünf Jahre Sparplan: BISON gegen Orderbuch

Wie stark sich der Unterschied über Jahre summiert, zeigt ein einfaches Beispiel. Du besparst fünf Jahre lang Bitcoin mit 200 Euro im Monat, insgesamt 12.000 Euro Einzahlungen. Bei BISON gehen im Schnitt 1,25 Prozent jeder Ausführung in den Spread, zusammen rund 150 Euro. An einer Orderbuch-Börse mit 0,35 Prozent Taker-Gebühr wären es rund 42 Euro plus Orderbuch-Spread. Der Unterschied liegt bei rund 100 Euro über fünf Jahre, also weniger als 1 Prozent der Einzahlungen. Für viele ist das ein akzeptabler Preis für eine automatische, einfache Lösung.

Teurer wird es beim Ausstieg. Hast du nach fünf Jahren einen Bestand im Wert von angenommen 20.000 Euro und verkaufst ihn auf einmal, zahlst du bei BISON im Schnitt rund 250 Euro Spread, an der BSDEX als Taker etwa 70 Euro plus Spread im Orderbuch. Wer seinen Bestand später verkaufen will, kann ihn auch auf eine eigene Wallet und von dort zu einer Orderbuch-Börse übertragen, sofern die Auszahlung kostenlos ist. Rechne dabei die Netzwerkgebühr ein, die du auf der Blockchain zahlst, siehe /ratgeber/bitcoin-auf-hardware-wallet-uebertragen-gebuehren.

Fünf Jahre Sparplan mit 200 Euro im Monat
BISONOrderbuch-Börse, Taker 0,35 Prozent
Einzahlungen gesamt12.000 Euro12.000 Euro
Kosten beim Kaufrund 150 Eurorund 42 Euro plus Orderbuch-Spread
Verkauf von angenommen 20.000 Eurorund 250 Eurorund 70 Euro plus Orderbuch-Spread
Kosten gesamtrund 400 Eurorund 112 Euro plus Spread

Was du für den Spread bekommst

Ein höherer Preis ist nicht automatisch ein schlechter Deal. Bei BISON bekommst du eine App ohne Orderbuch, in der du mit wenigen Tippern kaufst, einen Anbieter aus der Gruppe Börse Stuttgart, eine kostenlose Verwahrung und laut BISON einen Versicherungsschutz für die verwahrten Coins. Kostenlose Euro- und Krypto-Transfers ersparen dir Nebenkosten, die bei manchen Anbietern anfallen. Wer diese Punkte schätzt und selten handelt, für den kann BISON trotz höherer Spreads passen. Wer vor allem auf die Kosten achtet, findet an Orderbuch-Börsen und bei manchen Neobrokern günstigere Wege.

Weitere Kosten: Sparplan, Karte, Staking, Auszahlung

Für den Krypto-Sparplan nennt die BISON-Gebührenseite keine eigene Gebühr. Es fällt also wie beim Einzelkauf der Spread an. Bei einem Sparplan über 50 Euro im Monat in Bitcoin sind das im Schnitt rund 62 Cent pro Ausführung, aufs Jahr 7,50 Euro. Ein Sparplan über 100 Euro kostet entsprechend rund 15 Euro im Jahr. Im Vergleich zu Neobrokern mit Gratis-Sparplänen oder niedrigeren Aufschlägen ist das eher teuer. Einen Überblick über Sparpläne bietet /ratgeber/bitcoin-sparplan-gebuehren-vergleich.

Die Einzahlung per Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay kostet laut BISON 2,49 Prozent. Bei 1.000 Euro sind das 24,90 Euro, also doppelt so viel wie der Spread beim Bitcoin-Kauf. Eine normale Überweisung oder Echtzeitüberweisung ist kostenlos, wobei deine Hausbank für die Echtzeitüberweisung Gebühren verlangen kann. Wer nicht sofort kaufen muss, spart mit der Überweisung deutlich.

Beim Staking von Ether und Solana behält BISON laut Gebührenseite 27 Prozent der Belohnungen ein. Bei einer Netzwerkrendite von angenommen 3 Prozent im Jahr bekommst du also etwa 2,2 Prozent. BISON weist darauf hin, dass der Staking-Service derzeit nicht nach MiCA reguliert ist und für Ethereum ein Slashing-Risiko besteht, das laut BISON über eine Versicherung abgedeckt ist. Was Staking ist und welche Risiken es hat, erklärt /ratgeber/was-ist-staking.

Krypto-Auszahlungen auf eine eigene Wallet sind laut BISON kostenlos. Ob BISON dabei Netzwerkgebühren weitergibt oder selbst trägt, nennt die Gebührenseite nicht ausdrücklich. Prüfe den Betrag, der in der Auszahlungsmaske angezeigt wird. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du in /ratgeber/bison-krypto-auszahlen-wallet.

Altcoins: Wo 1,75 Prozent besonders ins Gewicht fallen

Bei Bitcoin und Ether liegt der BISON-Spread im Schnitt bei 1,25 Prozent, bei allen anderen Coins bei 1,75 Prozent. Das klingt nach einem kleinen Unterschied, wirkt sich aber vor allem bei kurzfristigen Käufen aus. Wer 2.000 Euro in einen Altcoin steckt und ihn nach einigen Wochen wieder verkauft, zahlt im Schnitt rund 70 Euro für die Runde. Bei einem Bitcoin-Kauf derselben Größe wären es rund 50 Euro. An einer Orderbuch-Börse hängt der Preis bei Altcoins stärker von der Tiefe des Orderbuchs ab: Bei großen Coins mit viel Umsatz bleibt der Vorteil gegenüber BISON deutlich, bei kleinen Coins mit dünnem Orderbuch kann eine Market-Order den Vorteil auffressen. Nutze dort deshalb Limit-Orders und prüfe vorher, wie viel Volumen zu welchem Preis im Buch steht.

BISON im Vergleich mit anderen Anbietern

Andere Krypto-Apps und Broker arbeiten mit ähnlichen Modellen, aber unterschiedlichen Zahlen. Bitpanda verlangt in der App einen Aufschlag von 0,99 Prozent je Richtung auf Bitcoin, mehr bei anderen Coins, siehe /ratgeber/bitpanda-gebuehren-spread. Neobroker wie Trade Republic berechnen eine feste Gebühr pro Order und einen Spread, siehe /ratgeber/trade-republic-krypto-gebuehren. Orderbuch-Börsen wie Kraken oder Coinbase Advanced arbeiten mit Maker- und Taker-Gebühren, die bei kleinen Volumen im Bereich von einigen Zehntelprozent liegen. BISON ist damit eher am oberen Ende der Kostenskala, bietet dafür eine sehr einfache App und einen Anbieter aus dem regulierten Umfeld der Börse Stuttgart.

Kosten für 1.000 Euro Bitcoin-Kauf, grob verglichen
KostenmodellUngefähre Kosten
BISONSpread im Schnitt 1,25 Prozentrund 12,50 Euro
BSDEX, Taker0,35 Prozent plus Orderbuch-Spreadrund 3,50 Euro plus Spread
BSDEX, Maker0,20 Prozentrund 2 Euro
Bitpanda AppAufschlag 0,99 Prozent laut Bitpandarund 9,90 Euro

Steuern und Dokumente

Für die Steuer spielen die Gebühren nur am Rand eine Rolle. Weil der Spread im Kauf- und Verkaufskurs steckt, ist er in deinen Anschaffungskosten und deinem Veräußerungserlös bereits enthalten. Du ziehst ihn nicht noch einmal ab. Die Einzahlungsgebühr per Karte ist kein Teil des Kaufpreises, kann aber bei einem steuerpflichtigen Verkauf je nach Auffassung als Nebenkosten berücksichtigt werden. BISON bietet einen Steuerreport an, mit dem du Gewinne aus Verkäufen innerhalb eines Jahres für die Anlage SO aufbereiten kannst, siehe /ratgeber/bison-app-steuer-report und /ratgeber/krypto-gebuehren-steuerlich-absetzen.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

Der häufigste Fehler ist, BISON für gebührenfrei zu halten, weil keine Ordergebühr erscheint. Die Kosten sind real, sie stehen nur nicht als eigene Zeile auf der Abrechnung. Der zweite Fehler ist häufiges Hin und Her: Wer jede Woche kauft und verkauft, zahlt bei Bitcoin pro Runde rund 2,5 Prozent. Nach zehn Runden ist ein Viertel des eingesetzten Kapitals an Kosten weg, ohne dass der Kurs sich bewegt hat. Der dritte Fehler ist die Karteneinzahlung aus Bequemlichkeit, die mit 2,49 Prozent teurer ist als der Kauf selbst.

Viertens kaufen viele Altcoins in der BISON-App, ohne den höheren Spread von 1,75 Prozent zu bedenken. Bei einem kurzfristigen Trade mit einem kleinen Coin braucht es dann schon 3,5 Prozent Kursanstieg bis zur Gewinnschwelle. Fünftens handeln manche in hektischen Marktphasen, etwa nach großen Nachrichten oder bei starken Liquidationswellen, wenn sich der Spread ausweiten kann. Wie unruhig der Markt gerade ist, zeigen /marktdaten/liquidationen und /marktdaten/angst-und-gier.

Für wen BISON trotz Spread passt

BISON ist sinnvoll, wenn du kleine Beträge investierst, einen Sparplan nutzen willst, Wert auf eine sehr einfache App legst und deine Coins lange hältst. Dann fällt der Spread zweimal an, beim Kauf und irgendwann beim Verkauf, und verteilt sich über die Haltedauer. Wer größere Beträge einmalig anlegt oder regelmäßig handelt, fährt an der BSDEX oder einer anderen Orderbuch-Börse in der Regel deutlich günstiger. Ein Mittelweg ist, kleine Sparpläne bei BISON laufen zu lassen und größere Einmalkäufe über eine Orderbuch-Börse abzuwickeln.

Häufige Fragen zu den BISON-Gebühren

Hat BISON eine Ordergebühr?

Nein. BISON verlangt beim Krypto-Handel keine Ordergebühr. Die Kosten stecken im Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs.

Wie hoch ist der Spread bei BISON?

Laut BISON im Schnitt 1,25 Prozent je Kauf und je Verkauf bei Bitcoin und Ether, 1,75 Prozent bei allen anderen Coins. Der Wert schwankt mit Marktlage und Ordergröße.

Was kostet ein Bitcoin-Kauf über 1.000 Euro bei BISON?

Im Schnitt rund 12,50 Euro Spread. Kauf und späterer Verkauf zusammen kosten rund 25 Euro.

Ist die BSDEX günstiger als BISON?

In der Regel ja. Die BSDEX verlangt 0,20 Prozent für Maker- und 0,35 Prozent für Taker-Orders. Dazu kommt der Spread im Orderbuch, der bei Bitcoin meist klein ist.

Kostet die Auszahlung auf eine eigene Wallet etwas?

Laut BISON sind Krypto-Auszahlungen kostenlos. Prüfe in der Auszahlungsmaske, ob eine Netzwerkgebühr angezeigt wird.

Wie teuer ist die Einzahlung per Kreditkarte?

2,49 Prozent des Betrags. Die normale Überweisung und die Echtzeitüberweisung sind bei BISON kostenlos.

Wie viel behält BISON beim Staking ein?

27 Prozent der Staking-Belohnungen für Ether und Solana. Der Staking-Service ist laut BISON derzeit nicht nach MiCA reguliert.

Was kostet der Sparplan bei BISON?

Eine eigene Sparplangebühr nennt BISON nicht. Es fällt der Spread an, bei Bitcoin im Schnitt 1,25 Prozent pro Ausführung.

Was kosten Aktien und ETFs bei BISON?

1,99 Euro pro Kauf oder Verkauf, unabhängig von der Ordergröße. Depotführung und Depotübertrag sind kostenlos.

Kann ich den Spread vor dem Kauf sehen?

Indirekt. Vergleiche den Kauf- und Verkaufskurs in der App mit dem Mittelkurs an einer großen Börse im selben Moment. Die Differenz ist dein tatsächlicher Spread.

Die Angaben beruhen auf den Gebührenseiten von BISON und BSDEX, wie sie im Herbst 2026 veröffentlicht waren. Gebühren und Spreads können sich ändern. Maßgeblich sind die Angaben in der App und in den aktuellen Bedingungen vor deinem Kauf.

Risikohinweis: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Kryptowerte sind hochvolatil; ein Totalverlust ist möglich.

Quellen

  1. BISON: Gebühren
  2. BSDEX: Fees
  3. CryptoTicker: BSDEX Gebühren
  4. Biallo: Börse Stuttgart Digital Exchange (BSDEX) im Überblick
  5. extraETF: BSDEX Krypto-Depot im Test
  6. Bitpanda Hilfe: Fees and premiums

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